Mittwoch, 14. November 2018
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Badmintonspieler des TSV Freystadt kehren mit drei Punkten aus Neumünster und Trittau zurück - Zugang Kuuba überragt

Geglückter Start in die neue Bundesligasaison

Freystadt
erstellt am 11.09.2018 um 15:57 Uhr
aktualisiert am 27.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Freystadt (HK) Mit einem 4:3-Sieg in Neumünster und einem Punktgewinn in Trittau ist den Badmintonspielern des TSV Freystadt im hohen Norden ein gelungener Auftakt in die Bundesligasaison. Einen optimalen Einstand gab die 21-jährige Estin Kristin Kuuba. Sie kam viermal zum Einsatz und gewann alle ihre Spiele. Für die größte Überraschung sorgte Annabella Jäger mit ihren Siegen im Damendoppel.
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Die positive Überraschung des Wochenendes: Die 21-jährige Nationalspielerin Kristin Kuuba aus Estland (links) gewinnt gegen Wittorf und Trittau alle vier Partien. Auch mit Annabella Jäger, die für die verletzte Jenny Moore ins Team rutschte, harmoniert sich prächtig.
Die positive Überraschung des Wochenendes: Die 21-jährige Nationalspielerin Kristin Kuuba aus Estland (links) gewinnt gegen Wittorf und Trittau alle vier Partien. Auch mit Annabella Jäger, die für die verletzte Jenny Moore ins Team rutschte, harmoniert sich prächtig.
Jessen
Freystadt
Mit Sorgen waren die Oberpfälzer zu den Spielen nahe Hamburg angereist. Kurzfristig hatte Jenny Moore verletzungs-bedingt absagen müssen und auch Oliver Roth stand aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Für Moore rutschte Annabella Jäger ins Team. Die 20-jährige kommt aus der eigenen TSV Jugend und trainiert am Leistungszentrum in Nürnberg. Für Roth kam Neuzugang Max Flynn zu seinem ersten Einsatz.

An den SW Wittorf hatten die Oberpfälzer gute Erinnerungen. Im Frühjahr konnte sich der TSV in der Relegation mit 4:3 durchsetzen. Die Norddeutschen haben sich nach ihrem Aufstieg in die erste Liga mit fünf Ausländern enorm verstärkt. Dennoch begann das Spiel für die Freystädter vielversprechend. Kristin Kuuba und Annabella Jäger harmonierten neben und auf dem Feld hervorragend und gewannen ihr Match gegen Stine Küspert und die Engländerin Viktoria Willms in vier Sätzen mit 11:8, 8:11, 11:7, 11:8. Im parallel stattfindenden ersten Herrendoppel spielte Johannes Pistorius mit Max Flynn gegen den Engländer Gregory Mairs und Lukas Bednorsch. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt unterliefen ihnen noch einige Abstimmungsfehler und sie unterlagen in einem engen Spiel mit 11:13, 15:14, 10:12, 8:11. Auch das zweite Doppel ging mit 11:3, 11:9, 13:11 an Wittorf, auch wenn Florian Waffler und Fikri Hadmadi mit zunehmender Spieldauer immer besser ins Spiel kamen.

Dann folgte die Stunde der Freystädter Einzelspieler. Fikri Hadmadi im ersten Einzel, Lukas Schmidt im zweiten und Kristin Kuuba im Dameneinzel dominierten ihre Gegner, gaben keinen Satz ab und brachten Freystadt mit 4:2 in Führung. Den dritten Punkt für Wittorf machte die englische Paarung Gregory Mairs und Viktoria Williams gegen Johannes Pistorius und Annabella Jäger zum 4:3-Endstand aus Freystädter Sicht.

Mit dem Sieg und zwei Punkten im Gepäck reisten die Freystädter am Folgetag zum TSV Trittau. Auch wenn man von den vier Begegnungen in den vergangenen Spielzeiten nur einmal gewinnen konnte, war man optimistisch, gegen den Tabellenvierten der Saison 18/19 Zählbares mit nach Hause mitnehmen zu können. Wieder waren es Kristin Kuuba und Annabella Jäger, die Freystadt in Führung brachten. Sie gewannen souverän gegen die favorisierten Priskilla Siahaya und Kilasu Ostermeyer. Der Sieg ist umso höher einzuschätzen, wenn man weiß, dass Ostermeyer in der vergangenen Saison von 18 Spielen 17 Mal den Court als Siegerin verließ. Hoch dramatisch verlief das erste Herrendoppel. Nach 2:2-Satzgleichstand mussten Johannes Pistorius und Max Flynn in den Entscheidungssatz gegen den Briten Claire Matthew und Nikolaj Person. In der Verlängerung verloren sie mit 10:12. Im Dameneinzel zeigte Kuuba gegen Priskilla Siahaya, eine der besten Einzelspielerin der vergangenen Saison, eine Topleistung und gewann in vier Sätzen. Im zweiten Herreneinzel kam Lukas Schmidt nie richtig ins Spiel und verlor in vier Sätzen. Spannend wurde es im gemischten Doppel mit Johannes Pistorius und Annabella Jäger gegen Matthew Clare und Kilasu Ostermeyer. Wieder ging es in den Entscheidungssatz und wieder hieß zum Schluss der glückliche Sieger Trittau. Für den wichtigen dritten Punkt sorgte dann Fikri Hadmadi, der gegen den Ungarn Gergely Krausz seine Klasse zeigte und in vier Sätzen gewann. Das 3:4 bedeutet für Freystadt einen wichtigen Punktgewinn.

"Wir sind zufrieden, auch wenn wir gegen Trittau einfach nicht das notwendige Glück hatten. Zwei Spiele im Entscheidungssatz zu verlieren, ist einfach bitter." Mit den Zugängen ist man beim TSV hoch zufrieden. Kristin Kuuba ist mehr als ein Ersatz für die finnische Olympiateilnehmerin Nanna Vainio, die ihre internationale Karriere beendet hat. Der 19-jährige Engländer Max Flynn brachte sich gut ein, auch wenn es für einen Sieg noch nicht reichte. Die Überraschung aber war Annabella Jäger, die zeigte, dass sie in der ersten Liga mitspielen kann. Am Sonntag, 30. September folgt der nächste Spieltag. Dann empfängt Freystadt den BC Wipperfeld.
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