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HG-Frauen bleiben nach 26:36 gegen Stadeln weiter punktlos - Trainer Geier bemängelt Chancenverwertung

"Wir brauchen den Handball-Gott"

Ingolstadt
erstellt am 04.12.2018 um 22:30 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 23:09 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Über weite Strecken gut mitgehalten, doch am Ende wieder ohne Ertrag geblieben: Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben nach zweiwöchiger Pause am vergangenen Sonntag gegen den MTV Stadeln mit 26:36 (13:16) verloren.
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Julia Ulisch und die HG Ingolstadt bleiben punktloses Bayernliga-Schlusslicht.
Julia Ulisch und die HG Ingolstadt bleiben punktloses Bayernliga-Schlusslicht.
Rimmelspacher
Ingolstadt
Auch nach zehn Spieltagen bleiben die Schanzerinnen damit punktlos in der Bayernliga.

"Auch wenn es das Ergebnis nicht aussagt: Wir haben 50 Minuten vernünftigen Handball gespielt", sagte HG-Trainer Peter Geier. Gegen den vor diesem Spieltag Vorletzten ging die HG bereits nach 49 Sekunden durch Maria Häußler in Führung, musste dann aber wie schon so oft in dieser Spielzeit bald einem Rückstand hinterherlaufen. Nach fünf Minuten führten die Gäste mit 3:1, doch die Ingolstädterinnen blieben dran: 7:8 nach 15 Minuten. Zwischenzeitlich lag Stadeln dann mit sechs Toren vorn (8:14, 26. Spielminute), zur Halbzeit konnten die Schanzerinnen aber noch auf drei Tore verkürzen (13:16).

Dass ein Spiel zur Halbzeit noch nicht endgültig entschieden ist, ist für die HG in dieser Saison keine Selbstverständlichkeit, und auch Geier sagte seinen Spielerinnen in der Kabine, dass noch "alles drin" sei. Den Grund dafür sah er in der verbesserten Spielweise seiner Mannschaft: "Wir haben eine gute offensive Abwehr gespielt, der Angriff war solide. " Der Ausgleich gelang dem Gastgeber dennoch nicht, immerhin war das Spiel nach 40 Minuten noch immer offen (17:21).

Doch dann wurde es deutlicher: Nach 50 Minuten hieß es 20:27 - der HG dämmerte, dass es wieder nichts mit einem Punktgewinn werden würde, und ließ nun etwas nach. Das letztlich deutliche Endergebnis (26:36) ärgerte den HG-Trainer: "Schade, dass wir unser Spiel nicht konsequent durchgezogen haben. Wir waren körperlich nicht voll auf der Höhe. " Am Ende habe im Team zudem auch Frust geherrscht, was sich exemplarisch in fünf Zwei-Minuten-Zeitstrafen für die Ingolstädterinnen in den letzten zwölf Minuten zeigte.

Viel ärgerlicher war für Geier jedoch das Thema Chancenverwertung: "Eigentlich muss das Spiel 40:36 für uns ausgehen", meinte er und erklärte: "Es ist ein Wahnsinnsmanko, wenn man die Chancen nicht reinmacht. Wir waren bestimmt 15-mal frei und haben im Kreis übergetreten, den Pfosten getroffen oder die Torhüterin angeworfen. So wird es schwierig. " Stadeln hingegen habe beinahe alle seine Gelegenheiten verwertet und durch diese Konsequenz den Sieg errungen. Ebenso habe sich die HG zu sehr auf das Rückraum-Trio um Häußler, Pia Dietz und Sarah Geier verlassen, das insgesamt 15 Tore beisteuerte. "Sie haben flüssig gespielt und viele Chancen kreiert", sagte Geier, der aber mahnte: "Die anderen müssen ihren Teil beitragen. " Insgesamt sah der HG-Trainer dennoch "einen Fortschritt in allen Mannschaftsteilen". Der HG-Trainer fasste es knackig zusammen: "Wir brauchen den Handball-Gott. Das war bislang aber nicht der Fall. " Ändern könnte sich dies am kommenden Samstag (18 Uhr), wenn die Schanzerinnen beim 1. FC Nürnberg gastieren, der durch den Sieg des MTV Stadeln nun auf dem vorletzten Platz rangiert.

HG Ingolstadt: Krug, Huber (Tor) - Geier (6), von Frankenberg, Häußler (je 5), Dietz (4), Edelsbrunner, Günther (je 2), Ulisch, Voss (je 1), Fischer, Enzensberger, Kalthof.
Marcel Bothe
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