Samstag, 15. Dezember 2018
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Neuburger Boxclub lässt das Bierzeltboxen sehr gelungen wieder aufleben und gewinnt mit 10:8 gegen Weißenburg

Wie die Faust aufs Auge

Neuburg
erstellt am 05.08.2018 um 19:07 Uhr
aktualisiert am 20.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Mehr als 350 begeisterte Zuschauer, eine knisternde Atmosphäre und sehenswerte Kämpfe: Das Bierzeltboxen in Neuburg ist wieder da. Der hiesige Boxclub feierte gestern nach zehnjähriger Pause eine spektakuläre Rückkehr, die auch noch mit einem Gesamtsieg gegen den BC Weißenburg endete.
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Alles andere als ein Schaukampf: Jacqueline Hatcher (blauer Helm), die für den Boxclub Neuburg antrat, und die Weißenburgerin Miriam Rautenberg bewiesen, dass auch Frauen die Fauste richtig fliegen lassen. Schonungslos, technisch versiert und mit viel Tempo bearbeiteten die Kontrahentinnen einander in einem äußerst sehenswerten Fight.
Alles andere als ein Schaukampf: Jacqueline Hatcher (blauer Helm), die für den Boxclub Neuburg antrat, und die Weißenburgerin Miriam Rautenberg bewiesen, dass auch Frauen die Fauste richtig fliegen lassen. Schonungslos, technisch versiert und mit viel Tempo bearbeiteten die Kontrahentinnen einander in einem äußerst sehenswerten Fight.
Fotos: S. Hofmann
Neuburg
Sicher nicht wenige Zuschauer werden gestern geurteilt haben, dass sie soeben Teil des Höhepunkts des Neuburger Volksfestes waren, als gegen 13 Uhr der letzte Kampf aus und ein kurzweiliger Vormittag im Lanzl-Festzelt beendet war.

Fotostrecke: Bierzeltboxen in Neuburg

Das Bierzeltboxen des Neuburger Boxclubs (BCN) passte - wie ein Sprichwort schon so bildhaft besagt - wie die Faust aufs Auge bei der Jubiläumswiesn im Neuburger Ostend. "Ich habe so viel positive Rückmeldung bekommen. Schon während der Kämpfe haben mir Leute die Hand geschüttelt und mich zu unserer Veranstaltung beglückwünscht", berichtete ein sichtlich glücklicher Arnold Grochla Sonntagmittag. Der BCN-Vorsitzende sagte weiter, dass seine Vereinskameraden und er sehr stolz seien, dass der Vormittag so gut angenommen worden war. "Wir haben hier ungefähr 350 zahlende Gäste. Das ist der Wahnsinn! Wir wären schon mit 100 voll zufrieden gewesen."
Teilte aus: Sahid Bayat (r.) vom BCN lieferte sich mit Dennis Siebert (l.) den aufregendsten Kampf des Vormittags und gewann verdient nach Punkten.
Teilte aus: Sahid Bayat (r.) vom BCN lieferte sich mit Dennis Siebert (l.) den aufregendsten Kampf des Vormittags und gewann verdient nach Punkten.
Fotos: S. Hofmann
Neuburg



Damit der Tag so gut gelingen konnte, mussten die Mitglieder des BCN am Sonntag bereits früh aus den Betten: Schon um 5.30 Uhr stand der erste Trupp im Lanzl-Zelt auf den Bretten und begann mit dem Aufbau des Rings - übrigens ein "Neuburger Original", wie Grochla betonte. "Er ist sehr alt, selbst gebaut und hält wahrscheinlich mit seinen dicken Stahlträgern als Unterkonstruktion für die Ewigkeit." Ab 9.30 Uhr begann der Einlass der Zuschauer, die zu dieser Uhrzeit schon Schlange standen. Überall wuselten Offizielle des BCN und Vereinsmitglieder umher, um sicherzustellen, dass die Wiederbelebung dieser einstigen Traditionsveranstaltung keine Eintagsfliege wird. Drei besonders verdiente Neuburger Mitglieder ehrte Vorsitzender Grochla im Ring, um deren Leistungen im Verein in einem gebührenden Rahmen kund zu tun: Sepp Donabauer, Adam Klakus und Gerd Augustin bekamen für ihr jahrelanges Engagement im Verein eine Urkunde und kräftigen Applaus spendiert. Etwas getrübt war die Stimmung beim BCN, weil Sportwart Sieggi Bundesmann krankheitsbedingt zu Hause bleiben musste. "Er hat so viel getan, dass hier und heute geboxt werden kann. Für ihn tut es mir sehr leid", so Grochla.
Steckte ein: Der Neuburger Hossein Mahmudi musste sich der größeren Erfahrung seines Kontrahenten Oliver Lahde beugen und eine deutliche Niederlage nach Punkten hinnehmen.
Steckte ein: Der Neuburger Hossein Mahmudi musste sich der größeren Erfahrung seines Kontrahenten Oliver Lahde beugen und eine deutliche Niederlage nach Punkten hinnehmen.
Fotos: S. Hofmann
Neuburg



Nach dem Wiegen und Beratungsgesprächen der Trainer stand fest, dass es neun Kämpfe zwischen dem BC Neuburg und dem BC Weißenburg (BCW) geben sollte. Pech hatte das Neuburger Eigengewächs Martin Schultz, sein Gegner war einfach nicht aufgetaucht. Jede der gestrigen Begegnung ging über drei Runden, lediglich die Rundendauer variierte je nach Altersklasse und Erfahrungslevel der einzelnen Kontrahenten. Beide Vereine schickten einen Teil tatsächlicher Mitglieder in den Ring, holten sich aber auch Unterstützung von Boxern anderer Vereine, um das Aufgebot zu füllen. Echte Neuburger Boxer waren die Nachwuchstalente Flamur Maliqi, Selim Maliqi, Hossein Mahmudi und Sahid Bayat.
Flamur Maliqi vom BCN mit seinem Trainer Marko Prager. Der Neuburger gewann den Kampf nach Punkten.
Flamur Maliqi vom BCN mit seinem Trainer Marko Prager. Der Neuburger gewann den Kampf nach Punkten.
Fotos: S. Hofmann
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Einen ausführlichen Bericht gibt es in der Montagausgabe des DONAUKURIER.
Selim Maliqi (rechts) verlor seinen Kampf gegen Daniel Hildebrand, der für Weißenburg in den Ring stieg, nach Punkten. Maliqi schlug sich gut, konnte aber mit dem Tempo und der Erfahrung seines Kontrahenten nicht mithalten.
Selim Maliqi (rechts) verlor seinen Kampf gegen Daniel Hildebrand, der für Weißenburg in den Ring stieg, nach Punkten. Maliqi schlug sich gut, konnte aber mit dem Tempo und der Erfahrung seines Kontrahenten nicht mithalten.
Fotos: S. Hofmann
Neuburg





In der Jugendklasse bis 60 Kilo kämpften die beiden jungen Frauen Karolina Oldenbach (blau, für Neuburg) und Anastasia Radunska (Weißenburg) gegeneinander. Radunska holte einen Punktsieg.
In der Jugendklasse bis 60 Kilo kämpften die beiden jungen Frauen Karolina Oldenbach (blau, für Neuburg) und Anastasia Radunska (Weißenburg) gegeneinander. Radunska holte einen Punktsieg.
Fotos: S. Hofmann
Neuburg





Ehrung für verdiente Mitglieder: Vereinschef Arnold Grochla (links) hob die Leistungen seiner Kameraden Sepp Donabauer (2.v.l.), Adam Klakus (3.v.l.) und Gerd Augustin (rechts) hervor.
Ehrung für verdiente Mitglieder: Vereinschef Arnold Grochla (links) hob die Leistungen seiner Kameraden Sepp Donabauer (2.v.l.), Adam Klakus (3.v.l.) und Gerd Augustin (rechts) hervor.
Fotos: S. Hofmann
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