Dienstag, 25. September 2018
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Nach dem wenig schmeichelhaften Pokal-Aus trifft der VfR Neuburg wieder auf Gundelfingen

"Wir wollen das wiedergutmachen"

Neuburg
erstellt am 14.09.2018 um 19:13 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 22:54 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Eine Partie mit besonderen Vorzeichen erwartet die Zuschauer an diesem Samstag im Brandlstadion. Um 15 Uhr trifft Gastgeber VfR Neuburg auf den FC Gundelfingen. Von diesem wurde er vor fünfeinhalb Wochen unsanft aus dem Pokalwettbewerb geworfen.
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Wahrscheinlich wieder nicht dabei: VfR-Kapitän Sebastian Habermeyer leidet an einer Muskelverletzung.
Wahrscheinlich wieder nicht dabei: VfR-Kapitän Sebastian Habermeyer leidet an einer Muskelverletzung.
S. Hofmann
Neuburg
Gut zwei Wochen Pause hat sich VfR-Trainer Christian Krzyzanowski für einen Urlaub mit der Familie gegönnt. Nicht nur damit hat der 41-Jährige alles richtig gemacht. Er hat auch seinem Co-Trainer Alexander Egen einen Tabellenzweiten übergeben und nach 14 Tagen einen Tabellenführer zurückbekommen. Wie fühlt sich so etwas an? "So eine Frage habe ich gar nicht erwartet", gesteht Krzyzanowski im Gespräch mit unserer Zeitung mit einem Grinsen. "Ich wusste ja, ich kann Alexander völlig vertrauen. Und er hat ja gesagt, er werde das Rad nicht neu erfinden. Aber von der Taktik und der Aufstellung hat er alles richtig gemacht", lobt Krzyzanowski seinen Kompagnon. Es sei natürlich ein sehr schönes Gefühl, dass der VfR Neuburg nun wieder auf Rang eins steht. "Darauf können wir aufbauen. Am Wochenende gilt es nun, den Vorsprung auszubauen oder vielleicht sogar zu vergrößeren", sagt der VfR-Trainer.

Diese Aussage allein zeigt schon die Marschroute, die der Mannschaft von ihren Trainern vorgegeben wird. Auf den Gegner aus Gundelfingen angesprochen, wird Krzyzanowski aber noch deutlicher. "Dass wir gegen Gundelfingen aus dem Pokalwettbewerb geflogen sind, haben wir natürlich nicht vergessen. Wir wollen das wiedergutmachen." Hauptursache für die 0:1-Niederlage am 8. August gegen einen äußert schwachen und spielerisch limitierten Gegner, der noch dazu seine Mannschaft mit Jugendspielern aufgestockt hatte, ist nach Krzyzanowskis Aussage, dass alle Teile seines Teams den Gegner auf die leichte Schulter genommen hätten. "Diesmal werden wir Gundelfingen nicht unterschätzen", ist sich der Trainer sicher.

Vor fünfeinhalb Wochen wie auch heute ist es um den aktuellen Gegner des VfR Neuburg nicht gut bestellt. Mit nur sieben Punkten aus elf Spielen steht der FCG derzeit auf Tabellenrang 17. Bliebe er bis zum Saisonende dort, müsste er in der Abstiegsrelegationsrunde um den Klassenerhalt kämpfen. Der direkte Abstiegsplatz, Rang 18, ist aber nur zwei Zähler entfernt - Oberweikertshofen fristet am Tabellenende mit nur fünf Punkten sein Dasein. "Keine Frage, Gundelfingen kämpft ums Überleben in der Landesliga. Mit dem Team, gegen das wir im Pokal gespielt haben, ist die Mannschaft, die jetzt wieder zu uns kommt, aber nicht zu vergleichen. Von der Stammtruppe waren damals nur fünf oder sechs Spieler dabei." Wegen des Gegners werde er seine Mannschaft taktisch nicht anders aufstellen. Aber die mangelnde Verwertung der Torchance - auch ein Grund, warum der VfR das Pokalspiel gegen Gundelfingen verloren hat - macht dem Neuburger Cheftrainer ein bisschen Sorgen. "Wir haben mit 25 Treffern die zweitmeisten in der Landesliga. Das ist ja eigentlich nicht schlecht. Wenn man aber sieht, wie viele hundertprozentige Chancen wir tatsächlich haben, dann genügt das nicht."

Ein Sorgenkind, was die Anzahl der Tore betrifft, ist in dieser Saison Ray Bishop. Der Neuburger Angreifer kommt in elf Einsätzen bislang auf nur zwei Treffer - zu wenig für die Ansprüche, die der 22-Jährige, der in der vergangenen Saison in 25 Bezirksliga-Partien 22-mal traf, an sich selbst stellt. Dass Bishop selbst sein größter Kritiker ist, bestätigte Christian Krzyzanowski. "Wir versuchen, die Ladehemmung gerade aus seinem Kopf zu bringen. Denn nichts anderes als Kopfsache ist es bei ihm. Er ist sehr fleißig in den Spielen und hat auch in dieser Woche wieder gut trainiert. Wir müssen schauen, dass wir ihn zu alter Form bringen, aber er macht sich selbst sehr viel Druck."

In Sachen Toreschießen ist bei Youngster Niklas Golling am vergangenen Wochenende der Knoten geplatzt. Für den 19-Jährigen war die Partie in Geretsried das dritte Punktspiel, das er von Beginn an bestreiten durfte. Dabei erzielte er nicht nur das 1:0 für seinen VfR Neuburg, sondern war auch für den 3:2-Siegtreffer in der 84. Minute verantwortlich. "Es ist schön zu sehen, wenn sich ein junger Spieler so entwickelt. Das zeigt mir, dass wir es richtig mit ihm gemacht haben", sagt Trainer Krzyzanowski. So habe man Golling durch Einwechselungen und Aufstellungen in der Startelf Vertrauen vermittelt, den jungen Spieler aber durch Pausen auch nicht verheizt.

Verteidiger Marco Bader wird an diesem Samstag wieder nicht im Kader stehen. Zwei Spiele hat der 22-Jährige wegen einer Muskelverletzung bereits verpasst, eine dritte wird noch dazukommen. "Wir warten lieber noch eine Woche, bis wir ihn wieder einsetzen", sagt Krzyzanowski. Auch Robert Zisler und Daniel Eisenhofer müssen weiter passen. Zudem muss der VfR Neuburg wohl ein weiteres Spiel auf seinen Kapitän Sebastian Habermeyer verzichten, der an einer Muskelverletzung laboriert. "Er hat in dieser Woche gar nicht trainiert. Es kann sich zwar noch etwas ändern, aber eigentlich denke ich nicht, dass Sebbi spielen wird", sagt der Trainer. Als Spielführer wird demnach Rainer Meisinger erneut die Truppe aufs Feld führen, da mit Daniel Eisenhofer ja auch der zweite nominelle Kapitän verletzt ausfällt. "Rainer hat das gut gemacht. Er füllt die Rolle mit Leben aus, da kann man sich voll auf ihn verlassen."
Sebastian Hofmann
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