Dienstag, 22. Januar 2019
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Neuburger gewinnen Schiedsrichterturnier mit 6:5 nach Herzschlagfinale gegen Überraschungsteam aus Rennertshofen

Und wieder jubelt der VfR

Neuburg
erstellt am 06.01.2019 um 21:51 Uhr
aktualisiert am 15.01.2019 um 11:21 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Das 39. Fußball-Hallenturnier der Schiedsrichtergruppe Neuburg hat gestern Abend den VfR Neuburg als Sieger gesehen. Der Landesligist setzte sich in einem Herzschlagfinale gegen den FC Rennertshofen durch, der das Überraschungsteam des Wettbewerbs war. Ein Neuburger dürfte sich gestern den Legendenstatus in seinem Verein erarbeitet haben.
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S. Hofmann
Neuburg
So betitelt, schüttelte Karl Iblher den Kopf, winkte ab - und sagte Spaßes halber: "Ja!" Der 47-Jährige hat mit dem VfR Neuburg nicht nur zum neunten Mal in seiner Fußballerlaufbahn das altehrwürdige Turnier der Schiedsrichtergruppe Neuburg gewonnen. Er hatte auch den Mut, im gestrigen Finale zum entscheidenden Neunmeterschuss gegen Rennertshofens gut aufgelegten Torhüter Max Kober anzutreten. Iblher verwandelte den Versuch zum 6:5-Siegtreffer. "Mal im Ernst: Das ist der Erfolg der Mannschaft. Ich bin ja im ganzen Turnier immer nur eingesetzt worden, wenn wir schon 3:0 oder 4:0 vorne waren", so Iblher. "Ich hab' nur zu einem schwierigen Zeitpunkt Verantwortung übernommen, weil ich den Jungs helfen wollte."
 
S. Hofmann
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Auf der anderen Seite standen da noch die Kicker des FC Rennertshofen zusammen - und sahen alles andere als geknickt ob der Niederlage aus. Sie waren froh, das Finale erreicht und dem Landesligisten ein spannendes Duell geliefert zu haben. FCR-Trainer Tommy Mutzbauer hatte nach der Partie gewohnt markige Sprüche parat: "Es hört sich vielleicht blöd an, wenn man im Finale gestanden hat, aber: Sehr zufrieden war ich mit dem Turnierverlauf nicht", sagte der 41-Jährige. "Wir haben in der Vorrunde und Zwischenrunde ein paar Partien unnötig verloren, uns aber dann wieder gefangen." Lob für sein Team hatte er auch parat: "Wir haben uns am Ende gut verkauft, denk' ich. Wär' halt schön gewesen, wenn der Sieger mal nicht VfR Neuburg geheißen hätt'", fügte er grinsend an.
 
S. Hofmann
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Die 39. Ausgabe des von Schiedsrichter-Obmann Jürgen Roth ins leben gerufenen Traditionswettbewerbs hatte für die Zuschauer in der Ostendhalle einiges zu bieten - vor allem zahlreiche Spiele! Durch die Teilnehmerzahl von 18 Mannschaften ergaben sich drei Vorrundengruppen zu je sechs Teams, die besten vier Mannschaften jeder Sektionen erreichten eine Zwischenrunde, in der wiederum in zwei Gruppen die K.o-Runden-Teilnehmer ermittelt wurden. "Wir haben lange überlegt, wie wir es machen. So, wie wir heuer haben spielen lassen, war es meiner Meinung nach ganz gut", befand Manfred Häckel, Obmanns-Stellvertreter der Neuburger Schiedsrichter. Häckel freute sich auch über die Qualität der gezeigten Spiele: "Das Niveau ist wieder etwas höher geworden. Das ist toll." Für Organisator und Schiedsrichterchef Jürgen Roth stand an erster Stelle, dass sich kein Spieler ernsthaft verletzt hat. "Das ist mir immer das Wichtigste. Es freut mich natürlich auch, dass wir immer noch so starken Zuspruch haben. Zu den besten Zeiten war die Tribüne gesteckt voll", so Roth. Neben dem Kreisklassisten aus Rennertshofen, der sich bis ins Finale vorkämpfte, gab es noch so manch anderes Team, das aufhorchen ließ. So auch die zweite Garnitur der SpVgg Joshofen-Bergheim, die mit den Brüden Klaus und Max Fischer-Stabauer, Philipp Schneemeier, Armin Kero und Ricky Markati ein paar alte Haudegen aufbot, die noch nichts verlernt hatten. Letztgenannter machte am Samstag im Spiel gegen Echsheim von sich reden, als er mit einer Aktion mehrere Gegenspieler tunnelte und ein Tor schoss.
Szenen eines Wochenendes: Rund 700 Zuschauer in der Ostendhalle bewiesen wieder einmal, welch hohen Stellen- und Unterhaltungswert das Schiedsrichterturnier nach wie vor hat. Sieger war der VfR Neuburg (oben, mit dem besten Feldspieler Sebastian Habermeyer, vorne rechts). Die Kicker des FC Rennertshofen (mittlere Reihe, linkes Bild) freuten sich schon vor Beginn des Finales sichtlich. Bester Torjäger wurde Marco Veitinger (rechtes Bild, links), bester Torwart Matthias Hudler (rechts).
Szenen eines Wochenendes: Rund 700 Zuschauer in der Ostendhalle bewiesen wieder einmal, welch hohen Stellen- und Unterhaltungswert das Schiedsrichterturnier nach wie vor hat. Sieger war der VfR Neuburg (oben, mit dem besten Feldspieler Sebastian Habermeyer, vorne rechts). Die Kicker des FC Rennertshofen (mittlere Reihe, linkes Bild) freuten sich schon vor Beginn des Finales sichtlich. Bester Torjäger wurde Marco Veitinger (rechtes Bild, links), bester Torwart Matthias Hudler (rechts).
S. Hofmann
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Sehr gut verkaufte sich auch die TSG Untermaxfeld, die als Zweiter der Gruppe A in die Zwischenrunde einzog und im Viertelfinale den Bezirksligisten FC Ehekirchen aus dem Wettbewerb schoss. Im Halbfinale trafen die Donaumösler um Trainer Wolfgang Rückel dann auf den VfR Neuburg, gegen den sie sich lange wehrten, letztlich aber mit 0:1 verloren. Auf der anderen Seite gab es zwischen Rennertshofen und dem BSV Neuburg, der von Andreas Plosconka und Christoph Ostermeier seit langem wieder einmal unter die besten vier Teams geführt wurde, ein rassiges Kreisklassenduell, das zugunsten des FCR endete. Das Spiel im Platz drei gewann Untermaxfeld gegen den BSV Neuburg dann recht deutlich mit 5:1.

Im Finale ging der FC Rennertshofen durch eine schöne Kombination zwischen Alexander Pahl und Lukas Ferschl erst in Führung. Robert Zisler ließ einen Doppelpack folgen, wodurch der VfR Neuburg mit 2:1 vorne lag. Khalid Abunemah glich für Rennertshofen aus, so dass das Neunmeterschießen entscheiden musste. Sowohl VfR-Keeper Mehmet Özdemir als auch sein Rennertshofener Gegenüber, Max Kober, entschärften ein paar Schüsse. Als Letzter trat Karl Iblher für die Neuburger an - und der Rest ist für die VfR-Chronik.
Sebastian Hofmann
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