Dienstag, 23. Oktober 2018
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EC Pfaffenhofen will wieder in die Bayernliga

Die Mission Wiederaufstieg beginnt

Pfaffenhofen
erstellt am 10.10.2018 um 17:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2018 um 20:26 Uhr | x gelesen
Es geht wieder los: Der EC Pfaffenhofen startet nach mehr als 30 Jahren erstmals wieder in der Eishockey-Landesliga. Nach dem Abstieg gab es bei den IceHogs einen personellen Umbruch, neben einigen Neuzugängen wurde Chris Heid als neuer Coach präsentiert. Mit dem Heimspiel am Freitag gegen Amberg fällt der Startschuss einer Spielzeit, an deren Ende die Rückkehr in die Bayernliga stehen soll. Das ist das große Ziel der Pfaffenhofener.
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Ab geht die Post: Robert Neubauer (hinten) und der ECP wollen aufsteigen.
Ab geht die Post: Robert Neubauer (hinten) und der ECP wollen aufsteigen.
Stolle
Pfaffenhofen
Heute vor genau sieben Monaten stand die bittere Wahrheit für den damaligen Eishockey-Bayernligisten EC Pfaffenhofen fest: Die IceHogs müssen den Gang in die Landesliga antreten, erstmals seit der Spielzeit 1986/87. Mehr als 30 Jahre später steht der ECP vor einer wichtigen Saison - morgen Abend (20 Uhr) startet das Team gegen den ERSC Amberg in die Landesliga-Spielzeit. Mit neuem Trainer und vielen neuen Spielern - aber vor allem mit einer Menge Wut im Bauch und dem klaren Ziel. Es soll zurück in die Bayernliga gehen. Doch der Weg ist weit, das wissen die Verantwortlichen. Denn zunächst muss der Verein unter die Top Fünf der Tabelle, um die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga erreichen. Dort, wo das Unheil vor sieben Monaten seinen Lauf nahm.

VORBEREITUNG


Sechs Spiele absolvierte der ECP, am Ende standen fünf Siege und ein Torverhältnis von 40:12. Besonders gegen Vilshofen (11:0) und Miesbach (9:0) zeigten sich die IceHogs torhungrig. Die Partie gegen Ligakonkurrent Dingolfing musste abgesagt werden. Mit Moosburg, Vilshofen, Fürstenfeldbruck, Miesbach/Schliersee und Trostberg testete der ECP ausschließlich gegen die Landesliga. "Damit der Coach ein Gefühl für die Liga kriegt", erklärt Dost. Chris Heid, neuer Trainer des ECP, und Abteilungsleiter Dost zeigten sich insgesamt zufrieden. "Wir haben gute Ansätze gezeigt, vor allem in den vergangenen zwei, drei Spielen", sagt Dost, gibt aber auch zu: "Es ist noch viel zu tun." Die Spieler kämen aber immer besser mit dem System zurecht, das Heid spielen will. "Auch im Powerplay", sagt Dost. Bei dem Sieg gegen Moosburg im letzten Testspiel hätte sich das gezeigt. Zu Beginn der Vorbereitung kassierte der ECP gegen den EVM noch die einzige Niederlage. "Das ist natürlich ein Prozess, man kann in so kurzer Zeit keine Spielphilosophie einimpfen", sagt Dost. Das Team müsse noch kompakter stehen und auch offensiv gibt es Luft nach oben. "Wir müssen vor dem Tor noch konsequenter und zielstrebiger sein. Das hört sich blöd an bei 40 Toren in sechs Spielen, aber das ist so", betont Dost. Zudem müsse die Mannschaft über die komplette Spielzeit Vollgas geben. "Es muss immer weiter gehen", sagt Dost und nennt das Spiel gegen Fürstenfeldbruck als warnendes Beispiel. Der ECP führte mit 6:0, schaltete zwei Gänge nach unten - plötzlich kam der Gegner auf 6:4 heran. Am Ende reichte es für die IceHogs zum 7:4. Dost ist sich sicher: "Es gibt viele kleine und ein paar große Rädchen, die greifen müssen. Wir sind auf einem guten Weg." Trainer Heid bekommt von Dost ein Sonderlob: "Er geht voran, arbeitete sehr viel."

PERSONAL


Heid als neuer Coach, dazu eine Menge neuer Spieler: Mit Nick Endreß, David und Jakub Felsöci, Alexander Schardt und Simon Bogner hat sich der ECP hochklassig verstärkt. Heid hat lange Zeit als Co-Trainer in der Oberliga in Regensburg gearbeitet, die Felsöci-Brüder und Nick Endreß kennen den Trainer aus ihrer Regensburger Zeit. Alle drei sowie auch Bogner haben bereits mindestens in der Oberliga gespielt. Eine Hausnummer für die Landesliga. Zudem konnte Dost auch die beiden Kanadier Jake Fardoe und Dillon Duprey von einem Verbleib beim ECP überzeugen. Duprey hatte laut dem Abteilungsleiter schon direkt in der Kabine nach der Niederlage gegen Schweinfurt angekündigt, bleiben zu wollen. Sein Job, den ECP in der Bayernliga zu halten, war nicht erfüllt - also will er dabei helfen, zurückzukehren. Bitter allerdings: Verteidiger Michael Pfab zog sich im zweiten Training ohne Fremdeinwirkung eine schwere Knieverletzung zu und wurde bereits operiert. Eine zweite OP steht noch aus, die Saison ist gelaufen. "Er war eine sichere Bank, war für uns gesetzt. Letztes Jahr war er auch zweiter Kapitän. Das tut extrem weh, er fehlt uns sehr", gibt Dost zu. Auch Schardt zog sich eine Knieverletzung zu, er wird mehrere Wochen fehlen. "Unser Kader ist sowieso nicht so breit gefächert", sagt Dost, der sich daher noch auf der Suche befindet. Bis Montag läuft die Transferfrist, ob bis dahin noch etwas passiert, ist fraglich. Mit den Leistungen der Neuen ist der Abteilungsleiter zufrieden, besonders Nick Endreß und die Felsöci-Brüder haben im Angriff überzeugt. "Die Chemie kommt immer mehr, alle Neuen haben sich gut eingefügt - auf und neben dem Eis", sagt Dost. Verteidiger Bogner will der Abteilungsleiter anspornen: "Wir sind zufrieden, aber da geht noch mehr. Er kann noch eine Schippe drauflegen."
 

ZIELSETZUNG


Dost und Heid haben zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus gemacht: Das klare Ziel ist die Rückkehr in die Bayernliga. Natürlich. Davon rückt Dost nun auch nicht mehr ab. "Unser Ziel sind jetzt die Top Fünf", sagt er. Dafür müsse man aber von Spiel zu Spiel denken. Die besten fünf Teams qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde, treffen dort auf drei Bayernligisten. Die besten drei Teams sichern sich nach einer Hin- und Rückrunde das Aufstiegsrecht. Die Plätze sechs bis elf der Landesliga spielen in einer Abstiegsrunde ebenfalls in Hin- und Rückrunde gegeneinander, der Letztplatzierte steigt ab. Doch damit wollen sich Dost und die IceHogs freilich nicht beschäftigen. Es gibt nur einen interessanten Weg, den nach oben. "Darüber denken wir nicht nach", sagt Dost zu einem möglichen nicht-Aufstieg. "Wir fokussieren uns auf unsere tägliche Arbeit und gehen positiv in die neue Saison."

GEGNER


"Morgen wird gleich mal eine Standortbestimmung, da zählt es", sagt Dost vor dem Duell mit Amberg. Am Sonntag (17.30 Uhr) empfängt der ECP dann Selb 1b. "Da sagt jeder, dass solche Spiele ,a gmahde Wiesn' sind. Aber das ist das Problem, diese Spiele musst du gewinnen. Da musst du trotzdem mit voller Power antreten", sagt Dost. Die Spitze der Landesliga ist von der Qualität her nicht weit weg von der Bayernliga, das mussten die IceHogs in der Verzahnungsrunde schmerzlich erfahren - mit Schweinfurt, Bad Kissingen und Königsbrunn setzten sich drei Landesligisten durch. Dost sagt aber auch: "Das Gefälle ist vielleicht etwas größer." Angst müssen die Zuschauer allerdings nicht haben: "Die Fans müssen sich aber nicht auf schlechteres Eishockey einstellen." Die Favoriten sind für Dost klar: "Wenn ich die ersten Fünf tippen müsste, würde ich auf Amberg, Haßfurt, Moosburg und Waldkirchen setzen - und auf Pfaffenhofen natürlich."
 
Spielplan des ECP 2018/19
Landesliga-Gruppe 1:
12. Oktober, 20 Uhr: ECP - ERSC Amberg.

Sonntag, 14. Oktober, 17.30 Uhr: ECP - VER Selb 1b.
Sonntag, 21. Oktober, 17.30 Uhr: ECP - SE Freising.
Freitag, 26. Oktober, 20 Uhr:ECP - EV Dingolfing.
Freitag, 2. November, 20.15 Uhr: SE Freising - ECP.
Sonntag, 4. November, 18.30 Uhr: ESC Haßfurt - ECP.
Freitag, 9. November, 20 Uhr: ECP - ESC Haßfurt.
Freitag, 16. November, 20 Uhr: ECP - ESC Vilshofen.
Freitag, 23. November, 20 Uhr: ERSC Amberg - ECP.

Sonntag, 25. November, 17.30 Uhr: ESV Waldkirchen - ECP.
Freitag, 30. November, 20 Uhr: ECP - ESV Waldkirchen.
Sonntag, 2. Dezember, 17.15 Uhr: ESC Vilshofen - ECP.
Freitag: 7. Dezember, 20 Uhr:ECP - EV Moosburg.
Sonntag, 9. Dezember, 18.45 Uhr: EHC Bad Aibling - ECP.
Freitag, 14. Dezember, 19 Uhr: TSV Trostberg - ECP.
Freitag, 21. Dezember, 20 Uhr: ECP - EHC Bad Aibling.
Sonntag, 23.Dezember, 18 Uhr: VER Selb 1b - ECP.

Freitag, 28. Dezember, 20 Uhr: ECP - TSV Trostberg.
Sonntag, 30. Dezember, 18 Uhr: EV Dingolfing - ECP.

Sonntag, 6. Januar 2019, 17.15 Uhr: EV Moosburg - ECP. PK
Kevin Reichelt
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