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Zusammenschluss der Bundesligisten

Hilpoltstein
erstellt am 13.09.2018 um 19:44 Uhr
aktualisiert am 29.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein/Nürnberg (HK) Abseits von Fußball, Eishockey und Handball gibt es im Großraum Nürnberg viele weitere Sportarten, die auf Spitzenniveau ausgetragen werden.
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Freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Bundesligisten (v. l.): Markus Mende (Falcons Basketball), Johannes Baßfeld (Laufer Wölfe), Stephan Pistorius (TSV Freystadt), Bernd Beringer (TV Hilpoltstein), Thomas Lappe (SV Schwaig), Svenja Schröder (TV Eibach), Anke Schwenk (Hockey-Gesellschaft Nürnberg) und Barbara Schamberger (Nürnberger Hockey- und Tennis-Club).
Sportbündnis
Hilpoltstein
Zahlreiche Mannschaften aus den Randsportarten - darunter die Tischtennisspieler des TV Hilpoltstein und die Badmintonspieler des TSV Freystadt - messen sich in der 1. und 2. Bundesliga Woche für Woche mit Deutschlands Eliteteams. Neun dieser Erst- und Zweitligisten haben sich gestern zusammengeschlossen und das "Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg" gegründet.

Die Vereine haben sich dabei vier Hauptziele gesetzt. Sie wollen die Kommunikation untereiander stärken und in Bereichen wie Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzplanung voneinander lernen. Auch die mediale Aufmerksamkeit wollen sie - etwa mit einem regelmäßig erscheinendem Newsletter - erhöhen. Dabei geht es nicht nur um die lokale Berichterstattung, sondern auch die überregionale Resonanz. Damit einher gehend erhoffen sie sich auch höhere Zuschauerzahlen. Schließlich wollen sie die Interessen der Beteiligten Vereine vertreten und Ansprechpartner für Politik, Sportstättenbau, Kultur und Soziales sein. Erstes gemeinsames Projekt des Sportbündnisses ist ein Multiticket, mit dem Interessenten für den Pauschalpreis von zehn Euro je ein Heimspiel von jedem der neun Vereine besuchen dürfen.

Initiator des Bündnisses ist Thomas Lappe vom Volleyball-Zweitligisten SV Schwaig, der bereits vor mehreren Monaten bekannte Vereine aus der Region zu einem Treffen einlud. "Die anderen Vereinsvertreter waren sofort begeistert. Denn jeder dachte, er schmort zu sehr im eigenen Saft und ein Blick über den Tellerrand hinaus auf die anderen Vereine könnte gut tun", sagt Lappe. "Zudem waren wir uns einig, dass wir unbedingt etwas tun müssen, um unsere Präsenz in den Medien zu erhöhen. " Nach sechs Treffen und positiver Resonanz stand fest: Das Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg soll ins Leben gerufen werden. "Wir stehen dafür, alle Sportarten gleichrangig zu betrachten. Wir möchten nicht anderen Disziplinen etwas wegnehmen, sondern unseren Neues hinzufügen. Und wir möchten helfen, die hiesige Sportszene zu beleben. " Immerhin waren in den neun Vereinen in der letzten Saison fünf Olympioniken und 13 Nationalspieler engagiert.

Begeistert von der Idee waren auch die höchstrangigen Vereine aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung, Tischtennis-Zweitligist TV Hilpoltstein und Badminton-Bundesligist TSV Freystadt. "Wir sind aber in erster Linie aus Solidarität dabei", sagt Hilpoltsteins Teammanager Bernd Beringer. "Wir sind eigentlich gut aufgestellt, haben eine tolles Saisonheft, einen super Internetauftritt und auch das Sponsoring läuft sehr gut. Gerne können sich aber auch andere Vereine von uns etwas abschauen und auch für uns lohnt sich ein Blick über den Tellerrand hinaus. " Etwas entgegenwirken will Beringer mit diesem Projekt der Ungleichheit gegenüber den großen Sportarten. "Wir sind der Meinung, dass wir tollen Sport bieten und wollen nicht nur den jeweiligen Vereinen, sondern auch der jeweiligen Sportart weiterhelfen, um bekannter zu werden. " Dabei helfen soll ein künftig monatlich erscheinender Newsletter sowie eine eigene Internetseite. "Dabei macht die Vielfalt an unterschiedlichen Sportarten, die wir repräsentieren, unsere Stärke aus", ergänzt Lappe.

Ebenfalls aufgeschlossen gegenüber dem Bündnis ist Stephan Pistorius, Teammanager von Badminton-Bundesligist TSV Freystadt. "Wir spielen jetzt im sechsten Jahr hintereinander auf Bundesebene, aber unsere Lernkurve geht noch immer nach oben. Es gibt viele Bereiche, in denen wir uns verbessern können und da lohnt ein Blick zu den anderen Bundesligisten in der Region. Ich glaube, dass wir auch noch weitere Fans gewinnen können - auch wenn es von Nürnberg nach Freystadt schon ein Stück zu fahren ist. "

Da das Bündnis gestern erst ins Leben gerufen wurde, stecken viele Ideen noch in den Kinderschuhen. Angedacht ist etwa ein gemeinsamer Tag der offenen Tür. Auch ist das Bündnis keinesfalls auf die Gründungsmitglieder beschränkt. "Wir sind offen für einen Schulterschluss mit weiteren hochklassigen Vereinen", sagt Lappe. "Die Beispiele TV Hilpoltstein und TSV Freystadt zeigen, dass eine Mitgliedschaft nicht streng auf die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen beschränkt ist. "
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