Montag, 15. Oktober 2018
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Fußball-Bezirksliga: FSV siegt nach drei Niederlagen in Folge in turbulentem Spiel

6:3! FSV Pfaffenhofen schlägt FC Schwabing

Pfaffenhofen
erstellt am 23.09.2018 um 19:54 Uhr
aktualisiert am 08.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (kvr) Neun Tore, zig vergebene Chancen, zwei Elfmeter, zwei Platzverweise und Defensivreihen, die den Namen zeitweise nicht verdienten: Das Fußball-Bezirksliga-Spiel zwischen dem FSV Pfaffenhofen und dem FC Schwabing am Sonntagnachmittag war eine turbulente Angelegenheit, am Ende siegte der FSV verdient mit 6:3 (3:2), weil sie die Fehler der Gäste einfach besser ausnutzen als umgekehrt.
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Hoch das Bein: Simon Heigl (links) vom FSV Pfaffenhofen verliert in dieser Szene den Zweikampf gegen Schwabings Anselm Appel (rechts), das Spiel entscheidet der FSV aber mit 6:3 für sich.
Hoch das Bein: Simon Heigl (links) vom FSV Pfaffenhofen verliert in dieser Szene den Zweikampf gegen Schwabings Anselm Appel (rechts), das Spiel entscheidet der FSV aber mit 6:3 für sich.
Reichelt
Pfaffenhofen


"Wir sind einfach zu doof." Diese Aussage war am Sonnatgnachmittag nicht nur von einem der 22 Spieler auf dem Rasen zu hören. Sowohl Akteure des FSV als auch der Schwabinger ärgerten sich im Spiel über die teils hanebüchenen Aktionen. Nach dem Spiel musste allerdings Gäste-Trainer Tarik Sarisakal eben zugeben: "Wir waren in der ersten Halbzeit zu doof. Wir hätten es viel besser ausspielen müssen. Wir machen drei Tore auswärts und das reicht nicht", ärgerte sich der ehemalige Jetzendorfer Trainer.

Von Beginn an war zu spüren, dass beide Teams nicht gerade in Form sind: Schwabing war zuletzt vier Spiele ohne Sieg, der FSV verlor dreimal am Stück. Beide Mannschaften wirkten um Sicherheit bemüht, nach acht Minuten hatte sich das erledigt: Zwei Pfaffenhofener Spieler gingen am eigenen Strafraum zum Ball, dieser landete bei den Schwabingern, Adnan Karim verwertete letztlich eiskalt zum 0:1. Beinahe hätten die Gäste fünf Minuten später nachgelegt, Julian Kothe brauchte allerdings zu lange, um den Ball mitzunehmen und sein Versuch wurde im letzten Moment noch geblockt. Kothe musste nach 27 Minuten bereits vom Platz Nicht verletzt, Sarisakal war nicht zufrieden mit dem Stürmer. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FSV schon ausgeglichen: Nach einem ungeschickten Foul im Strafraum verwandelte Ruben Popa einen Elfmeter in der 23. Minute mit einem Schuss in den Winkel. Der FSV hatte nun Oberwasser und schnupperte an der Führung, Simon Heigls Pass auf Manuel Andre war aber einen Tick zu steil (24.). Auf der Gegenseite schlugen die Gäste erneut zu: Erst liefen sich die Pfaffenhofener Popa und Wojciech Swierkosz über den Haufen - über Karim kam der Ball dann in die Mitte, wo der eingewechselte Dominik Atabay einschoss (30.). Schwabing schaffte es mehrmals nicht, die hochstehende Pfaffenhofener Abwehr zu überspielen, der FSV hatte in dieser Phase Glück - und ging noch vor der Pause in Führung, weil sie offensiv endlich einmal eiskalt agierten: Nach einem Einwurf spielten sich Swierkosz und Heigl durchs Mittelfeld, Heigl bediente Manuel Andre, der mit einem trockenen Schuss zum 2:2 traf (35.). Vier Minuten vor dem Wechsel segelte eine Freistoßflanke in den Strafraum, Schwabings Keeper Fabian Müske kam zu spät raus, Rick Walther köpfte ohne Gegenspieler ein.

Auch in der zweiten Halbzeit bekamen die Zuschauer zahlreiche Chancen zu sehen. Die Abwehrreihen verteidigten weiter äußerst luftig und ließen den gegnerischen Stürmern viel Raum. Schwabings Karim vergab nach 47 Minuten, als er schon an FSV-Keeper Maximilian Bleisteiner vorbei war, aber ausrutschte. Auf der Gegenseite scheiterte Swierkosz aus kurzer Distanz an Müske (49.), Popa schlenzte sechs Minuten später knapp daneben, Karim scheiterte in der 63. Minute erneut an Bleisteiner. Danach wurde es hektisch: Erst gab es nach einem plumpen Foul der Schwabinger Elfmeter für den FSV, Popa verwandelte sicher zum 4:2 (69.). Weil aber Schwabing durch Fahrettin Izci nur zwei Minuten später erneut einen FSV-Fehler nutzte, blieb es spannend. Karim zielte knapp neben das FSV-Tor (78.), eine Minute später rettete Bleisteiner überragend gegen Alexander Beer. Die Gäste waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen - bis Mohenned Al-Dulaimi mit Gelb-Rot frühzeitig unter die Dusche musste (80.).

Schwabing lief auch zu zehnt weiterhin an, der FSV brachte den Sieg aber über die Zeit. Daniel Schilling per Konter (86.) und Ruben Popa ins verwaiste Schwabinger (90. + 1) legten sogar noch nach. Die Gelb-Rote Karte für Vincent van Baal in der 89. Minute blieb deshalb ohne Folgen auf das Ergebnis. FSV-Spielertrainer Stefan Wagner war die Erleichterung anzumerken: "Wir hatten heute auch Glück, aber ich glaube, das Ergebnis spricht Bände." Wagner musste verletzt zuschauen: "Das ist nicht schön, draußen kann man ja nicht mithelfen. Aber es ist alles gut gegangen", freute er sich. Noch ein bis zwei Wochen müsse er aussetzen. Der FSV bleibt trotz des dritten Saisonsiegs auf Rang 13, ist aber nun punktgleich mit dem TSV Eching auf einem nicht-Abstiegsrang.

FSV Pfaffenhofen: Bleisteiner, Geitl, Grünwald, Juhra, Seepe (54. Schilling), Swierkosz, van Baal, Andre, Heigl, Popa (90. + 3 Müller), Walther (84. Flick). - Tore: 0:1 Karim (8.), 1:1 Popa (23., FE.), 1:2 Atabay (30.), 2:2 Andre (35.), Walther (41.), 4:2 Popa (69., FE.), 4:3 Izci (71.), 5:3 Schilling (86.), 6:3 Popa (90. + 1). - Gelb-Rot: Al-Dulaimi (80., Schwabing), van Baal (89., FSV). - Zuschauer: 100.
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