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VfB Eichstätt will vor "heißem Herbst" mit drei Spitzenspielen gegen Greuther Fürth II gewinnen - Schmidramsl im Kader

Vollgas gegen die Kleeblätter

Eichstätt
erstellt am 11.10.2018 um 20:40 Uhr
aktualisiert am 14.10.2018 um 14:12 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Bevor der Herbst für den VfB Eichstätt mit den Duellen gegen den Zweitplatzierten SV Wacker Burghausen, den Tabellenfünften, den 1. FC Nürnberg II, und den Spitzenreiter FC Bayern München II in die "heiße Phase" geht, empfängt die Truppe um den wiedergenesenen Spielführer Benjamin Schmidramsl morgen (14 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth II. Der Zweitliga-Reserve sitzt das Abstiegsgespenst im Nacken.
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Zurück in die Erfolgsspur wollen Jonas Fries und der VfB Eichstätt gegen die SpVgg Greuther Fürth II. Nach einer bisher sehr überzeugenden Saison geht die Mattes-Elf als Favorit in das Spiel. Dennoch warnt der VfB-Trainer vor allem vor dem spielstarken Mittelfeld der Gäste.
Zurück in die Erfolgsspur wollen Jonas Fries und der VfB Eichstätt gegen die SpVgg Greuther Fürth II. Nach einer bisher sehr überzeugenden Saison geht die Mattes-Elf als Favorit in das Spiel. Dennoch warnt der VfB-Trainer vor allem vor dem spielstarken Mittelfeld der Gäste.
Traub
Eichstätt
Vier Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen sowie ein negatives Torverhältnis von 18:19 sind die bisherige Bilanz der Kleebatt-U23. 14 Punkte aus 14 Spielen bedeuten den 15. Tabellenplatz; Stand jetzt müsste die Truppe um Petr Ruman in die Abstiegs-Relegation. "Ich hätte die Fürther in der Tabelle weiter vorne erwartet", sagt Eichstätts Trainer Markus Mattes. Dem 43-Jährigen ist natürlich bewusst, dass dort im Sommer ein sehr großer Umbruch stattgefunden hat - wie es eben bei einer Nachwuchsmannschaft eines Bundesligisten üblich ist.

Dennoch hätte der VfB-Coach von den Franken aufgrund des sehr gut besetzten Mittelfeldes mehr erwartet. Dort läuft unter anderem Daniel Adlung als kickender Co-Trainer auf. Der 31-jährige ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler, verfügt über mehrjährige Erfahrung im Profibereich und absolvierte während seiner Laufbahn unter anderem für die SpVgg Greuther Fürth, Alemannia Aachen, Energie Cottbus und den TSV 1860 München 288 Spiele in der Zweiten Fußball-Bundesliga.

Hinzu kommen beispielweise Benedikt Kirsch oder Levent Aycicek, die ebenfalls über höherklassige Erfahrung verfügen. "Mit dieser Achse im Mittelfeld muss man eigentlich erfolgreich sein. Aber anscheinend kann es die Mannschaft auf dem Platz noch nicht wie gewünscht umsetzen. In der vordersten Reihe fehlt den Fürthern jedenfalls die Durchschlagskraft", sagt Mattes, der mit seiner Elf gegen die Franken noch ungeschlagen ist. Im Vorjahr trennte man sich im Hinspiel 2:2-Unentschieden, das Rückspiel gewann der VfB mit 2:0.

Seiner Meinung nach müsse sich die Truppe aber erst einspielen und zueinanderfinden - und ist langsam im Kommen. Erst am vergangenen Montag unterlag die Nachwuchsmannschaft dem SV Wacker Burghausen nur knapp mit 0:1, davor wurde dem 1. FC Schweinfurt und dem 1. FC Nürnberg II im Derby jeweils ein 1:1-Unentschieden abgetrotzt. Die Domstädter sind ob dieser beachtlichen Resultate gegen Spitzenteams gewarnt. "Richtung Winterpause werden Zweitvertretungen von Bundesliga-Mannschaften immer stärker, weil sich da die jungen Spieler nach einer gewissen Orientierungsphase immer mehr an den Männerfußball gewöhnen", sagt Mattes ganz allgemein. Gemeint hat er im Speziellen aber natürlich auch den morgigen Gegner SpVgg Greuther Fürth II.

Abseits des Platzes sorgte dort Ex-Profi Björn Schlicke in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen. Der 37-jährige ehemalige Abwehrspieler war zu Saisonbeginn nach drei Jahren als Co-Trainer zum Teammanager aufgestiegen. Diese Funktion wird er nun aber ab 1. Januar 2019 beim Liga-Konkurrenten 1. FC Schweinfurt 04 ausüben.

Apropos Schweinfurt: Die "Schnüdel" bereiteten dem Eichstätter Trainer nach der 0:3-Niederlage auch während der Woche noch schlaflose Nächte. "Normalerweise habe ich ein Spiel nach ein bis zwei Tagen abgehakt. Aber da konnte ich nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagt er. Und wenn Mattes etwas im Nachgang weiterhin beschäftigt, dann muss etwas Außergewöhnliches vorgefallen sein. Denn es kommt äußerst selten vor, dass sich der in Karlshuld wohnhafte Trainer über den Schiedsrichter beschwert. Zumindest nicht öffentlich. Doch dieses Mal wurmten ihn vier spielentscheidende Fehlentscheidungen des Unparteiischen noch viel mehr, weil ihm die Videobilder Recht gaben. "Nicht wegen Schweinfurt oder uns, sondern nur wegen dem Schiri haben wir verloren. Mit so einer Leistung hat er in dieser Liga nichts verloren", hatte der sonst so besonnene Mattes kritisiert. Ärgerlich sei lediglich gewesen, dass man zwei sehr gute Torchancen ungenutzt ließ. "Aber alles andere stand nicht in unserer Macht", so der VfB-Coach.

Gegen Fürth wird Lothar Ostheimer (Sulzberg) die Partie leiten. Unter dessen Regie gewann der VfB Eichstätt in dieser Saison schon das Auswärtsspiel bei der SpVgg Bayreuth mit 0:2. Im Vorjahr pfiff Ostheimer das 1:1-Unentschieden gegen den TSV 1860 Rosenheim und den 3:1-Sieg beim FC Pipinsried, und noch eine Spielzeit davor leitete derselbe Unparteiische den 5:3-Sieg der Grünhemden beim FV Würzburger Kickers - wenn das kein gutes Omen ist.

Florian Grau hatte seinerzeit in Würzburg einen Dreierpack zum Sieg beigesteuert. Er fehlt allerdings urlaubsbedingt genauso weiterhin wie Fabian Schäll. "Dafür ist Benni Schmidramsl wieder dabei", sagt Mattes. Der 32-jährige Kapitän und Abwehrchef hatte sich vor rund vier Wochen einen Bänderriss zugezogen und fiel seitdem aus. "Er konnte nun schmerzfrei trainieren. Deshalb gehört er zum Kader", berichtet der VfB-Coach, der aber noch um den Einsatz von Torjäger Fabian Eberle bangt. Dieser sei - nachdem er zuletzt angeschlagen war - zwar grundsätzlich wieder einsatzfähig, allerdings legte ihn Anfang der Woche eine Magen-Darm-Grippe flach. Dennoch wünscht man sich beim VfB nach zuletzt einem Punkt aus zwei Spielen ein weiteres Erfolgserlebnis gegen die "Kleeblätter", bevor der "heiße Herbst beginnt.
Norbert Dengler
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