Samstag, 19. Januar 2019
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Raitenbucher Profi könnte SC Freiburg noch im Winter verlassen

Leihgeschäft um Kammerbauer?

Eichstätt
erstellt am 02.01.2019 um 10:35 Uhr
aktualisiert am 04.01.2019 um 12:14 Uhr | x gelesen
Nürnberg/Freiburg/Raitenbuch (dno) Mit einer weiteren Enttäuschung ist für den Raitenbucher Patrick Kammerbauer das Fußballjahr 2018 zu Ende gegangen: Auch gegen seinen Ex-Verein, den 1. FC Nürnberg kam der 21-jährige Profifußballer in Diensten des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg am letzten Hinrunden-Spieltag nicht zum Einsatz. Somit bleibt es für den Raitenbucher bei bisher nur einer Spielminute (ohne Nachspielzeit) innerhalb eines Jahres. Trainer Christian Streich schließt ein Leihgeschäft in der Winterpause nicht aus.
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Bald nicht mehr beim SC?: Patrick Kammerbauer.
Bald nicht mehr beim SC Freiburg?: Patrick Kammerbauer.
Dengler
Eichstätt
Kammerbauer war Anfang 2018 von seinem Ausbildungsverein und damaligen Zweitligisten aus Nürnberg, für den er in eineinhalb Jahren 35 Pflichtspiele (31x Zweite Liga, 4x DFB-Pokal) bestritten hatte, in den Breisgau gewechselt. Dort hatte der ehemalige DFB-Junioren-Nationalspieler einen Vier-Jahres-Vertrag bis Juni 2022 unterschrieben.
 
Allerdings läuft es seitdem sportlich überhaupt nicht. In der Saison 2017/18 wurde der Defensivspieler nur ein einziges Mal in den Kader berufen; für die zweite Mannschaft kam er in der in der Regionalliga Südwest zu fünf Einsätzen (2 Tore). In der aktuellen Spielzeit schaffte es der 1,74 Meter große "Kammer", wie er mit Spitznamen genannt wird, immerhin neun Mal in den 18 Spieler umfassenden Profi-Kader, wurde aber nur einmal eingewechselt. Das Bundesliga-Debüt feierte er nach langem Warten am zwölftem Spieltag beim 1:1-Unentschieden gegen den SV Werder Bremen (wir berichteten). "Es freut mich, wenn einer so arbeitet, obwohl er nie kickt" lobte Streich damals. "Ich habe früher als Spieler auch auf der Tribüne gesessen. Ich war nicht immer Stammspieler und gut genug. Patrick hat eine Zeit gebraucht, jetzt arbeitet er sich rein und hat das erste Mal gekickt. Das hat er sich verdient."
 

"Er ist gut und jung"


Warum aber hat es nicht zu weiteren Einsatzminuten gereicht? "Freiburg ist anders als Nürnberg. Er musste sich am Anfang zuerst einmal reinfinden", sagte Streich im Anschluss an die offizielle Pressekonferenz nach dem knappen 1:0-Sieg seines Teams auf Nachfrage des EICHSTÄTTER KURIER. "Patrick hat Pech gehabt, dass wir uns oft für andere Spieler entschieden haben. Er hatte Nicolas Höfler vor sich, und der zweite 'Sechser' ist Robin Koch. Es ist schwierig. Es hätte aber schon sein können, dass er ein paar Mal öfter spielt, da er sich auch mehr Einsatzzeiten verdient gehabt hätte. Aber wie gesagt: Er ist gut und jung. Und wir haben uns nicht gegen ihn, sondern für andere Spieler entschieden. Manchmal gibt es einfach solche Härtefälle."

Kammerbauers 2018er-Bilanz mit nur einem Kurzeinsatz bei den Profis sowie insgesamt acht Spielen in der Reserve ist also äußerst dürftig. Macht es da nicht Sinn, ihn im Winter auszuleihen, damit er anderswo zumindest Spielpraxis sammelt? "Wir werden das gemeinsam besprechen und schauen, was für beide Seiten die beste Lösung ist", sagte Streich - und machte sich mit der Mannschaft zurück auf den Weg nach Freiburg.

Nach ein paar Tagen Pause beginnt der Tabellenelfte ab 4. Januar 2019 die Winter-Vorbereitung. Drei Tage später verabschiedet sich das Team in Richtung Süden ins spanische Andalusien. Vor einem Jahr noch flog Patrick Kammerbauer mit dem Club ins Trainingslager, um dann wenige Wochen später den Verein zu verlassen. Man darf also gespannt sein, was der Transfermarkt in diesem Winter so bringt.
 
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