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FSV Pfaffenhofen gibt Führung aus der Hand und unterliegt zu Hause gegen Kammerberg

"Das ist unerklärlich"

Pfaffenhofen
erstellt am 09.09.2018 um 21:55 Uhr
aktualisiert am 10.09.2018 um 19:25 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) Fünfte Niederlage im neunten Spiel, der FSV Pfaffenhofen steckt im Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga fest. Am Samstagnachmittag unterlag der Aufsteiger trotz Führung mit 1:2 (1:1) gegen die SpVgg Kammerberg.
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Kein Durchkommen: Vincent van Baal (links) und der FSV Pfaffenhofen unterlagen der SpVgg Kammerberg um Willhelm Ampenberger (rechts) mit 1:2.
Kein Durchkommen: Vincent van Baal (links) und der FSV Pfaffenhofen unterlagen der SpVgg Kammerberg um Willhelm Ampenberger (rechts) mit 1:2.
Schneider
Pfaffenhofen
Die Rahmenbedingungen waren aus Pfaffenhofener Sicht eigentlich optimal: Der Kader erstmals seit Wochen wieder annähernd vollzählig, zudem der Volksfestauftakt - alles schien bereit für einen Heimsieg. Doch die Leistung des FSV war nicht gut genug. "Es war ein mäßiges Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte", erklärte Konstantin Flick ehrlich. Dabei sah der Sportliche Leiter und FSV-Verteidiger in der Anfangsphase eine gute Pfaffenhofener Mannchaft. Folgerichtig gingen die Hausherren in Führung. Kurios: Nach einem Eckball von Simon Heigl waren nicht etwa die großgewachsenen Flick oder Heiko Juhra, sondern Ruben Popa zur Stelle. Der kleine Offensivmann schlich sich im Rücken der Abwehr davon und köpfte zum 1:0 ein (15.). "Wir waren bei Standards gefährlich, der Gegner auch", erklärte Flick.

Mit der Führung im Rücken konterten die Pfaffenhofener, Heigl, Popa und Manuel Andre vergaben allerdings gute Möglichkeiten, bereits frühzeitig auf 2:0 zu stellen. Das rächte sich, auf der Gegenseite zeigte sich Kammerberg eiskalt vor dem Tor: Nach einer Ecke klärte der FSV den Ball auf die Außenbahn,ein Gäste-Akteur flankte nochmal nach innen, wo Tim Bürchner völlig unbedrängt zum 1:1 einköpfte - der Ball ging vom Innenpfosten ins Tor (24.): "Wenn es nicht läuft, läuft es halt nicht", ärgerte sich Flick über diese Szene. Vor der Pause hatte Daniel Schilling noch eine gute Szene, vergab aber aus aussichtsreicher Position. Es war eine seltene Aktion des FSV, nach dem Gegentor waren die Pfaffenhofener nicht mehr so stark wie noch zu Beginn der Partie: "Das Gegentor hat den Spielfluss bei uns rausgenommen. Das ist eigentlich unerklärlich, bis dahin lief es ganz gut", meinte Flick, ergänzte aber: "Das ist allgemein ein wenig ein Problem in dieser Saison."

In der zweiten Halbzeit sah Flick spielbestimmende Gäste, "allerdings ohne Riesenchancen". Doch die Gäste, die in der Vorsaison noch Tabellendritter der Bezirksliga wurden, schlugen aus dem Nichts zu: Bürchner schickte Giacinto Sibilia mit einem langen Ball in den Rücken der FSV-Abwehr, der Stürmer zog ab und hatte Glück - Flick fälschte den eigentlich unplatzierten Schuss per Fußspitze unhaltbar für FSV-Torwart Maximilian Bleisteiner ab (62.). "Bis dahin ist das Spiel dahin geplätschert", meinte Flick.

In der Schlussphase tat sich der FSV schwer: "Wir haben es probiert, aber es gab fast keine Chancen mehr", berichtete Flick. Vincent van Baal zielte wenige Minuten vor dem Ende knapp rechts vorbei, Daniel Drotleff jagte in der Schlussminute die Kugel weit über den Kasten. Weil auch Kammerberg die Konter unsauber zu Ende spielte, blieb es beim 1:2. "Das war ein sehr enttäuschender Nachmittag für uns", schloss Flick.

Der FSV bleibt mit nur acht Zählern auf Rang zwölf. Der Druck, konstanter zu punkten, wächst. Allerdings wird das keine einfache Aufgabe für den Kreisliga-Meister: Am kommenden Samstag (18 Uhr) steigt das Derby beim TSV Jetzendorf.

FSV Pfaffenhofen: Bleisteiner, Drotleff, Flick (78. Rottenburger), Juhra, Grünwald, St. Wagner (46. Swierkosz), Schilling, Müller (63. van Baal), Heigl, Andre, Popa. - Tore: 1:0 Popa (15.), 1:1 Bürchner (24.), 1:2 Sibilia (62.). - Zuschauer: 400.
Kevin Reichelt
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