Sonntag, 23. September 2018
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Fußball-Kreisklassist will nach Fehlstart neuen Impuls setzen: Alois Federl übernimmt als Spielertrainer

Trainer Markus Ertl und SV Geroldshausen trennen sich

Geroldshausen
erstellt am 12.09.2018 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 12.09.2018 um 00:01 Uhr | x gelesen
Geroldshausen (PK) Es hatte sich ein wenig abgezeichnet: Nach fünf Niederlagen in fünf Spielen haben sich Fußball-Kreisklassist SV Geroldshausen und Trainer Markus Ertl auf eine Trennung geeinigt. Nach der jüngsten 0:3-Heimpleite gegen Langenbruck wolle man einen Impuls setzen. Alois Federl fungiert ab sofort als Spielertrainer.
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Kein Glück: Bereits nach nur fünf Spielen endet die Zeit von Trainer Markus Ertl beim SV Geroldshausen.
Kein Glück: Bereits nach nur fünf Spielen endet die Zeit von Trainer Markus Ertl beim SV Geroldshausen.
Schneider
Geroldshausen
Der SV Geroldshausen habe damit auf den schlechten Start in die neue Saison reagiert. Nach fünf Spielen wartet das Team noch immer auf den ersten Punkt, mit 13 Gegentoren stellt der SVG zudem die schlechteste Defensive. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Ertl und dem Abteilungsleiter Florian Drexler sei deutlich geworden, dass "nur durch einen Trainerwechsel ein Impuls in die zuletzt leblos wirkende Geroldshauser Mannschaft vor dem wichtigen Spiel beim Aufsteiger TV Vohburg gegeben werden kann". Laut Ertl war dies auch schon vor dem Spiel gegen Langenbruck ein Thema, die Niederlage am vergangenen Wochenende besiegelte das Ganze. Die Nachfolge übernimmt der bisherige Co-Trainer Alois Federl. Er habe sich sofort bereit erklärt, Verantwortung zu übernehmen. Schon gestern Abend leitete er die erste Trainingseinheit.

Ertl kam erst vor der Saison, im Vorjahr war er mit dem MTV Pfaffenhofen nach einer turbulenten Spielzeit aus der Kreisklasse abgestiegen. In Geroldshausen übernahm er die Nachfolge von Spielertrainer Michael Wildmoser. Der SVG schaffte in der Vorsaison knapp den Klassenerhalt. Jetzt steckt der Verein schon wieder mitten im Abstiegskampf.

"Ich kann nicht sagen, woran es lag. Die Umsetzung der Vorgaben auf dem Platz hat nicht funktioniert", sagte Ertl. Mit dem Wechsel von Maximilian Huber zum TSV Wolnzach hatte der SVG seinen Zielspieler vor der Saison verloren, einen Ersatz gab es nicht. "Wir wollten es spielerisch lösen, das braucht Zeit. Das klappt aber nicht immer so gut."

Dabei habe das Umfeld in Geroldshausen gestimmt, ihn sogar an die erfolgreiche Zeit in Uttenhofen, als er 2016/17 in die Kreisklasse aufstieg, erinnert.. "Ich kann mich nicht beschweren. Es war nicht so, dass die Spieler keinen Bock hatten. Wir hatten auch manch enges Spiel, manchmal hat das Glück gefehlt." Zuletzt habe Ertl kein Aufbäumen, keinen unbedingten Willen gespürt. "Es hilft ja nichts, wir wollten zum Wohle des Vereins handeln", erklärt Ertl die Entscheidung, sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Auch Drexler fiel der Schritt schwer, er sieht es aber als die richtige und notwendige Lösung für die Mannschaft und den Verein. Die Spieler stehen nun in der Pflicht: "Keinesfalls soll hier Markus Ertl die Allein- oder Hauptschuld am bisher erfolglosen Abschneiden in dieser Saison gegeben werden. Schlussendlich sind es immer noch die elf Spieler auf dem Rasen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden, und nicht der Trainer." Drexler, der nicht nur Abteilungsleiter sondern auch Torwart ist, sprach von einem guten Training. Auch die Beteiligung habe immer gestimmt. "Leider haben wir Spieler es aber zu keiner Zeit geschafft über längere Phasen in einem Pflichtspiel diese Vorgaben aus dem Training auch auf dem Platz umzusetzen." Klar ist: Nach diesem Fehlstart muss der SVG schnellstmöglich punkten, bestenfalls schon am Sonntag in Vohburg. "Zuletzt wirkte die Mannschaft mutlos und hatte auch kein Selbstvertrauen mehr", betont Drexler. Nun müsse das Team alles tun, um Federl zu unterstützen.

Auch Ertl hofft auf eine Wende zum Guten beim SVG, allerdings ist die Situation brenzlig: "Wenn du noch zwei, drei, vier Spiele verlierst, wird es für die Moral brenzlig." Der Trainerwechsel sei der letzte Strohhalm: "Das ist die letzte Chance, ich wünsche ihnen, dass sie es schaffen." Für die nächste Zeit hat Ertl kein Traineramt im Auge: "Ich mache mir keine Gedanken. Ich habe schon zweimal gesagt, dass ich gerne auch mal eine Zeitlang nichts tue - vielleicht klappt es diesmal. Fußballspiele werde ich mir aber sonntags schon noch anschauen."
Kevin Reichelt
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