Sonntag, 24. Juni 2018
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Basketballer des TSV Wolnzach verlieren gegen den Spitzenreiter

Siegesserie gerissen

Wolnzach
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 27.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wolnzach (mlu) Die Siegesserie der Wolnzacher Basketballer hat am Wochenende ein Ende gefunden: Gegen den Tabellenführer Goldbach unterlag der TSV mit 70:85.
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Der Anfang war vielversprechend, als Wolnzachs Filip Schinhammer, der später mit Krämpfen ausschied, vier Dreier im ersten Viertel verwandelte. Valerian Zenk - mit sieben von elf Feldwürfen, acht von neun Freiwürfen und acht Rebounds wieder einmal Wolnzachs effektivster Spieler - steuerte weitere acht Zähler in dieser Phase bei, Wolnzach war nach acht Minuten mit 25:13 vorne. Die Gäste konterten mit ihren - an diesem Tag - drei besten Spielern: Malony Fernandes (12 Punkte) hämmerte einen Dunking durch die Reuse, Shooting Guard Tadas Jagela (29) traf einen Zweier, Malony verwandelte zwei Freiwürfe und Point Guard Luan Pereira (30) versenkte einen spektakulären Dreier aus neun Meter Entfernung mit der Viertelsirene. Schon stand es nur noch 25:23 für die Hausherren.

Zenk empfand Goldbach als den erwartet schweren Gegner. "Sie haben so stark wie fast noch kein anderer Gegner auf unsere Spielweise reagiert, die Umstellung hat uns vor allem im zweiten Viertel wehgetan. In der zweiten Halbzeit war es dann vom spielerischen Ansatz her relativ ausgeglichen", sagte Zenk. Jagela und Pereira zündeten dann einen 11:0-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels (11:20), ab dann war Hinterherlaufen für die Wolnzacher angesagt. Leonhard Biersack verkürzte zwar noch einmal mit Freiwürfen, Lukas Kappelmeier mit einem Tip-in und Zenk mit Freiwürfen zum 33:34 (18.), aber zum Ende des Viertels schwächelte Wolnzach wieder. Zur Halbzeit stand es 36:43.

Die zweiten Halbzeit eröffnete Peter Maischak mit einer schönen Bewegung am Brett, Zenk legte fünf Zähler nach, so dass sich bis zum 43:46 (23.) wenig änderte. Dann allerdings war wieder Golbachs starkes Trio am Drücker und streute einen 10:2-Lauf ein, der den Wolnzachern bis zum Viertelende (54:63) nachhing.

Marco Hoffmeisters Dreier zu Beginn des letzten Abschnitts zum 57:63 machte Hoffnung, Goldbach konterte aber mit einem 10:0-Lauf. Zwei Dreier von Pereira, bei dem an diesem Tag auch die schwierigsten Würfe in den Ring fielen, bauten die Führung der Gäste auf 78:58 aus (35.). Die Wolnzacher steckten aber nicht auf. Maischak und Biersack verwandelten ebenfalls Dreier, Goldbach brachte den Sieg aber mit 85:70 über die Zeit.

Jagela (8/12 Freiwürfe, 3 Dreier) und Pereira (9/15 Freiwürfe, 5 Dreier) waren an diesem Tag kaum in den Griff zu bekommen. Sowohl auf dem Weg zum Korb als auch aus der Distanz spielten sie ihre Vorzüge aus. "Da hat Goldbach seine Vorteile besser umgesetzt als wir. Die Spieler im Profiformat sind es gewohnt, so lange zu spielen und wissen genau, wann sie ihre Schnelligkeit einsetzen müssen", erklärte Zenk. Durch die Ausfälle von Leistungsträgern wie Ole Alsen, Johannes Wießnet, Tobias Ziehe und Tobias Fuchs habe manchmal ein Leitwolf auf dem Feld gefehlt, der Respekt vor dem Tabellenführer sei dann ein wenig zu groß gewesen. "Aber gut, das muss man halt auch lernen. Ein anderer Knackpunkt waren die drei, vier Läufe von Goldbach, wohingegen wir nur wirklich einen am Anfang hatten", so Zenk.

Trainer Mike Urban war zufrieden, schließlich sei es das Ziel gewesen, alle Spieler auf relevante Weise einzusetzen. Dazu gehörten auch Leo Hurzlmeier und Marco Hoffmeister aus der Zweiten Mannschaft, die wertvolle Praxis gegen einen starken Gegner sammeln konnten. "Wahrscheinlich gegen den stärksten Gegner", fand Schinhammer. "Wir hatten ein bisschen Pech im Abschluss und waren manchmal zu ideenlos gegen die Zone. Wenn Goldbach dann heiß läuft, sind die Aufbauspieler nur schwer zu stoppen."

Das Spiel der Frauen des TSV gegen die DJK Landsberg fiel aus, die DJK trat nicht an.

 

TSV Wolnzach: Biersack (10), Hurzlmeier, Kappelmeier (2), Jureczek (2), Schinhammer (17), Eichmüller, Zenk (22), Hoffmeister A (2), Hoffmeister M (3), Degner (4), Maischak (8).

Von Michael Urban
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