Dienstag, 22. Januar 2019
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Beim Lauf in Aichach holen Ines Ugele und Lena Schruf Silber und Bronze

Pfaffenhofener Königinnen

Aichach
erstellt am 07.01.2019 um 11:29 Uhr
aktualisiert am 15.01.2019 um 10:21 Uhr | x gelesen
Aichach (PK) Ines Ugele lächelte glücklich, Lena Schruf auch. Die Athletin des MTV Pfaffenhofen und die junge Koppenbacherin beglückwünschten sich am Sonntag gegenseitig im Ziel des 36. Aichacher Dreikönigslaufs - und machten sich dabei erstmals miteinander bekannt. Der Grund für die Gratulation: Ines Ugele war gerade Zweite des 8,2-Kilometer-Bewerbs geworden - sie hatte sozusagen die Silberkrone der Traditionsveranstaltung errungen. In einer guten Zeit von 36:15 Minuten. Nur zwölf Sekunden dahinter kam Lena Schruf als Dritte an - kurz darauf folgte Lenas Mutter Roswitha als Achte.
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Gemeinsam aus dem Stadion auf den Parcours: Lena Schruf (ganz links, Startnummer 94) blickt in Richtung der späterenn Siegerun Hannah Sassnink (ganz rechts, 147). Ines Ugele (2. von rechts, 52) wartet ab. Am Ende siegte Sassnink vor Ugele und Schruf. Unten ist MTV-Mann Manfred Koppold (rote Mütze) zu sehen.
Gemeinsam aus dem Stadion auf den Parcours: Lena Schruf (ganz links, Startnummer 94) blickt in Richtung der späterenn Siegerun Hannah Sassnink (ganz rechts, 147). Ines Ugele (2. von rechts, 52) wartet ab. Am Ende siegte Sassnink vor Ugele und Schruf. Unten ist MTV-Mann Manfred Koppold (rote Mütze) zu sehen.
Kramer
Aichach
Dass sich Lena Schruf und Ines Ugele bis dato nicht persönlich kannten, hat einen einfachen Grund: Die Laufkarriere der 23-jährigen Koppenbacherin begann erst im Sommer, die 29-jährige Ärztin aus der Kreisstadt, die an einem Regensburger Krankenhaus arbeitet, hatte aber berufsbedingt seit Mai kein Rennen mehr bestritten.

Auf der matschigen und teilweise vereisten Strecke waren sich die beiden indes über den Weg gelaufen. Die beiden verließen gemeinsam mit der späteren Siegerin Hannah Sassnink (LC Aichach) das Aichacher Landkreisstadion. Doch die gebürtige Münchnerin, die bis zum Sommer für die LG Stadtwerke startete, ist zurzeit in blendender Verfassung: Beim Silvesterlauf im Olympiapark erzielte Sassnink mit 40:23 Minuten eine neue persönliche Bestzeit über zehn Kilometer. Die erfahrene Ugele merkte schnell, dass es keinen Sinn machen würde, der LCA-Sportlerin an den Fersen kleben zu wollen, Schruf musste Sassnink schließlich auch ziehen lassen. An einer langen Steigung bei Kilometer drei schloss Ugele zu Schruf auf und überholte. Doch die junge Koppenbacherin gab nicht auf, sondern hielt Sichtkontakt. Zumal sie hinter sich den Atem der Mountainbikerin Leonie Daubermann (ESV Neusäß) spürte, die jüngere Schwester der Profirennradlerin Antonia Daubermann, die später Vierte wurde (36:32).

Beide Landkreis-Athletinnen kämpften bis zum Schluss und behaupteten ihre Plätze zwei und drei. Ugele wurde von ihrem Coach Georg Krippner empfangen und gelobt. Doch die Medizinerin merkte selbstkritisch an: "Mir fehlt die Wettkampfpraxis." Die junge Koppenbacherin erhielt kurz darauf Streicheleinheiten vor ihrer Mutter, zusammen mit einer mütterlichen Mahnung: "Wenn Lena etwas systematischer trainieren würde, könnte sie einiges erreichen."

Bei den Männern gewann Benjamin Dillitz (LG Stadtwerke München) sein zweites Rennen binnen sechs Tagen, nach seinem Erfolg beim Silvesterlauf in Pfaffenhofen an der Glonn. Der 25-Jährige hängte in 27:24 Minuten keinen geringeren als Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt) mit 62 Sekunden Vorsprung ab. Dessen Jetzendorfer Teamkollege Thomas Mittag wurde Sechster in 30:07 Minuten. Der lange Ilmtaler stöhnte: "Ich spüre noch das Krafttraining vom Samstag in den Knochen." Manfred Koppold (MTV Pfaffenhofen) belegte Rang 17 (33:33).

Sein Vereinskamerad Volkmar Kriesch traf auf Rang 36 ein (37:42), MTV-Lauftreffchef Bernhard Ugele auf Platz 82. (46:24). Karin Schmid (MTV Pfaffenhofen) kam auf Rang 23 (45:02).

Kriesch und Schmid waren erst am Vortag aus Südtirol nach Pfaffenhofen zurückgekehrt - nach einer siebenstündigen Rutschfahrt auf der Brenner- und Inntalautobahn. "In Südtirol war das schönste Wetter, doch ab den Alpenpass wurde es schwierig", berichtete Schmid. Der Wintereinbruch verhagelte den Organisatoren des LC Aichach auch den avisierten Teilnehmerrekord. Statt der erhofften 300 Starter wagten sich nur 161 in die Paarstadt.
 
Horst Kramer
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