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Regionalliga: FCI-Frauen gehen trotz des 1:1 gegen Crailsheim als ungeschlagener Primus in die Winterpause

Ein kleiner Warnschuss, mehr nicht

Ingolstadt
erstellt am 09.12.2018 um 22:01 Uhr
aktualisiert am 25.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Das 1:1(1:0) gegen den TSV Crailsheim trübte zum Jahresabschluss nur kurz die Stimmung bei den Fußball-Frauen des FC Ingolstadt. Unterm Strich hat das Team von Trainer Alexander Ziegler schließlich eine beachtliche erste Runde gespielt und geht nach 16 Spielen ohne Niederlage in der Regionalliga Süd verdient als Spitzenreiter in die Winterpause.
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Hatte einen schweren Stand: Ramona Maier (rechts), mit 16 Treffern Top-Toschützin des FC Ingolstadt, kam gegen Crailsheim trotz einiger guter Chancen nicht zum Torerfolg.
Hatte einen schweren Stand: Ramona Maier (rechts), mit 16 Treffern Top-Toschützin des FC Ingolstadt, kam gegen Crailsheim trotz einiger guter Chancen nicht zum Torerfolg.
Rimmelspacher
Ingolstadt
Kurz nach Spielende dominierte am späten Sonntagnachmittag noch der Ärger über den verpassten Sieg. Als Trainer Ziegler auf dem Weg zum Pressegespräch eine seiner Spielerinnen mit Tränen in den Augen entgegenkam, nahm der 46-Jährige diese erst noch kurz in den Arm, sprach ein wenig Trost zu, ehe er die Geschehnisse einordnete. "Natürlich hatten wir heute andere Erwartungen, schließlich haben wir bisher zu Hause noch keinen Punkt abgegeben. Aber solche Tage gibt es nun mal. Unterm Strich bleibt, dass wir eine tolle Vorrunde gespielt haben und zu Recht ganz oben stehen", erklärte Ziegler.

Ramona Maier, Spielführerin des Tabellenführers und mit 16 Toren Top-Torjägerin der Liga, versuchte zu erklären, warum es trotz zahlreicher Torchancen nur zu einem Punkt gereicht hat: "Zum einen sind Anna-Maria Buckel und ich in Manndeckung genommen worden und hatten es nicht leicht. Zum anderen haben wir einfach zu viele Fehler gemacht. Unser schnelles Spiel in Tiefe - eigentlich unsere Stärke - hat heute nicht so gut funktioniert."

Dabei hatte die Partie gegen den Tabellenfünften bei fünf Grad, Dauerregen und ungemütlichen Windböen verheißungsvoll begonnen. Gerade einmal 14 Minuten waren gespielt, als Buckel einen Fehler von TSV-Torhüterin Nadine Steiner ausnutzen konnte und die Schanzerinnen mit ihrem 14. Saisontreffer 1:0 in Führung brachte. Die Gastgeberinnen störten auch in der Folge früh, ließen Crailsheim kaum zur Entfaltung kommen, weitere Chancen - unter anderem von Alina Mailbeck (32. und 34. Minute) - blieben aber ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst ähnlich weiter: Crailsheim versuchte, mit langen Bällen in die Spitze zum Erfolg zu kommen, konnte sich gegen die sicher stehende FC-Defensive aber kaum durchsetzen. Auf der anderen Seite vergaben Maier (59., 64.), Mailbeck (61.), Ricarda Kießling (63.) und Stefanie Reischmann (73.) weitere gute Möglichkeiten. Und als bei den Gastgeberinnen dann einmal die Zuordnung nicht stimmte, kam Crailsheim schließlich durch Helena Spajic (79.) plötzlich doch noch zum etwas glücklichen Ausgleich. Dabei blieb es.

Trainer Ziegler konnte dem unnötigen Punktverlust, der den Vorsprung der Ingolstädterinnen auf Verfolger SC Sand II auf weiterhin komfortable drei Zähler drückte, schon bald auch etwas Positives abgewinnen. "Wir haben heute ein Zeichen bekommen, dass noch Vieles zu tun ist", erklärte der 46-Jährige. "Wir haben heute gesehen, dass wir auch gegen den Fünften schnell mal nur einen Punkt holen", ergänzte Maier.

Das Gefühl, grundsätzlich auf einem sehr guten Weg zu sein, hat sich indes längst breit gemacht. "Ob wir aufsteigen, wird man sehen. Aber ich denke, dass wir auf jeden Fall stark genug sind, um diesen ersten Platz zu verteidigen", sagt Maier. Als Meister würde der FCI an der Relegation (wird noch ausgelost) teilnehmen, in der sechs Regionalligisten drei Aufsteiger zur 2. Bundesliga ausspielen. Über die Chance in einer solchen Runde kann derzeit nur spekuliert werden. Sicher ist nur: Daran teilnehmen wollen die Schanzerinnen auf jeden Fall.

Dabei wird Trainer Ziegler für die verbleibenden zehn Ligaspiele und die mögliche Relegation auch noch auf weitere Spielerinnen zurückgreifen können. So steht bereits fest, dass mit Rückkehrerin Nadine Zenger (nach Kanada-Aufenthalt) und Anna-Lena Fritz (1. FC Nürnberg) zwei Abwehrspielerinnen den Ingolstädter Kader ab sofort verstärken.

FC Ingolstadt: F. Maier - Haim, Nickl (81. Petz), Rippberger, Heigl - Mailbeck, Reischmann - Röger (75. Dzafic), Buckel, Kießling - R. Maier.
Tore: 1:0 Buckel (14.), 1:1 Spajic (79.). - Zuschauer: 60.
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