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Ohne zwei Stammkräfte treten Freystadts Badmintonspieler die weiten Fahrten nach Trittau und Neumünster an

Kniffliges Auftaktprogamm in 1. Bundesliga

Freystadt
erstellt am 07.09.2018 um 18:03 Uhr
aktualisiert am 22.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Freystadt (HK) Zwei knifflige Aufgaben stehen den Badmintonspielern des TSV Freystadt zum Auftakt in der 1. Bundesliga bevor.
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Hoffnungsvoller Neuzugang: Mit Spannung erwarten die Freystädter den Premierenauftritt der Estin Kristin Kuuba.
Hoffnungsvoller Neuzugang: Mit Spannung erwarten die Freystädter den Premierenauftritt der Estin Kristin Kuuba.
Pistorius
Freystadt
Zunächst geht es für die Oberpfälzer an diesem Samstag zum SW Wittorf-Neumünster, ehe am Sonntag der TSV Trittau nahe Hamburg wartet. Die Freystädter müssen auf die Engländerin Jenny Moore und Spielertrainer Oliver Roth verzichten.

Ihr Debüt im Freystädter Trikot werden dafür die Estin Kristin Kuuba und der Engländer Max Flynn geben. Gegen den Aufsteiger SW Wittorf-Neumünster aus dem hohen Norden haben die die Oberpfälzer gute Erinnerungen. Im bisher einzigen Aufeinandertreffen im April 2018 in der Relegation zur 1. Bundesliga konnte sich der TSV mit 4:3 durchsetzen. Für die Punkte sorgten damals Johannes Pistorius, Lukas Schmidt, Florian Waffler sowie Jenny Moore und Oliver Roth. Nachdem Moore wegen einer Fußverletzung kurzfristig absagen musste und auch Roth aus privaten Gründen nicht zur Verfügung steht, reist der TSV mit gemischten Gefühlen nach Neumünster. Für Oliver Roth kommt Neuzugang Max Flynn zu seinem ersten Einsatz. Der 19-jährige Doppelspezialist gewann 2017 bei der Jugend-EM die Silbermedaille und wird im ersten oder zweiten Doppel eingesetzt. Ob er zusammen mit Johannes Pistorius, der letzte Woche erst im Finale des mit 25000 Dollar Preisgeld dotierten Challenge Turniers einer indischen Paarung unterlag (siehe eigener Bericht), spielt oder mit Mannschaftsführer Florian Florian Waffler (24), der seine zwölfte Saison beim TSV bestreitet, wird erst kurz vor der Partie entschieden. Gut aufgestellt ist der TSV im Herreneinzel mit Lukas Schmidt, deutscher Meister von 2012 und dem Indonesier Fikri Hadmadi. Er kann dank eines privaten Sponsors von Kuala Lumpur, wo er trainiert, eingeflogen werden.

Gespannt sind die Freystädter auf den Premierenauftritt von Kristin Kuuba. Sie ersetzt die Finnin Nanna Vainio, die ihre internationale Karriere beendet hat. Die 21-jährige Nationalspielerin aus Estland wechselte von einem italienischen Verein zum TSV, um sich in der wesentlich stärkeren Liga in Deutschland weiter zu entwickeln. Kuuba ist aktuell im Einzel an Nummer 80 der Weltrangliste und Nummer 69 im Doppel. Für die verletzte Engländerin Jenny Moore rutscht Annabella Jäger ins Team. Die 20-jährige TSV-Nachwuchshoffnung lebt und trainiert am bayerischen Leistungszentrum in Nürnberg und hatte im vergangenen Jahr bereits mehrere Einsätze in der 1. Bundesliga. "Wir bedauern natürlich sehr, dass Jenny nicht dabei ist. Es freut uns auf der anderen Seite, dass unsere Nachwuchsspielerin Annabella (20), die bereits mit 13 Jahren aus Sachsen zum TSV kam, zum Einsatz bekommt", sagt Freystadts Teammanger Stephan Pistorius.

Dass es gegen Wittorf nicht einfach wird, zeigt der Blick auf den Kader. Die Niedersachsen haben sich mit fünf Ausländern verstärkt. So werden in den Herrendoppeln der Engländer Gregory Mairs (gewann 15 Herrendoppel in der zurückliegenden Spielzeit), Vitaly Durkin (Russland, Weltranglistenplatz 66 im Mixed) sowie der Ex-Freystädter Pawel Pietryja aufschlagen. Mit dabei sind auch Lukas Bednorsch und der Pole Rafai Hawel. Auf der Damenseite werden die Wittorfer mit der ehemaligen dänischen Jugendmeisterin Anne Hald Jensen, der Engländerin Victoria Williams und Stine Küspert spielen. Letztere ist Doppelpartnerin von Annabella Jäger bei internationalen Turnieren und wird demnächst ihr erstes Länderspiel gegen die Niederlande bestreiten.

Am Sonntag folgt das Spiel gegen den TSV Trittau in der Nähe von Hamburg. Star der Mannschaft ist der 34-jährige Joachim Persson, über einige Jahre Top-Ten-Spieler in der Weltrangliste und mit Dänemark Team-Europameister. Mit dem Indonesier Ary Trisnanto, dem Engländer Matthew Claire, dem Ungarn Gergely Krausz und den Brüdern Nikolai und Joachim Persson verfügen die Norddeutschen über einen starken Herrenkader. Noch stärker präsentiert sich bei Trittau der Damenbereich mit der Thailänderin Kilasu Ostermeyer (beste Platzierung: Nummer 53 der Weltrangliste), der Indonesierin Priskila Siahaya, den beiden Engländerinnen Jessica Hopton und Liew Fee Teng sowie der Schottin Ciara Torrence. In der letzten Saison gab es für den TSV zwei Niederlagen. "Wir waren damals nahe an einem Punktgewinn und hoffen, dass wir eine Überraschung schaffen können", sagt Pistorius.
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