Montag, 20. August 2018
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VfB Eichstätt verbucht beim Kreisklassisten DJK Dollnstein glanzlosen 11:0-Kantersieg und ist eine Runde weiter

Pflichtaufgabe im Pokal klar gemeistert

Dollnstein
erstellt am 07.08.2018 um 22:14 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 19:28 Uhr | x gelesen
Dollnstein (EK) Am Ende war es ein standesgemäßer 11:0 (3:0) -Kantersieg des fünf Klassen höher spielenden VfB Eichstätt bei einer aufopferungsvoll kämpfenden DJK Dollnstein. Allerdings kam die B-Elf des Regionalligisten ganz, ganz schwer ins Spiel. Vierfacher Torschütze vor 560 Zuschauern war Yomi Scintu.
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Mit vier Treffern war VfB-Angreifer Yomi Scintu erfolgreichster Torschütze. Am Ende gewann der VfB Eichstätt klar mit 11:0 bei der DJK Dollnstein.
Mit vier Treffern war VfB-Angreifer Yomi Scintu erfolgreichster Torschütze. Am Ende gewann der VfB Eichstätt klar mit 11:0 bei der DJK Dollnstein.
Foto: Daniel Worsch
Dollnstein
Die Dollnsteiner Verantwortlichen und ihre zahlreichen Helfer hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um dieses herausragende Ereignis in ihrer Vereinsgeschichte entsprechend zu präsentieren. Und es ist ihnen rundum voll gelungen, denn Organisation und Durchführung waren absolut ohne Mängel. Selbst das Spielfeld war in einem guten Zustand, und konnte für die Regionalliga-Kicker in manchen Situationen nicht als Ausrede verwendet werden.

VfB-Trainer Markus Mattes bot im Vergleich zur Startaufstellung des letzten Punktspiels bis auf Fabian Eberle und Jonas Fries neun andere Spieler auf. Doch um es gleich vorneweg zu nehmen, nur sehr wenige von ihnen konnten vor den kritischen Augen ihres Trainers überzeugen.

Die Begegnung begann aus Eichstätter Sicht sehr zäh, um nicht zu sagen schwach. Man hatte zwar deutlich mehr Spielanteile, doch irgendwie fehlte es an Tempo und vor allen an Passgenauigkeit. Die Dollnsteiner hingegen waren von Beginn an hellwach und hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr gut dagegen. Mit etwas Glück hätten sie in der 21. Minute sogar in Führung gehen können, denn einen weiten Ball aus der eigenen Abwehr nahm Stefan Rehm am Strafraum an, setzte sich gegen seinen unentschlossenen Gegner durch und traf aus zwölf Metern den Pfosten des VfB-Tores. In den Minuten zuvor machte VfB-Coach Mattes seinen Unmut schon durch markige Kommentare unüberhörbar Luft. Viele seiner Spieler war gerade in der Anfangsphase bestenfalls im Freundschaftsspiel-Modus. "Die erste halbe Stunde haben wir wirklich schlecht gespielt. Besser wurde es erst nach der kurzen Trinkpause beziehungsweise als das 1:0 für uns fiel", so der Übungsleiter nach dem Spiel. Mit einem Doppelpack löste Julian Kügel in der 29. und 36. Minute eine Torflut aus. Beide Male donnerte er aus der Bewegung heraus das Spielgerät in das lange Torwarteck. Auch wenn der haushohe Favorit selbst zu diesem Zeitpunkt noch keine Einstellung fand, gelang Yomi Scintu im Anschluss an einer Schröder-Ecke per Kopf der 3:0-Pausenstand.

Zur Pause musste Dollnsteins Trainer seinen bis dato besten Abwehrspieler Simon Mastrogregori wegen einer schmerzhaften Fingerverletzung in der Kabine lassen. Diese Lücke war fortan nicht zu schließen. Während die Kreisklassisten mit zunehmender Spielzeit immer mehr abbauten, erzielten die Eichstätter Tor um Tor. Per Foulelfmeter erhöhte Florian Grau auf 4:0. Zuvor war Fabian Eberle im Strafraum regelwidrig attackiert worden. Drei Minuten später konnte sich Torjäger Fabian Eberle erstmals in die Torjägerliste eintragen, nachdem er von Kügel mittels Querpass gut bedient wurde. Auch das 6:0 ging auf das Konto von Eberle, nachdem er ein "Anspiel" seines Bruders Tobias an der Strafraumgrenze dankend annahm und per Flachschuss erfolgreich abschloss (68.). Spätestens ab diesen Zeitpunkt waren die wackeren, aber sehr fair spielenden Dollnsteiner stehend k.o.. Zudem konnten sie nur noch mit neun Feldspielern weiterspielen, da ein Akteur nach einer Daumenverletzung ausscheiden musste und das Wechselkontingent schon erlöschen war. Das Toreschießen ging auf VfB-Seite jedoch munter weiter. Eine Flanke von Grau netzte Scintu per Kopf zum 7:0 ein. Wenig später drückte Kügel einen Querpass des eingewechselten Marcel Schelle über die Torline und Scintu bewies mit dem 9:0 seine exzellente Schusstechnik. Zweistellig wurde es mit dem Treffer von Grau, der praktisch ohne Gegenwehr einen weiteren Querpass von Schelle in die Maschen setzte. Den Schlusspunkt in einer doch sehr einseitigen Pokal-Begegnung setzte abermals Yomi Scintu, als er eine Schelle-Vorlage zum 11:0 locker verwertete. Die wackere DJK hatte im zweiten Abschnitt nur eine nennenswerte Möglichkeit: In der 67. Minute kam Jeremias Wagner nach einem Konter über die linke Seite plötzlich im Strafraum zum Abschluss. Aber er traf den Ball nicht richtig, so dass Torwart Luca Woloszyn locker halten konnte.

Dollnsteins Spielertrainer Tobias Eberle, dessen Wege sich nur sehr selten mit jenen seines Bruders Fabian kreuzten, war trotz der deftigen Packung nach dem Spiel nicht unzufrieden: "Ich denke wir haben es in den ersten 30 Minuten ganz ordentlich gemacht. Dann ging uns immer mehr die Luft aus, wobei wir auch noch zu zehnt das Spiel beenden mussten. Dennoch war es für uns ein riesen Event."

Und auch bei seinem Gegenüber, Markus Mattes, war nach dem Schlusspfiff des nicht geforderten Schiedsrichters Patrick Krettek aus Neuburg der Ärger über die ersten Halbzeit wieder verfolgen: "Es gibt bei solchen Spielen für einen Trainer nur zwei Möglichkeiten: Entweder du wirst nach wenigen Minuten an der Seitenlinie sehr laut, oder du kannst dich entspannt zurücklehnen und das Spiel deiner Mannschaft zufrieden verfolgen. Bei mir war es halt die erstgenannte Variante." Recht hat er!

DJK: Michael Mayr, Ruthingsdorfer (70. Klaußer), Graf, Martin Mayr, Mastrogregori (46. Hirsch), Eberle, Rehm, Polak (57. Wagner), Heil, Hofer, Eder.

VfB: Woloszyn, Schröder, Förtsch, Eberwein, Grau, Eberle (64. Schelle), Scintu, Kraft, Greth, Fries (56. Schäll), Kügel.

Schiedsrichter: Patrick Krettek, SC Ried (Gruppe Neuburg); Tore: 0:1 (29.) + 0:2 (36.) Kügel, 0:3 (43.) Scintu, 0:4 (55.-FE) Grau, 0:5 (58.) + 0:6 (68.) Eberle, 0:7 (71.) Scintu, 0:8 (74.) Kügel, 0:9 (82.) Scintu, 0:10 (82.) Grau, 0:11 (89.) Scintu; BV: keine; Zuschauer: 560.
Manni Riedl
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