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Richter macht sein Meisterstück

erstellt am 18.05.2008 um 20:34 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 13:28 Uhr | x gelesen
Rohrbach (pat/tcs) Es ist vollbracht! Der TSV Rohrbach steht seit Sonntagnachmittag als Meister der Fußball-Kreisliga Donau/Isar 1 fest und schaffte damit bereits am drittletzten Spieltag den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga.
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Schoss Rohrbach zur Meisterschaft: Michael Humbach (Zweiter von links) wurde hier zwar von Ringsees Fatih Bayrakdar (links) erfolgreich am Torschuss gehindert. In der Nachspielzeit traf der Stürmer dann aber doch noch zum glücklichen 1:0-Sieg. Dank des 2:2-Unentschiedens von Verfolger Karlshuld stehen die Rohrbacher damit seit Sonntag als Meister und Aufsteiger in die Bezirksliga fest! - Foto: Ermert
Nach dem glücklichen 1:0-Erfolg gegen Ringsee am Samstag durch einen Treffer von Michael Humbach in der Nachspielzeit, patzte tags darauf der Verfolger Karlshuld zu Hause gegen den VfB Eichstätt II (2:2). Damit liegen die Rohrbacher mit acht Punkten Vorsprung bei zwei noch ausstehenden Spieltagen uneinholbar an der Tabellenspitze. "Darüber freue ich mich riesig", sagte TSV-Spielertrainer Thomas Richter in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Pfaffenhofener Kurier. Bereits in seiner ersten Saison als Trainer machte der frühere Bundesligaprofi damit sein Meisterstück perfekt.

Denkwürdig war das Rohrbacher Spiel am Samstag schon vor dem Anpfiff, denn von Schiedsrichter Heiko Prigge aus Reichertshofen und seinem Gespann war nichts zu sehen. Selbst auf Nachfrage war keine Auskunft über ihren Verbleib zu bekommen. So zauberten die Rohrbacher in Zusammenarbeit mit Kreisspielleiter Horst Kaindl eine Notlösung aus dem Hut, die es in sich hatte. Sebastian Mair aus Langenbruck, der an sich nur als Zuschauer im Stadion weilte, wurde kurzerhand als Unparteiischer verpflichtet. Zu ihm gesellten sich als Assistenten Kaindl höchstpersönlich sowie der Fahlenbacher Michael Seidl. Im Griff hatten die drei Herren die Begegnung zu jeder Zeit. "Das war eine prima Sache, vielen Dank dafür", sagte hinterher auch Richter.

Allzu viel Lob hielt er nach den 90 Minuten ansonsten nicht parat – schon gar nicht für seine Spieler. Sie lieferten einen überaus zähen Kick ab, der nur bis zum Seitenwechsel wenigstens einigermaßen ansehnlich war. Chancen verzeichnete allerdings nur der TSV. Vor allem nach Ecken und Freistößen war stets für Gefahr im Ringseer Strafraum gesorgt, doch Michael Humbach, Michael Schrätzenstaller und vor allem Thomas Ruhfaß verpassten ihre guten Gelegenheiten, die sich ihnen zumeist in Form von Kopfbällen nach gefährlichen Hereingaben eröffneten.

Ein Humbach-Kopfball wurde von Fatih Bayrakdar von der eigenen Torlinie geschlagen. Später scheiterte der Rohrbacher Angreifer aus kurzer Distanz volley an Andreas Licklederer im Tor der Turnerschaft. Der hinterließ zwar nicht immer den sichersten Eindruck, war aber immer dann zur Stelle, wenn es lichterloh brannte. Ein Freistoß von Markus Spiegl sowie ein Schuss von Schrätzenstaller standen als weitere Torchancen an, die er entschärfte. Etliche Male kam es zu Getümmeln vor dem Ringseer Tor – aber nie wollte der Ball ins Netz. Erst mit dem Pausenpfiff kamen die Gäste zu ihrer ersten Möglichkeit, als Afrim Fetahu frei zum Zug kam, aber zu unplatziert in die Arme von Michael Rückert köpfte.

Nach dem Pausentee verflachte die Begegnung zunehmend. Torchancen sprangen ab sofort so gut wie keine mehr heraus. "Zwei, drei brenzlige Situationen ohne nennenswerten Abschluss – das war es auch schon", sagte Richter. Mit Normalform hatte das Rohrbacher Spiel nun nicht mehr viel zu tun. Im Gegenzug hätte Ringsee zwei Mal um ein Haar die Führung erzielt. Einmal ging Christian Dörfler alleine aufs Tor zu. "Diese Abseitsentscheidung war fraglich", räumte Richter ein. Noch härter traf es die Turnerschaft kurz vor Schluss, als Afrim Fetahu von Rückert ganz klar im Strafraum gelegt wurde. "Das hätte ein Strafstoß sein müssen, aber wir sind noch mal davongekommen", musste sich Richter in dieser Szene beim Unparteiischen bedanken.

Wie das so häufig ist, wurden die Gäste am Ende auch noch bitter dafür bestraft. In der dritten Minute der Nachspielzeit bekam Humbach den Ball von Michael Mößnang schön aufgelegt und er traf aus 16 Metern zum 1:0-Siegtreffer. "Es war wie früher beim FC Bayern. Diesen schwachen Kick haben wir halt trotzdem gewonnen – und damit hake ich die Partie auch ab", sprach Thomas Richter von einer gehörigen Portion Glück. Morgen rede keiner mehr davon, wie es dazu gekommen sei, so Richter.

TSV Rohrbach: Rückert, Franke, Ruhfaß, Frank, Jelinek (40. Klos), Richter, Eichner, Humbach, Kempf, Spiegl (70. Randlshofer), Schrätzenstaller (70. Mößnang).

Tor: 1:0 Michael Humbach (90.+3). – Schiedsrichter: Sebastian Mair (Langenbruck). – Zuschauer: 80.

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