Dienstag, 22. Januar 2019
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Fußball: SV Karlshuld verpflichtet regionalliga-erfahrenen Mariusz Suszko vom TSV Pöttmes

Ein dicker Fisch für die Mösler

Karlshuld
erstellt am 02.01.2019 um 19:01 Uhr
aktualisiert am 18.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Karlshuld (DK) Der SV Karlshuld, Tabellenführer der Fußball-Kreisklasse 2 Donau/Isar, peilt mit aller Macht die Rückkehr in die Kreisliga an. Um dieses Ziel zu verwirklichen, haben die Donaumösler auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit dem regionalliga-erfahrenen Mittelfeldstrategen Mariusz Suszko einen ganz dicken Fisch an Land gezogen.
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Für Gerolfing hat er auch schon gespielt: Mariusz Suszko (links) ist in seiner Fußballerkarriere viel herumgekommen.
Für Gerolfing hat er auch schon gespielt: Mariusz Suszko (links) ist in seiner Fußballerkarriere viel herumgekommen.
J. Meyer (Archiv)
Karlshuld
Der 31-jährige Suszko stand noch bis vor wenigen Wochen dem schwäbischen Ost-Kreisligisten TSV Pöttmes als Spielertrainer vor. Als er den Verantwortlichen eröffnete, dass er im Sommer 2019 eine neue sportliche Herausforderung suchen wird, ging alles plötzlich ganz schnell. Der TSV konnte mit Roman Artes bereits in der Winterpause einen Trainer verpflichten und Suszko trennte sich "nach diesem legitimen Vorgang", wie er sagt, einvernehmlich vom Tabellenneunten, um sofort für einen anderen Verein frei zu sein.

Fortan häuften sich die Anrufe auf seinem Handy noch mehr. "Ich hatte einige Angebote, da war wirklich alles dabei: ob als Spieler in einer höherklassigen Liga oder als Spielertrainer. Ich habe mich aber bewusst für Karlshuld entschieden, weil da vom Trainer über das Sportgelände bis hin zu den Rahmenbedingungen das Gesamtpaket einfach perfekt gepasst hat." Für den Vater eines halbjährigen Sohnes war auch die kurze Fahrtstrecke von Ingolstadt ins Donausmoos von entscheidender Bedeutung. Schließlich ist der begnadete Linksfuß in seiner bisherigen Laufbahn weit herumgekommen und nahm einfache Wegstrecken von rund 80 Kilometer bis zum Trainingsplatz in Kauf. Das war zum Beispiel in der Saison 2016/17 der Fall, als er als spielender Co-Trainer für den Landesligisten SpVgg Landshut aktiv war. Davor kickte "Suschi", wie er mit Spitznamen genannt wird, in der Region unter anderem für den FC Gerolfing in der Landesliga und den TSV Rain am Lech in der Regional- sowie Bayernliga. Weitere Stationen waren der FC Augsburg II, der SV Waldhof Mannheim, der TSV Gersthofen, der SV Seligenporten, der BC Aichach und der FC Pipinsried. Für all diese Mannschaften ging der filigrane Techniker im höheren Amateurbereich auf Torejagd. Nun betritt er Neuland und läuft in der Kreisklasse auf.

Dieses Terrain betraten nach dem bitteren Abstieg auch die Fußballer des SV Karlshuld erstmals nach 61 Jahren wieder. Dass beide diese Liga so schnell wie möglich verlassen wollen, versteht sich von selbst. Dafür ist der eigene Anspruch viel zu hoch. "Ich will dem SVK helfen, dass er sein Ziel erreicht und in die Kreisliga zurück gekehrt. Dafür bin ich verpflichtet worden", sagt deshalb auch Suszko, der jedoch keinen Hehl draus macht, dass er zukünftig wieder in leitender Funktion als Spielertrainer arbeiten möchte.

Da der SVK die Verträge mit Trainer Ignaz Seitle und dessen Co-Trainer Claudio Maritato aber erst kürzlich über den Sommer hinaus verlängert hat, scheint Suszkos Engagement bei den Karlshuldern zeitlich begrenzt zu sein. "Wir haben uns vorerst darauf verständigt, dass ich bis zum Saisonende bleibe. Wir werden uns aber frühzeitig zusammensetzen, um die Möglichkeiten auszuloten, wie es weiter gehen wird. Die Verantwortlichen haben schon signalisiert, dass sie mich weiterhin gerne als Spieler hätten", sagt der B-Lizenz-Inhaber, der mit der Mannschaft bereits erste Übungseinheiten in der Halle absolviert hat und von der Zusammenarbeit sehr angetan ist. "Einige Spieler kannte ich bereits, aber auch von den anderen Akteuren habe ich einen positiven Eindruck. Das sind alles willige und talentierte Jungs", so der 31-Jährige.

Die Seitle-Schützlinge führen die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf den SV Hundszell an. Da der TSV Wolnzach als Drittplatzierter schon neun Zähler im Hintertreffen ist, deutet alles auf einen Zweikampf hin. Saisonstart nach der Winterpause ist am Sonntag, 24. März, mit dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Langenbruck. Die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr will der SVK dann spätestens am Sonntag, 2. Juni, gegen den TSV Rohrbach II perfekt machen. "Wir dürfen in keinem dieser elf Spiele lockerlassen und glauben, dass es von alleine geht. Wir sind die Gejagten, da wird jeder Gegner mehr als 100 Prozent geben. Aber ich bin von der Mentalität und vom Charakter unserer Truppe überzeugt und glaube, dass wir mit der Favoritenrolle umgehen können", sagt Suszko.
Norbert Dengler
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