Dienstag, 21. August 2018
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Basketballer des TSV Wolnzach wollen mit dem Projekt Mission 2020 für erfolgreiche Zukunft sorgen

Eine gesunde Basis

Wolnzach
erstellt am 10.08.2018 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 19:00 Uhr | x gelesen
Wolnzach (PK) Sportlich läuft es bei den Basketballern des TSV Wolnzach seit Jahren wie am Schnürchen. Nach mehreren Aufstiegen hat der TSV in der Vorsaison letztlich souverän den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga geschafft. Damit das auch in Zukunft so bleibt und sich der Verein auf allen Ebenen sicherer aufstellt, hat der TSV die Mission 2020 ausgerufen.
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Gemeinsam: Der sportliche Erfolg der Wolnzacher Basketballer soll keine Eintagsfliege sein. Deswegen will sich der Verein breite aufstellen ? um sich auf allen Ebenen zu stabilisieren.
Gemeinsam: Der sportliche Erfolg der Wolnzacher Basketballer soll keine Eintagsfliege sein. Deswegen will sich der Verein breite aufstellen - um sich auf allen Ebenen zu stabilisieren.
Foto: Urban
Wolnzach
"Organisationsentwicklung sowie Erhöhung des sportlichen Niveaus und Mobilisierung von Ressourcen" - so hat der TSV das große Ziel formuliert. Was genau dahinter steckt, ist in kleinen Etappenzielen formuliert. Die Jugendteams von der U12 bis zur U16 sollen in der Bezirksliga spielen um einen qualitativ guten Unterbau zu garantieren. Zudem möchte man eine U8 und eine U10 stellen, bei den Mädels soll es 2020 eine U14 geben. Dafür braucht es natürlich auch mehr Trainer - deswegen soll es mindestens vier neue Übungsleiter und acht neue Funktionäre geben. Der erste Meilenstein, wie es der TSV nennt, ist bereits gelungen: Ende Juli schaffte die U14 nach der Meisterschaft in der Kreisklasse auch die Qualifikation für die Bezirksliga. Neben den Jugendteams auf höherem Niveau und einem aktiven Mini-Bereich sollen die Ersten Männer- und Frauenteams weiterhin als Zugpferde agieren, die Summer School und das Grundschulturnier "Jagd nach dem Roten Ball" sollen als "Leuchtturm-Events" etabliert werden.

Bei einer Auftaktveranstaltung im Mai, bei der das Projekt Mission 2020 vorgestellt wurde, waren mehr als 40 Interessierte vor Ort. "Daraus hat sich ein Projektteam mit mehreren Leuten entwickelt, die der Abteilungsleitung zur Seite stehen", erklärt Abteilungsleiter Klaus Schachtner. Dabei handelt es sich um mehrere Eltern aus der U14-Jugend. "Für mich war die Mission 2020 schon lange eine Herzensangelegenheit", sagt Mike Urban. Er ist nicht nur Trainer der Ersten Mannschaft, sondern auch wichtiger Teil der Abteilungsleitung - und jetzt, gemeinsam mit Schachtner, Projektleiter. "Die ersten Wochen haben gezeigt: Das ist jetzt ein anderes Vehikel, mit dem wir unterwegs sind. Und wir haben mehr PS zur Verfügung", freut er sich über die gestiegene Unterstützung.

Die Last auf mehr Schultern zu verteilen und das Umfeld zu erweitern und einzubinden, war für Urban schon lange ein wichtiger Aspekt. Schließlich haben er und ein paar Basketballverrückte in Wolnzach seit einigen Jahren viel Zeit und Mühen investiert. Urban war es wichtig "einen Kern an Leuten zu aktivieren", die nun die Öffentlichkeit und das Umfeld erweitern und miteinbeziehen wollen, um die vereinseigene Mission zu vergrößern und für Identifikation zu sorgen.
Bewaffnet mit Laptop und Post-Its: Bei der Auftaktveranstaltung zur Mission 2020 gab es die ersten Ideen und Gespräche.
Bewaffnet mit Laptop und Post-Its: Bei der Auftaktveranstaltung zur Mission 2020 gab es die ersten Ideen und Gespräche.
Foto: Steinbach
Wolnzach



Mit der bisherigen Arbeit ist er zufrieden: "Das läuft ganz professionell, jeder hat verstanden, worum es geht." In welchen Dimensionen der Projektleiter denkt, wenn es um den TSV geht, ist bekannt: Bereits mehrmals äußerte er den Wunsch, das jedes Kind in der Umgebung von Wolnzach "irgendwann einmal Basketball beim TSV ausprobiert haben soll". Ehrgeizige Ziele also bei den Wolnzacher Basketballern.

Um die Mission erfolgreich abzuschließen und einzelne Ziele zu erreichen, gibt es verschiedene Lösungswege: Zum einen sollen laut Urban noch Maßnahmen ausgeschrieben, also verteilt, werden. Zum anderen wurde beispielsweise die Trainerthematik "mit einem Problemlösungsbaum angegangen". Urban spricht hier von ersten Lösungsansätzen, um die wohl wichtigste Funktion im Verein, das Trainerwesen, besser in den Griff zu bekommen. Neben verbesserten Möglichkeiten zum Kennenlernen des Traineramtes steht die Auswahl der möglichen Kandidaten - wie beispielsweise Eltern oder aktive Spieler - im Mittelpunkt. Zudem soll die Tätigkeit insgesamt attraktiver gestaltetet werden - gerade für den Jugendbereich. Das Projektteam sieht hier eine Menge brachliegendes Potenzial. Mögliche Ansätze sind beispielsweise ein Belohnungssystem mit kleineren, erreichbaren Zielen, eine interne "digitale Akademie" mit Dutzenden Lehr-DVDs, einer jährlichen internen Trainerschulung sowie Kleidung oder Ausrüstung für Trainer. "Davon würden die bisherigen Spieler profitieren, andererseits sollen so neue Akteure vom Niveau der Mannschaften angelockt werden", sagt Urban. Ein großes Fragezeichen bleiben zusätzliche Hallenzeiten, die zur Verbesserung der sportlichen Strukturen unverzichtbar seien.

Natürlich geht es aber auch um Geld. Denn gute Trainer, guter Basketball, gute Strukturen gibt es nicht umsonst. Bei der Mission 2020 soll es für einzelne Erfolge, "Meilensteine" genannt, auch Belohnungen geben. Zumindest ist das der Plan der Wolnzacher. "Die Ziele sind sehr ehrgeizig gesteckt. Wenn sie nicht ganz erreicht werden, haben wir trotzdem einen großen Fortschritt gemacht", ist sich Urban sicher: "Ich mag eine relevante Entwicklung und eine Entlastung für alle spüren." Bessere Aufgabenverteilung, weniger Stress für die Einzelnen, dafür mehr Spaß und Leidenschaft für die Sache - wenn die Mission 2020 aufgeht, dürften alle profitieren - die Verantwortlichen, die Sportler und der Verein.
Kevin Reichelt
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