Montag, 22. Oktober 2018
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VfB Eichstätt gewinnt bei schwacher SpVgg Bayreuth 2:0 und verpasst besseres Ergebnis

Souverän in Oberfranken

Bayreuth
erstellt am 10.08.2018 um 21:33 Uhr
aktualisiert am 27.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Bayreuth (vk) Einfach souverän: Der VfB Eichstätt gewann sein Regionalligaspiel am Freitagabend bei der SpVgg Bayreuth mit 2:0. Die Oberfranken waren vor 560 Zuschauern zu schwach, um den Sieg der Mannschaft von Trainer Markus Mattes ernsthaft gefährden zu können.
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Kaum zu stoppen ist Eichstätts Torjäger Atdhedon Lushi (rechts).
Kaum zu stoppen ist Eichstätts Torjäger Atdhedon Lushi (rechts).
Foto: Traub
Bayreuth
Die Bayreuther standen von Beginn an gewaltig unter Druck: Sechs Partien ohne eigenes Tor waren schon fast ein Offenbarungseid. Immerhin hatte sich die SpVgg bereits einen Punkt gesichert.

Es war damit klar, dass die Eichstätter auf eine Mannschaft treffen würden, die unbedingt einen Sieg brauchte. Zum einen für das Selbstvertrauen, zum anderen schlichtweg fürs Punktekonto.

So hatte auch der fränkische Torjäger Anton Makarenko nach vier Minuten die erste Chance, scheiterte aber an VfB-Torhüter Thomas Bauer. Kurz danach aber setzten die Eichstätter erste "Duftmarken": Fabian Eberle (10.), Marcel Schelle (10.) und Philipp Federl nach einer Ecke (11.) versetzten die Bayreuther Defensivabteilung schon schon einmal in gewaltige Unruhe. Kurz danach verbuchten in einem lebhaften Spiel erneut Schelle (19.) und Jonas Fries (24.) weitere Chancen.

Nach einer brandgefährlichen Situation vor dem Eichstätter Tor durch Patrick Weimar, bei dem Christoph Fenninger zu spät kam, schlugen die Domstädter aber endgültig zu. Der agile Schelle spielte bei einem Konter den Ball durchs Mittelfeld zu Eberle. Der Eichstätter Top-Torjäger legte uneigennützig für Atdhedon Lushi auf, der aus gut zwölf Metern das 1:0 und seinen bereits dritten Treffer in dieser Saison erzielte (29.). Es war die verdiente Führung für eine Eichstätter Mannschaft, in der Trainer Markus Mattes auf eine defensive Aufstellung gesetzt hatte. Immerhin saßen die Offensivspieler Florian Grau und Yomi Scintu auf der Bank.

Lushi schien regelrecht euphorisiert nach diesem Treffer: Vier Minuten später versuchte er es nach einem Bayreuther Fehler mit einem Hackentrick. Der allerdings wurde gerade noch auf der Linie geklärt.

Ein weiterer, von Makarenko geschossener Freistoß brachte keine Gefahr mehr für das Tor der Eichstätter - auch der Fallrückzieher von Ivan Knezevic (46.) blieb ohne Folgen. So ging der VfB, der mit seinen Kontern stets gefährlich war, mit einem verdienten 1:0-Vorsprung in die Pause. Bayreuth hatte zwar mehr vom Spiel, konnte sich aber kaum Möglichkeiten erarbeiten. "Die Überlegenheit liegt aber auch daran, dass wir sie das Spiel machen lassen", sagte Eichstätts Abteilungsleiter Hans Benz, der mit der ersten Halbzeit rundum zufrieden war. "Wir spielen ganz ruhig und hätten längst das 2:0 machen können."

Auch in der zweiten Hälfte waren die Eichstätter die Mannschaft mit den besseren Tormöglichkeiten. So hatte erneut Lushi (49.) eine Chance per Kopf, Schelle wagte einen Schuss aus 40 Metern (53.) der aber knapp über das Tor ging, und einen Freistoß von rechts köpfte Eberle an die Unterkante der Latte (68.).

In der Folge dominierten die Eichstätter das Geschehen und bauten konsequenterweise ihre Führung aus. Eberle beschäftigte die Bayreuther Abwehr im Strafraum, legte zurück auf Schelle und der traf souverän zum 2:0 (71.). Es war die Vorentscheidung in einem Spiel, das von den Eichstättern taktisch souverän beherrscht wurde. Danach kam der VfB durch Schelle (76.) zu einem sehenswerten Torschuss, durch Graßl (78.) zu einer weiteren Möglichkeit und auch Eberle versuchte noch einmal, den Bayreuther Torhüter Sebastian Kolbe zu überwinden (80.). Der Keeper der Franken allerdings hatte aufgepasst und entschärfte den Schuss.

Auch in der vierminütigen Nachspielzeit erkämpften sich die Eichstätter noch einige Tormöglichkeiten, die sie aber nicht nutzen konnten. Die Spielvereinigung Bayreuth konnte allenfalls noch durch einen Kopfball von Shpetim Sulejmani auf sich aufmerksam machen.

Während bei Eichstätt einmal mehr die Defensive schon frühzeitig ernsthafte Chancen der SpVgg verhinderte, setzt sich Bayreuth noch tiefer im Tabellenkeller fest. "Wir hätten in der zweiten Halbzeit vier oder fünf Tore schießen können", sagte Eichstätts Abteilungsleiter Benz: "Bayreuth dagegen hatten keine einzige tatsächliche Torchance in der zweiten Hälfte. Das war eine wirklich schlechte Mannschaft."
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