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Bayerische Fußballvereine sollen monatlich zehn Euro zusätzlich bezahlen

Der Verband will mehr Geld

Ingolstadt
erstellt am 12.02.2018 um 22:28 Uhr
aktualisiert am 02.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Die 4600 Fußballvereine in Bayern werden künftig tiefer in die Tasche greifen und von der Regionalliga bis zur C-Klasse monatlich zehn Euro mehr zahlen müssen. Der Grund: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) benötigt für einige Projekte mehr Geld.

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1,5 Millionen Euro mehr werden benötigt, die Einnahmen sollen aus drei Bereichen kommen. Das erste Drittel der Summe will der BFV selbst organisieren, das zweite sollen die angehenden Trainer für ihre Ausbildung zahlen und die dritte halbe Million sollen die Klubs zahlen. So ist der Plan, der im Mai beim Verbandstag am 4. und 5. Mai in Bad Gögging abgesegnet werden soll - und wohl auch wird.

Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor dem Fußball nicht halt. Internet, soziale Medien und bewegte Bilder haben bis hinab in die untersten Ligen Einzug gehalten. Der BFV will daher die Weichen stellen. Beim BFV-Verbandstag müssen die Mitglieder - das werden zu mehr als 90 Prozent die Funktionäre des Verbandes sein - die finanzielle Offensive absegnen. Präsident Rainer Koch befindet sich seit Wochen auf Werbetour, besucht alle Kreistage in Bayern und lässt sich auch bei den Wintertagungen der Verbandsligen sehen.

Dort trug Koch vor, welche Investitionen anstehen, die der BFV nicht aus den laufenden Einnahmen bestreiten kann. Die Baumaßnahmen am "Haus des Fußballs" in der Brienner Straße in München belaufen sich auf 600 000 Euro. Sanierungsmaßnahmen in der Sportschule in Oberhaching schlagen mit 300 000 Euro zu Buche. 250 000 Euro sind für den Bereich IT und Online eingeplant. Hinzu kommen Lohnanpassungen in Höhe von 100 000 Euro und inflationsbedingte Anpassungen in einer Höhe von 250 000 Euro. Das ergibt 1,5 Millionen Euro.

500 000 Euro davon sollen die rund 4600 bayerischen Amateurvereine berappen. Ein Monatsbeitrag von zehn Euro, 120 Euro pro Jahr, ist geplant - und zwar egal, in welcher Liga der Verein spielt, also von der Regionalliga bis zur C-Klasse.

Der Verbandsboss appelliert an die Vereine, mitzuziehen. Er beschwört geradezu den Zusammenhalt: "Das Verhältnis zwischen Vereinen und Verband ist nicht belastet." Kritik an überzogenen finanziellen Forderungen des BFV an die Vereine sei laut Koch nicht angebracht. Vielmehr müsse man den Freizeitfußball zukunftsfähig machen. "Wir zocken die Vereine nicht ab", sagt Koch. Vielmehr habe er Vereinsvertreter mit ins Boot geholt, die den Vorschlag der Finanzierung mitentworfen haben.

Von Dirk Meier
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