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Das große Triathlon-ABC

Ingolstadt
erstellt am 08.06.2018 um 15:11 Uhr
aktualisiert am 25.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Am Sonntag steht in Ingolstadt der Triathlon bevor. Rund 2600 Sportler aus über 40 Nationen werden über die Sprint-, Mittel- oder Olympische Distanz an der Start gehen. Im großen Triathlon-ABC finden Sie viele wichtige und interessante Informationen rund um das Sportereignis.
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A wie Ambitionen: Markus Stöhr vom ESV Ingolstadt bezeichnet sich selbst als „ambitionierter Hobbysportler, der gewinnen will“. Schon seit seiner Kindheit ist er begeisterter Sportler und sicherte sich 2015 bei der Weltmeisterschaft in Zell am See den siebten Platz in der Altersklasse 25.
Beim Debüt auf Rang eins: ESV-Triathlet Markus Stöhr feierte beim Ironman Wales den Sieg in seiner Altersklasse.
Markus Stöhr ist gut vorbereitet und will gewinnen.
Rimmelspacher
Ingolstadt


B wie Budy: Gerhard Budy ist nicht nur Personal Trainer, Kampfrichter und aktiver Athlet seit 1989, sondern auch Veranstalter des Ingolstädter Triathlons. Nur dank ihm und einer kleinen Gruppe an Familie und Freunden findet eine der größten Triathlonveranstaltungen Deutschlands statt.

C wie Claudia Platzek: Diese Athletin ist schon von Geburt an schwerhörig und will dieses Jahr ihren Sprint-Titel in der bayrischen Meisterschaft verteidigen. Sie trägt ein Cochlea-Implantat, um herannahende Kollegen hören zu können und beim Schwimmen das Rauschen des Wassers genießen zu können.
Will den Sprint-Titel verteidigen: Triathletin Claudia Platzek ist seit Geburt schwerhörig und kämpft in Ingolstadt um die Bayerische Meisterschaft.
Will den Sprint-Titel verteidigen: Triathletin Claudia Platzek ist seit Geburt schwerhörig und kämpft in Ingolstadt um die Bayerische Meisterschaft.
Foto: privat
Ingolstadt

D wie Diagnose: Nach Angaben des Veranstalters stehen allein auf beziehungsweise an der Laufstrecke vier Notärzte und 50 bis 60 Rotkreuzler für den Notfall zur parat. „Aber besser ist es natürlich, wenn sie keinen Einsatz haben“, so Veranstalter Gerhard Budy.

E wie Extras: Besondere Anlässe erfordern besondere Maßnahmen. In Egweil (Landkreis Eichstätt), wo sich ein Teil der Radstrecke befindet, wurde der Belag am Flugplatz auf Initiative des dortigen Bürgermeisters Johannes Schneider frisch präpariert.

F wie Feiern: Nach und während der Veranstaltung wird natürlich gefeiert. Athlet Alexey Dubkov aus St. Petersburg freut sich nach dem Wettkampf auf ein kühles Bier.
Bierverkostung
Auf einkühles Bier freut sich Athlet Alexey Dubkov
Pexels
Ingolstadt

G wie Gottesdienst: Unter dem Motto „Das Ziel erreichen“ gibt es am Samstag um 17 Uhr einen Sportler-Gottesdienst für alle Teilnehmer, Betreuer, Angehörigen, Fans und Ingolstädter. Gestaltet wird der Triathlon-Gottesdienst von einem Pastor, Musikern und Sportlern aus verschiedenen Kirchen Ingolstadts. Je nach Wetterlage findet der Gottesdienst am oder im Sportler-Gebetszelt in der Nähe des Schwimmstarts statt.

H wie Hörfunk: Radiomoderator Florian Weiß startet am Sonntag in Ingolstadt bei seinem ersten Triathlon. Die Strecke hat er sich bereits angeschaut. Dazu kommt ein mehrtägiges Trainigslager in Beilngries (Landkreis Eichstätt).

I wie I nternational: Das Teilnehmerfeld des Triathlons ist so bunt gemischt wie die Outfits der Athleten. Die wohl weiteste Anreise hat Alexey Dubkov. Der 44-Jährige kommt aus dem russischen St. Petersburg nach Ingolstadt.

Freut sich auf Ingolstadt: Triathlet Alexey Dubkov reist extra aus dem russischen St. Petersburg nach Ingolstadt. 2160 Kilometer legt er dafür zurück.
Freut sich auf Ingolstadt: Triathlet Alexey Dubkov reist extra aus dem russischen St. Petersburg nach Ingolstadt. 2160 Kilometer legt er dafür zurück.
Foto: privat
Ingolstadt

J wie Jackpot: Reich wird man beim Triathlon nicht – es geht dort mehr um das Gefühl und die Stimmung. Mit leeren Händen gehen allerdings die Sieger auch nicht nach Hause. Auf der Mitteldistanz erhält der Erste 1000 Euro Prämie, der Zweitplatzierte 500 Euro und Platz drei 250 Euro.

K wie Kids for Kids Run: Am Samstag findet der Wettkampf für die kleinen Sportler statt. Über eine Distanz von 300, 600 oder 1000 Metern können Medaillen, Urkunden und andere tolle Preise gewonnen werden.

Ingolstadt: Gas geben gegen Gewalt
Die Startgebühren des Laufs am Tag vor dem Ingolstädter Triathlon kommen einem wohltätigen Zweck zugute. - Foto: Hammer
Ingolstadt

L wie Laufstrecke: Die Athleten gehen über drei verschiedene Distanzen an den Start. Im Sprint über 4,6 Kilometer und auf der olympischen Distanz über 9,8 Kilometer. Für die hartgesottenen geht es über 20,2 Kilometer auf der sogenannten Mitteldistanz.

M wie Mitteldistanz: Für die Mitteldistanz müssen die Athleten 1,9 km Schwimmen, 86,3 km Radfahren und 20,2 km Laufen. Zeit lassen darf man sich dabei aber nicht: Wer länger als 1 Stunde 15 Minuten fürs Schwimmen braucht wird aus dem Rennen genommen.

N wie Neoprenanzug: Ohne geht fast nichts, mit aber eine Menge! Der Neoprenanzug für die Schwimmer soll die Kälte des Wassers vom Körper so gut wie möglich fernhalten. Allerdings könnte es auf der Sprint- und der Olympischen Distanz zu einem Neoprenverbot kommen. Dann nämlich, wenn das Wasser zu warm wäre (ab zirka 23 Grad, Anm. d. Red.)

O wie Olympische Distanz: Für die Olympische Distanz müssen die Sportler 1,5 km schwimmend, 40 km auf dem Rad und 9,8 km laufend zurücklegen.

P wie Probe: Beim Probetag, dem sogenannten „Tri-Day“ am Ingolstädter Baggersee schnupperten Ende Mai knapp 100 Triathleten schon einmal Wettkampfluft und sammelten viele wertvolle Tipps für den großen Wettkampftag.

Q wie Qual: Bei vorhergesagten Temperaturen von bis zu 30 Grad und der Laufstrecke in praller Sonne müssen die Triathleten an ihre Belastungsgrenze gehen. Die meisten werden diese mit Sicherheit erreichen – und einige wohl sogar überschreiten. Auch für diesen Fall zeigen sich die Veranstalter vorbereitet (siehe D wie Diagnose).

Hochsommer im Mai
Am Sonntag wird geschitzt! Sommerliche Temperaturen werden vorhergesagt.
Fredrik von Erichsen/Archiv
Ingolstadt

R wie Rekordfeld: Dieses Jahr nehmen mehr Sportler am Triathlon teil als jemals zuvor. Mehr als 2.600 Athleten haben sich für die Veranstaltung angemeldet.

S wie Sprintdistanz: Für die Sprintdistanz müssen 0,75 km Geschwommen, 20 km Radgefahren und 4,6 km Gelaufen werden.

T wie Theodor Bärnreuther: Der Bayreuther Athlet wird am Sonntag der älteste Teilnehmer sein. Selbst mit seinen 81 Jahren will er noch mehr Medaillen für seine Sammlung gewinnen. Im Jahr fährt er 5.000 bis 8.000 Kilometer Rad und schwimmt wöchentlich 2.000 bis 3.000 Meter im Schwimmbad. Eine Distanz von 15 Kilometern zu laufen, gehört für ihn zur Tagesroutine.

Mit 81 Jahren noch topfit: Theodor Bärnreuther ist der älteste Teilnehmer beim Triathlon Ingolstadt.
Mit 81 Jahren noch topfit: Theodor Bärnreuther ist der älteste Teilnehmer beim Triathlon Ingolstadt.
Foto: privat
Ingolstadt

U wie Unterzuckert: Wenn die Kräfte während des Radfahrens oder Laufens langsam schwinden, können sich die Athleten entlang der Strecke mit etwas zusätzlicher Power in Form von Obst oder isotonischen Getränken versorgen.

V wie Verkauf: Auf der Sportmesse am Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag 8 bis 16 Uhr sind verschiedene Unternehmen vertreten. Reco Flow bietet alles zur Regeneration nach einer sportlichen Verausgabung an. Auch die Sportgeschäfte Decathlon und Salamon sind vor Ort sowie viele weitere.

W wie Wechselzone: Raus aus dem Wasser, rauf aufs Rad. Später runter vom Rad und ab auf die Laufstrecke. In der Wechselzone muss alles ganz schnell gehen, denn die Zeit läuft. Da kann es schon mal stressig und laut werden, aber die Athleten stehen ja auch voll unter Adrenalin.

Ingolstadt: Laufen mit der Triathlon-Ikone
Fliegender Wechsel: Nach dem Schwimmen macht sich Moritz aus Ingolstadt für die Etappe auf dem Fahrrad fertig. - Foto: Brandl
Ingolstadt

X wie X-tausend Zuschauer: Auch in diesem Jahr werden wieder tausende Zuschauer erwartet. Die Gegend rund um den Baggersee verwandelt sich in eine Feiermeile. Auch an der Lauf- und Radstrecke werden Zuschauer die Athleten lauthals anfeuern und bis ins Ziel leiten.

 

Y wie Yoga: Das Ingolstädter Yogastudio bietet auf der Wiese Nähe Seehaus in einem Yoga Loft kostenlose Kurse an. Bereits am Samstag können Kinder zwischen fünf und 12 Jahren um 14 Uhr„Fit Kids Yoga“ (Dauer: 30 Minuten) besuchen. Um 15 Uhr gibt es „Power Tri Yoga“ für Fortgeschrittene (Dauer: 45 Minuten). „Faszien Yoga“ mit Faszienrolle wird um 16.30 Uhr für Einsteiger und Fortgeschrittene (Dauer: 45 Minuten) angeboten. Am Sonntag gibt es um 7.30 Uhr und um 9 Uhr „Up to the sun Yoga“ (Dauer jeweils 30 Minuten), geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Z wie Ziel: Dort dürfte es gegen Mittag lauter werden. Aus den Boxen dröhnt Musik. Und die Fans an der Strecke werden in einen Jubelsturm ausbrechen, wenn die ersten Athleten auf dem roten Teppich von den Anfeuerungsrufen getragen ins Ziel fliegen.
 

Andrea Lange, Luisa Riß, Florian Wittmann
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