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KRC Kipfenberg unterliegt Friedrichshafen - Keglerinnen gewinnen beim ESV Nördlingen

Mit Heimpleite in die Bundesliga-Saison

Kipfenberg
erstellt am 11.09.2018 um 20:08 Uhr
aktualisiert am 28.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Kipfenberg (EK) Dem neu formierten Bundesliga-Team des KRC Kipfenberg merkte man vom Start weg eine leichte Verunsicherung an.
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Keiner wusste wo man steht und dann kommt gleich noch der starke Aufsteiger vom Bodensee ins Altmühltal. Die Sportfreunde Friedrichshafen hatten sich vor der Runde noch mit dem jetzigen Junioren-Nationalspieler Lukas Funk verstärkt und wollten auch vom Start weg zeigen, dass sie nicht nur zum Spaß angereist sind.

2. Bundesliga Süd/West, 1. Spieltag: KRC Kipfenberg - SF Friedrichshafen 2:6 (9:15/ 3450:3586 Holz): Kipfenberg spielte zum Start mit ihrem Nationalspieler Fabian Lange, der es direkt mit Lukas Funk aufnehmen musste. Auf den Nebenbahnen kam der Kipfenberger Neuzugang Holger Simon zum Einsatz, und hatte es mit dem erfahrenen Fuchs Darko Lotina zu tun. Holger hatte in der Vorbereitung einige Male seine Klasse gezeigt und bekam zu Recht die Chance auf sein erstes Bundesliga-Spiel. Darko Lotina jedoch war nicht gewillt, ihm auch direkt Punkte zu überlassen und startete mit starken 336 Holz auf den ersten beiden Bahnen. Sichtlich nervös musste Holger ihm daher auch die ersten beiden Punkte überlassen. Mit einem Rückstand von über 60 Holz war in diesem Duell nicht mehr viel zu holen. Holger kämpfte stark und holte sich mit der letzten Bahn noch den Ehrensatzpunkt. Am Ende hieß es 1:3 und 549:625 aus Sicht des Kipfenbergers. Daneben sollte sich ein offener Schlagabtausch abzeichnen. Fabian Lange verlor das erste Duell knapp mit 149:156 Holz, holte sich jedoch nervenstark den zweiten Satz mit 153:152 Holz. Damit stand es 1:1 und der Wettkampf war völlig offen. Lukas Funk wusste dann besonders auf die Vollen zu gefallen und legte mit 110 Holz den Grundstein für den nächsten Satzpunkt der Gäste. Fabi, mit 101 Holz auf Schlagdistanz, holte im Räumen dann Holz um Holz auf. Ein Fehlwurf machte ihm den Punkt jedoch zunichte. Mit 155:161 Holz ging Satz drei nach Friedrichshafen. Der letzte Satz musste die Entscheidung bringen. Fabi begann stark, musste sich jedoch wieder auf die Vollen geschlagen geben, 109:94 zeigte die Anzeige gegen ihn. Erneut holte er im Räumen auf. Aber wieder reichte es nicht ganz und er musste sich mit 147:154 Punkten geschlagen geben. Damit war der Punkt mit 1:3 und 604:623 Holz auch auf die Anzeige der Gäste gewandert.

Der Plan, mit mindestens einem Punkt im Startpaar zu beginnen, ging damit nicht auf und das Spiel sollte damit nicht leichter werden. Im Mittelpaar sollten Michael Niefnecker gegen den zweiten Junioren-Nationalspieler Dejan Lotina, sowie der Kipfenberger Neuzugang Leo Danner gegen Nicolai Müller punkten und die Chance auf den Sieg wahren. Michi war bis in die Haarspitzen motiviert und wollte alles Mögliche tun, um den Sieg zu holen. Die ersten 30 Wurf waren etwas zu angespannt und er musste diesen auch direkt mit 143:167 Zählern abgeben. Danach fand er zunehmend in sein Spiel und lies nichts mehr anbrennen. Mit drei weiteren Satzpunkten kämpfte er sich zum Sieg, wobei er im letzten Durchgang 114 auf die Vollen legte. 3:1 und 618:600 hieß es am Ende und die ersten Punkte für Kipfenberg waren eingefahren. Auf den Nebenbahnen sollte es ihm Leo Danner gleich tun. Aber auch sein Start wirkte sichtlich nervös. Mit 131:145 musste er den ersten Satz abgeben. Den zweiten Satz konnte er dann aber für sich mit 148:141 verbuchen. 1:1 und alles war noch drin. Danach baute sein Spiel jedoch leider wieder ab und er musste sich am Ende mit 1:3 und 549:573 Holz geschlagen geben.

Abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss! Mit dem stark besetzten Kipfenberger Schlusspaar Michael Schobert und Mario Strauß gegen Zdravko Lotina und Celestino Gutierrez wollte der KRC das Ruder noch herumreissen. Mario Strauß, der sich über etliche Vorbereitungsspiele in die 1. Mannschaft gespielt hat, wollte genau diese Leistung mitbringen und die Punkte für Kipfenberg holen. Sichtlich übermotiviert musste er im ersten Satz den Punkt seinem Gegner überlassen. Danach fand er aber zu seinem gewohnten Spiel und konnte die folgenden Sätze souverän nach Hause fahren. 3:1 und 589:571 Holz ließ den Rückstand unter 90 Holz fallen. Schobert, überragender Mann der letzten Saison mit einem Heimschnitt von 625 Holz, war noch vor dem Spiel voll motiviert. Die Holzzahl konnte - wenn sein Gegner mitspielt - auch noch von ihm geholt werden. Vom Start weg jedoch lief bei ihm nichts zusammen. Alle vier Satzpunkte gingen an den Gegner und er musste sich mit mageren 541:594 Holz geschlagen geben. Damit war die erste Niederlage besiegelt.

Kommenden Samstag geht es nach Regensburg. Hier heißt es dann kämpfen und die Punkte mit nach Kipfenberg nehmen. Sonst kann es ganz schnell gehen und man stünde mit dem Rücken zur Wand. Ab 13:30 Uhr freut sich das Team über zahlreiche Unterstützung.

Damen Bayernliga, 1. Spieltag: ESV Nördlingen - KRC Kipfenberg 2:6 (8:16/2938:3028 Holz): Los ging es mit Silvia Grötsch und Melanie Steinle auf Seiten der Gastgeber und Anna-Lena Gabler und Stephanie Klüber auf Seiten des KRC. Anna-Lena startete gut mit 135 Holz und musste knapp den ersten Satzpunkt an Grötsch (139) abgeben. Die nächsten Durchgänge verliefen für Gabler nicht so gut. Sie beendete ihr Spiel mit 496:504 Holz und musste Silvia Grötsch damit den Mannschaftspunkt überlassen. Stephanie Klüber startete den ersten Durchgang mit 112:143 Holz gegen Steinle und verlor ihren Satzpunkt. Die restlichen Durchgänge konnte sie für sich behaupten und holte sich so mit 482:505 Holz dennoch den Mannschaftspunkt. In der Mitte kegelte Daniela Lindner gegen Erika Gelle und Anja Pätzold gegen Munja Fischer. Nach Babypause wollte Lindner zeigen, was sie kann. Dies gelang ihr auch und sie zeigte mit 520:496 Holz eine souveräne Leistung. Pätzold hatte leichtes Spiel und gewann ihren Mannschaftspunkt mit 479:421 Holz gegen Fischer. Dann ging es in die Schlusspartie mit Martina Hanikel und Natalie Papp (KRC) gegen Karina Herzig-Pawlak und Katrin Gulde. Zurückgekehrt aus der Bundesliga konnte Martina Hanikel erneut ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und holte sich mit Tagesbestleistung von 574 Holz den Mannschaftspunkt. Herzig-Pawlak musste sich mit 496 Holz geschlagen geben. Nach einem vielversprechenden Start von Papp zog Gulde letztendlich mit 516 Holz an ihr vorbei und sie konnte den Mannschaftspunkt mit 477 Holz nicht für den KRC holen.

Der nächste Kampf der 1. Damen-Mannschaft steht kommenden Sonntag gegen die 1. Damen-Mannschaft des SKC Unterthingau in Kipfenberg an.
Thilo Meir
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