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Der Röttenbacher Rennfahrer Elia Erhart feiert seinen ersten Tagessieg in der ADAC-GT-Masters-Serie

Sensation am Sachsenring

Röttenbach
erstellt am 11.09.2018 um 13:44 Uhr
aktualisiert am 27.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Röttenbach (HK) Sensation am Sachsenring: Der Röttenbacher Rennfahrer Elia Erhart hat am Sonntag sein erstes Rennen in der ADAC GT Masters gewonnen. Für Erhart war es der erster Tagessieg überhaupt in der hartumkämpften Liga der Supersportwagen. Der 30-Jährige hatte zuletzt vor rund sieben Jahren - damals noch in der Seat-Leon-Supercopa - für sich entschieden.
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Daumen hoch für ein herausragendes Rennen: Elia Erhart und sein Teamkollege Pierre Kaffer bejubeln ihren ersten Tagessieg in der ADAC-GT-Masters Serie. Für den Röttenbacher ist es der größte Erfolg seit sieben Jahren.
Daumen hoch für ein herausragendes Rennen: Elia Erhart und sein Teamkollege Pierre Kaffer bejubeln ihren ersten Tagessieg in der ADAC-GT-Masters Serie. Für den Röttenbacher ist es der größte Erfolg seit sieben Jahren.
Tarrach
Röttenbach
"Ich kann es noch nicht ganz realisieren, was wir mit unserem neuen Team EFP by TECE geschafft haben. Diesen Sieg widme ich allen Menschen, die dieses Projekt unterstützen und damit unser Engagement überhaupt erst möglich machen. Mir fehlen echt die Worte. Es war am Ende ein unheimlich harter Kampf und ich bin einfach nur überglücklich, dass es für uns zum Sieg gereicht hat", sagte Erhart nach der Zieldurchfahrt.

Dabei sah es nach dem 27. Startplatz im Qualifying bei Weitem nicht danach aus, als sollten er und sein Teamgefährte Pierre Kaffer tatsächlich in diese Regionen vorstoßen können. Ein äußerst turbulentes Rennen führte jedoch dazu, dass der Audi R8 LMS am Ende als Sieger den Zielstrich überqueren konnte. "Schon beim Start gab es mehrere Unfälle und Dreher im Feld. Pierre ist ebenfalls leicht von einem anderen Fahrzeug getroffen worden. Zum Glück ist dabei alles gut gegangen und wir konnten in den folgenden Runden einige Plätze gutmachen", sagte Erhart.

Während fast das gesamte Feld den Pflichtboxenstopp früh unter Rennbedingungen absolvierte, blieb die Mannschaft von Elia Erhart lange auf der Strecke und übernahm so die Führung. Eine Taktik, die sich aufgrund einer Safety-Car Phase später als goldrichtig entpuppen sollte.

"Als wir während des Safety-Cars unseren Boxenstopp machen konnten, habe ich gerechnet und war mir sicher, dass wir aufgrund des geringeren Zeitverlusts deutlich vor dem bis dahin führenden Porsche herauskommen würden. So ist es erfreulicherweise dann auch gekommen. Sicherlich war auch ein wenig Glück dabei", schildert Erhart, der die Führung über den zweiten Stint hinweg vehement verteidigen musste. Dabei wurde der Röttenbacher in der Schlussphase vor allem von Land-Motorsport-Pilot Sheldon van der Linde enorm unter Druck gesetzt, dem er jedoch bis zum Ende erfolgreich standhalten konnte.

"Ich wollte unbedingt gewinnen, denn wer weiß, wann man in diesem starken Feld des ADAC GT Masters überhaupt nochmal in eine solche Position kommt. Es war bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge ein richtig harter Kampf gegen Sheldon um den Sieg. Ich habe mich auf die Stellen konzentriert, an denen er schneller war und habe dort immer viel Schwung mit auf die Geraden genommen. Dadurch konnte er mich nicht ausbremsen. Gefühlt haben die letzten Runden wirklich eine halbe Ewigkeit gedauert und ich war froh, als es endlich vorbei war."

Mit ihrem grandiosen Erfolg am Rennsonntag machten Erhart und Teamkollege Kaffer auch den schwierigen Vortag vergessen. Im Samstaglauf fuhr das Fahrerduo nur auf den 24. Platz. "Das Samstagsrennen haben wir natürlich vor dem Hintergrund dieses Sieges bereits gedanklich abgehakt. Für mich war es unter dem Strich wohl das härteste aber auch gleichzeitig emotionalste Rennen in meinem Leben. Es gibt nichts schöneres, als mit einem eigenen Team ein solches Ergebnis zu erzielen."
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