Donnerstag, 17. Januar 2019
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Regionalliga: Zum Start der Vorbereitung begrüßt FCI-Trainer Strobl degradierten Rekordspieler Matip

"Er lässt sich keinen Ärger anmerken"

Ingolstadt
erstellt am 11.01.2019 um 22:56 Uhr
aktualisiert am 15.01.2019 um 10:10 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Am vergangenen Montag ist die U21-Mannschaft des FC Ingolstadt in die Vorbereitung auf die restlichen Spiele der Regionalliga Bayern gestartet. Auf dem Weg zum Auftaktduell mit dem FC Bayern München II (22. Februar), ersetzt ein Schanzer Rekordprofi den eigentlichen Kapitän der Mannschaft von Trainer Tobias Strobl.
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Marvin Matip (hinten rechts) ist neu im Team.
Marvin Matip (hinten rechts) ist neu im Team.
Rimmelspacher
Ingolstadt
"Die Stimmung ist sehr gut und die Jungs kamen euphorisch zurück aus ihrem Urlaub", erklärt Strobl und macht die Laune auch am Kader der Jungschanzer fest: "Es sind beinahe alle Verletzten wieder an Bord und bis zum ersten Spiel im neuen Jahr sollte jeder wieder im Mannschaftstraining sein." Lediglich Patrick Hasenhüttl, Serhat Imsak und Tjark Dannemann müssen noch auf Einheiten mit der Mannschaft verzichten. Die beiden Angreifer Hasenhüttl und Imsak sollen in zwei Wochen zurück sein, bei Dannemann hofft Strobl in vier Wochen auf ein Ende der Leidenszeit.

Dass bei der zweiten Mannschaft des FCI personell dennoch einiges anders ist als noch im Jahr 2018, liegt mitunter an der schwierigen Situation der Zweitliga-Mannschaft. Während Kapitän Jonatan Kotzke, Torwart Fabijan Buntic und Nachwuchstorjäger Fatih Kaya bei den Profis in Alicante weilten, bringen sich drei andere Akteure am Audi Sportpark in Form. Patrick Sussek und Nico Rinderknecht sind für Strobl und Kollegen alte Bekannte, die in dieser Spielzeit gemeinsam bereits 23-mal in der "Zweiten" aktiv waren. Mit Marvin Matip steht hingegen der Rekordspieler (278 Einsätze, 11 Tore) des FC Ingolstadt mit auf dem Trainingsplatz, nachdem er zuletzt bei den Profis ausgemustert worden ist. "Mit Marvin haben wir natürlich einen äußerst erfahrenen Mann dazubekommen, der vor allem für unsere jungen Spieler ein tolles Vorbild ist", erläutert der Trainer. Starallüren seien dem 33-Jährigen dabei nicht anzumerken. "In seinem ersten Training hat er direkt gezeigt, dass er Spuren hinterlässt und unsere Jungs super unterstützt."

Dass die Anwesenheit Matips für den Übungsleiter ohnehin nur von Vorteil sei, beschreibt Strobl weiter: "In gewisser Weise ersetzt er Jonatan Kotzke. Er nimmt also keinem jungen Akteur die Spielzeit weg. Wir haben mit Joseph Königsdorfer, Thomas Keller und unseren anderen Defensivspielern zudem genug Jungs, die sich sehr viel von ihm abschauen können." Obwohl die Situation für Matip selbst wohl mehr als ärgerlich sein dürfte, lobt Strobl den erfahren Verteidiger: "Er nimmt alles höchst professionell auf und lässt sich keinen Ärger oder ähnliches anmerken."

Gemeinsam mit seinen jungen Kollegen startet der 33-Jährige Matip, sollte er den Verein bis dahin nicht verlassen haben, am 22. Februar in die restlichen Partien der höchsten bayerischen Spielklasse. Bevor es für die Donaustädter aber gegen die Reserve des FC Bayern München geht, stehen 22 Trainingseinheiten, sechs Testspiele, ein Hallenturnier und ein dreitägiger Mannschaftsausflug nach Südtirol an. "Nächste Woche fahren wir mit den Jungs zum Skilanglauf und für eine Wanderung gen Süden, wo wir zudem einen Mannschaftsabend geplant haben. Wir wollen die Vorbereitung ein wenig abwechslungsreicher gestalten", blickt Strobl voraus. Neben einer trainingsfreien Woche Ende Januar bereitet sich der FCI aber ausschließlich auf dem vereinseigenen Kunstrasenplatz vor. "Wir haben hier tolle Bedingungen. Der Platz inklusive Rasenheizung bietet uns alles, was wir brauchen", freut sich der Coach.

Auf dem Trainingsplan stehen dann bis zum Duell mit dem Spitzenreiter der Regionalliga vor allem körperliche Fitness und mehr Variabilität, die sich die Ingolstädter möglicherweise auch über ein zweites Spielsystem holen wollen. Agierte der FCI bisher vorwiegend im 3-5-2-System, ist für die Zukunft auch eine Variante mit Viererkette denkbar. Neben dem spielerischen Erfolg und dem Klassenerhalt soll auch das eigentliche Ziel der U21 verfolgt werden: die jungen Spieler sollen den Sprung nach ganz oben schaffen. An Beispielen mangelt es dank Towart Fabijan Buntic, Fatih Kaya und Jonatan Kotzke nicht.
 

Turnier, Tirol, Testspiele

Nur eine Woche nach dem Trainingsauftakt in Ingolstadt steht für die Jungschanzer bereits an diesem Wochenende die erste Reise an. In Sindelfingen wollen die Oberbayern  bei der Hallenfußball-Gala (Turnierbeginn gestern Abend um 17 Uhr) zum ersten Mal den Titel holen, nachdem es im vergangenen Jahr nur zu Platz drei gereicht hat. Die mögliche Endrunde findet am Sonntag statt. Unmittelbar danach reist das Team weiter nach Südtirol, wo bis zum 16. Januar vor allem auch am mannschaftlichen Zusammenhalt gefeilt werden soll. Zurück in der Donaustadt ist dann am 19. Januar der FC Augsburg II zum ersten Testspiel um 10 Uhr zu Gast im Audi Sportpark (ASP). Außerdem geht es in der Vorbereitung noch gegen den VfR Garching (26.01., 15.30 Uhr, ASP), den SC Oberweikertshofen (27.01., 12.30 Uhr, ASP), den TSV Dachau (09.02, 13.30 Uhr, ASP) und den TSV Schwabmünchen (10.02., 15.30 Uhr, ASP). Zum Abschluss der Testspiele will der FCI am 15. Februar gegen den SV Wacker Burghausen (19.30 Uhr, ASP) den aktuellen Leistungsstand testen.  „Wir wollen verschiedene Situationen simulieren und haben deshalb Mannschaften mit ähnlichem Leistungsniveau gewählt“, erklärt FCI-Trainer Tobias Strobl die Partien gegen Bayern- und Regionalligisten. Gegen Landesligist Oberweikertshofen soll außerdem „das Toreschießen im Fokus stehen“. 
Johannes Nusko
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