Sonntag, 21. Oktober 2018
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Triathleten aus der Region stapeln vor Deutschen Mitteldistanz-Meisterschaften am Sonntag in Ingolstadt tief

Nur mit Außenseiterchancen

Ingolstadt
erstellt am 06.06.2018 um 21:35 Uhr
aktualisiert am 21.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der Countdown für die neunte Auflage des Triathlon Ingolstadt läuft. Am kommenden Sonntag (ab 8 Uhr) werden rund 2600 Sportler - so viele wie nie zuvor - am Baggersee an den Start gehen. Im Fokus steht dabei die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 86,3 Kilometer Radfahren, 20,2 Kilometer Laufen), auf der erstmals in Ingolstadt die Deutschen Meister ermittelt werden.
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Streckenführung Triathlon Ingolstadt 2018
DK-Grafik
Ingolstadt
Superstar und Titelverteidiger Jan Frodeno wird zwar nicht dabei sein. Der Weltrekordhalter über die Langdistanz bestritt erst am vergangenen Wochenende im Kraichgau ein Rennen über die Mitteldistanz - und verwies dabei Weltmeister Patrick Lange deutlich auf den zweiten Platz. Trotzdem verspricht das Teilnehmerfeld packende Wettkämpfe.

Neben Lukasz Wojt (Frankfurt) gelten bei den Herren Roman Deisenhofer (Augsburg), Frederic Funk (Unterwössen/Nürnberg) und Niclas Bock (Düsseldorf) zu den großen Sieganwärtern. Bei den Damen dürften Julia Ertmer (Offenbach), Silvia Felt (Weinheim) und Elena Illeditsch (Neumarkt) den Kampf um die Spitzenposition unter sich ausmachen.

Video: Triathlon am Wochenende

 



Wojt gewann im vergangenen Jahr mit deutlichem Vorsprung, Deisenhofer musste sich 2017 bei der Deutschen Meisterschaft in Immenstadt einzig Frodeno geschlagen geben, Funk überraschte vor wenigen Wochen mit einem dritten Platz bei seinem ersten Rennen über die Mitteldistanz und Bock tritt mit der Empfehlung als Vorjahressieger über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 9,8 Kilometer Laufen) an.

Und die Triathleten aus der Region? Die stapeln vor ihrem "Heimspiel" angesichts der starken Konkurrenz erst einmal tief. "Man muss sich die Starterliste ja nur anschauen. Ich bin realistisch genug, dass es mit dem Sieg eher nichts wird", sagt Sebastian Mahr (Ingolstadt). Der 29-Jährige, der in diesem Jahr erstmals als Profi an den Start geht, landete im vergangenen Jahr immerhin auf dem zweiten Platz.

"Es ist eine Wahnsinnskonkurrenz. Da brauche ich mir nichts vormachen", stellt der 28-jährige Markus Stöhr (Ingolstadt/München) fest, der im vergangenen Jahr auf dem dritten Platz über die Olympische Distanz landete. Auch Nicole Bretting (Hohenwart), die im Vorjahr Dritte über die Mitteldistanz wurde, mag nicht so recht an eine Spitzenplatzierung glauben. "Vielleicht kann ich die Mädls ein bisschen triezen, aber ein Platz unter den Top 3 wird schwierig", sagt die 46-Jährige.

Die Lokalmatadoren sind sich nicht nur ob ihrer Außenseiterchancen einig, sie alle sprühen auch vor Vorfreude auf das Rennen in drei Tagen - und bestätigen eine Internetumfrage, wonach der Triathlon Ingolstadt nach dem Ironman Frankfurt die zweitbeliebteste Veranstaltung in ganz Europa ist.

"Das ist mein Highlight im ganzen Jahr", sagt Mahr, der zuletzt in Lissabon mit einem siebten Platz in die Saison startete. Stöhr lobt die "Top-Organisation, wie sie es kaum woanders gibt". Und Bretting, die vor knapp drei Wochen mit einem Sieg in Deggendorf in die Saison startete, lobt die "familiäre Atmosphäre. Ich bekomme da immer wieder Gänsehaut. "
 
Julian Schultz