Dienstag, 21. August 2018
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Synchronschwimmen: Lisa Königsbauer und Lisa Rinke machen nach erfolgreicher EM-Teilnahme mit der Nationalmannschaft erst mal Urlaub

Zwei Donaunixen basteln weiter fleißig an den Karrieren

Glasgow
erstellt am 10.08.2018 um 19:06 Uhr
aktualisiert am 16.08.2018 um 22:41 Uhr | x gelesen
Glasgow/Neuburg (bas) So gut haben sich die deutschen Synchronschwimmerinnen schon lange nicht mehr gegen die Konkurrenz durchgesetzt: Die A-Nationalmannschaft der Bundesrepublik drang bei der Europameisterschaft im schottischen Glasgow bis ins Finale in der Disziplin Freie Kür vor und schaffte es auf Rang zehn.
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Posieren vor dem großen Auftritt: Lisa Königsbauer (hinten, 3.v.l.) und Lisa Rinke (hinten, 5.v.l.) vom TSV Neuburg waren Teil der Deutschen Synchronschwimmer-Nationalmannschaft.
Posieren vor dem großen Auftritt: Lisa Königsbauer (hinten, 3.v.l.) und Lisa Rinke (hinten, 5.v.l.) vom TSV Neuburg waren Teil der Deutschen Synchronschwimmer-Nationalmannschaft.
Foto: DSV
Glasgow
In der Kombination kam die Bundesauswahl sogar auf Platz acht. Mit Lisa Königsbauer und Lisa Rinke waren zwei Donaunixen des TSV Neuburg Teil dieses Ausnahmekaders. Für die Neuburgerinnen ist nach der intensiven Erfahrung und den vergangenen harten Trainingswochen jetzt erst mal Urlaub angesagt.

Die 20-jährige Lisa Königsbauer ist schon sehr erfahren, was große Turniere mit der Nationalmannschaft betrifft. Sie war bereits bei einer Weltmeisterschaft Teil der Bundesauswahl, die EM in Glasgow war schon ihre zweite. "Ich kann und will diese drei großen Wettbewerbe eigentlich gar nicht miteinander vergleichen. Jeder war schön, jedes Mal habe ich einzigartige Erfahrungen gemacht, aber einen gemeinsamen Nenner gibt es für mich eigentlich nicht", resümierte Königsbauer beim Redaktionsbesuch. Sie durfte bei der Europameisterschaft in Glasgow gleich dreimal ins Becken springen: Bundestrainerin Stella Mukhamedova schenkte ihr in den beiden Wettkämpfen der Freien Kür am Freitag und Samstag vergangener Woche das Vertrauen und berief sie in die Endauswahl. Lisa Rinke war als Ersatzschwimmerin für diese Auswahl gesetzt, durfte letztlich aber nur zuschauen. Im Vorkampf kamen die deutschen Frauen auf Rang elf, womit sie sich für die Finalrunde qualifizierten. Mit ihrer energiegeladenen Darbietung schaffte es die Bundesauswahl einen Tag später sogar, sich um einen Platz zu verbessern. In der Kombination am Sonntag waren beide Neuburgerinnen Teil des Teams. Wieder zeigte die Auswahl, warum sie in den vergangenen Wochen und Monaten so hart trainiert hatte. Die vielen Stunden Feinschliff an der aufwendigen Choreographie hatten sich gelohnt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren knackte die deutsche Mannschaft die 80-Punkte-Marke und landete auf Platz acht in der Endabrechnung. "Wir haben uns alle riesig gefreut. Ich habe gleich gesehen, dass wir wohl gut gewesen sein müssen, weil unsere Trainerinnen total glücklich waren. Als wir dann die Punkte bekommen haben, hat die ganze Mannschaft gejubelt", berichtete Lisa Königsbauer. Für TSV-Kameradin Lisa Rinke war es toll, dass sie in der Kombination mitschwimmen durfte.

Die 18-Jährige kritisierte aber auch einige Dinge bei der Europameisterschaft. "Der Wettkampf an sich war sehr stark darauf ausgerichtet, im TV gut auszusehen und nicht vor Ort optimale Bedingungen für die Athleten zu schaffen", befand sie. "Das hat schon da angefangen, dass der Trainingspool eine Wassertiefe von 1,5 Meter hatte, wo das normale Trainieren von Küren also quasi nicht möglich ist. Der Wettkampfpool war dagegen perfekt von der Tiefe, hatte aber eine sehr schlechte Wasserqualität und man konnte fast nicht ohne Brille schwimmen. " Lisa Königsbauer stimmte ihrer Kameradin voll zu, auch für sie habe das Bad in Glasgow nicht den allerprofessionellsten Eindruck gemacht. Schade fanden die Neuburgerinnen auch, dass sie nach dem Ende ihrer eigenen Wettkämpfe nicht die Veranstaltungen der anderen Disziplinen besuchen durften. Sie hätten gern die deutschen Schwimmer bei deren Finalkämpfen angefeuert, wurden aber nicht eingelassen.

Lisa Königsbauer berichtete, dass die Synchronschwimmerinen auch Zeit hatten, sich Glasgow etwas anzuschauen. Ihr Urteil über die schottische Industriehochburg fällt allerdings eher bescheiden aus: "Die Häuser waren alle sehr grau und dreckig. Es war gut, dass ich da mal war, aber ich muss da nicht noch mal hin. " Für sie selbst wie auch Lisa Rinke steht jetzt ein ausgedehnter Urlaub auf der Agenda. In Italien wollen die Neuburgerinnen Kraft tanken, um in der neuen Saison dann wieder nach Bestleistung zu streben. Im November treten Königsbauer und Rinke mit dem TSV Neuburg bei den offenen deutschen Meisterschaften an, bereits im Oktober haben sie die Gelegenheit, sich bei einem Sichtungstag wieder für die Nationalmannschaft zu empfehlen.
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