Samstag, 15. Dezember 2018
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Kipfenberger Kegler verlieren in Friedrichshafen - Damen weiterhin souveräner Tabellenführer

Keine Punkte am Bodensee

Kipfenberg
erstellt am 04.12.2018 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 21:38 Uhr | x gelesen
Kipfenberg (EK) Die Topteams des KRC Kipfenberg verbuchten am vergangenen Wochenende unterschiedliche Ergebnisse. Während die Herren in der 2. Bundesliga Süd/West ihr Auswärtsspiel bei den SF Friedrichshafen verloren haben, konnten die Frauen in der Bayernliga Süd gegen den ESV Nördlingen gewinnen.
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Glänzend aufgelegt und in starker Form präsentierte sich Anna-Lena Gabler. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Damenmannschaft Tabellenführer der Bayernliga Süd ist.
Glänzend aufgelegt und in starker Form präsentierte sich Anna-Lena Gabler. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Damenmannschaft Tabellenführer der Bayernliga Süd ist.
Traub/Archiv
Kipfenberg
In ihren Tabellen sind ebenfalls Unterschiede festzustellen. Die Herren rangieren im Tabellenmittelfeld und die Damen führen das Klassement weiterhin souverän an.

2. Bundesliga Süd/West (10. Spieltag): SF Friedrichshafen - KRC Kipfenberg 7:1 (17:7/ 3601:3491 Holz): Die Kipfenberger wollten gegen das heimstarke Friedrichshafen vom Start weg dran bleiben und die Partie möglichst lange offen halten. Daher spielte Michael Schobert (640) gegen den stärksten Heimakteur und Junioren-Nationalspieler Lukas Funk (605). Für Fabian Lange, der leider verhindert war, rückte Christian Guggenmos (576) mit in die Startpaarung gegen Darko Lotina (591). Schobert zeigte sich prächtig aufgelegt und zeigte vom Start weg eine bärenstarke Leistung. Mit 341:307 Holz konnte er seinen Widersacher deutlich in Schach halten und ging mit 2:0-Satzpunkten in Führung. Im dritten Durchgang konnte er eine Schwächephase seines Gegners ausnutzen und machte den Sack zu. Damit konnte man den ersten Mannschaftspunkt auf der Kipfenberger Seite verbuchen. Am Ende gewann Schobert sein Duell mit Tagesbestleistung von 640:605 Kegeln.

Auf den Nebenbahnen tat sich Guggenmos zum Start etwas schwerer. Schnell war auch dieses Duell zu Gunsten der Heimmannschaft entschieden. Im letzten Durchgang jedoch holte Guggenmos noch einige wichtige Holz auf und verkürzte auf 576:591. Damit stand es zu diesem Zeitpunkt 1:1 und das Startpaar konnte einen knappen 20-Holz-Vorsprung dem Mittelpaar mitgeben.

Hier spielte man mit Michael Niefnecker (575) gegen den nächsten Junioren-Nationalspieler Dejan Lotina (633) und Manfred Hanikel (552) gegen Mario Listes (598). Das Ziel war klar: Es musste ein weiterer Mannschaftspunkt her und auch hinsichtlich der Holzzahl wollte man dran bleiben, um das Spiel weiter offen zu halten. Niefnecker agierte sehr konstant, konnte seinen Gegenspieler jedoch nie in Gefahr bringen. Er verlor deutlich mit 0:4 und einer Holzzahl von 575:633 Kegel. Auf den Nebenbahnen das gleiche Bild. Manfred Hanikel fehlte diesmal die nötige Präzision und so konnte er die Kreise von Mario Listes nicht entscheidend stören. Mit 0:4-Satzpunkten und einem Ergebnis von 552:598 Holz war auch er sichtlich unzufrieden. Damit musste man schon einige Hölzer einbüßen und lag nun mit 84 Kegeln im Rückstand. Somit mussten im Schlusspaar noch zwei Mannschaftspunkte her und man musste auch die Holz aufholen, um noch etwas Zählbares mit ins Altmühltal nehmen zu können. Dafür sorgen sollten Mario Strauß (578) gegen Nicolai Müller (591) und Patrick Scholler (570) gegen Celestino Gutierrez (583). Strauß spielte ähnlich wie schon das Mittelpaar vier völlig konstante Durchgänge. Aber auch bei ihm sollte dies nicht für einen Mannschaftspunkt reichen. Am Ende ging der Punkt mit 1:3 und einer Holzzahl von 578:591 Holz an die Heimmannschaft. Im anderen Duell holte sich Scholler zum Start ein 1:1 und konnte die Partie offen gestalten. Im dritten Durchgang spielte er stark auf. 162 Kegel konnte er zu Fall bringen, was an diesem Tag auch keine Punkte bringen sollte. Dieser Durchgang ging mit starken 175 Kegeln auf das Konto des Heimspielers. Den letzten Durchgang holte sich Scholler dann souverän, konnte jedoch den Holzrückstand nicht mehr aufholen und verlor bei 2:2 Satzpunkten sein Spiel mit 570:583 Kegel.

Am Ende des Tages zeigte man zwar eine solide Leistung, welche aber insgesamt zu wenig war, um etwas Zählbares mitzunehmen. Schon Samstag geht es zuhause gegen den Sportclub Regensburg. Hier gilt es wieder an die schon gezeigten Leistungen anzuknüpfen, um nicht unnötig in den Abstiegsstrudel zu gelangen.

Bayernliga Süd (10. Spieltag): KRC Kipfenberg - ESV Nördlingen 5:3 (13,5:10,5/ 3318:3225 Holz): In der Startpaarung brachte der KRC Anja Pätzold gegen Erika Geile (553) und Martina Hanikel (554) gegen Munja Fischer (473). Pätzold kam schwer aus den Startlöchern und verlor direkt auch die ersten beiden Durchgänge. Nach 60 Wurf kam dann Daniela Linder für sie zum Einsatz. Lindner war von der ersten Kugel an präsent und zeigte, was in ihr steckt. Mit 152 und 150 spielte sie hervorragend. Am Ende fehlten ihr sieben Kegel, um den Mannschaftspunkt zu holen, welcher mit 547:553 Holz an den Gast ging. Auf den Nebenbahnen hatte Martina Hanikel keine Probleme mit ihrer Gegnerin. Mit 554:473 Holz holte sie sich sicher ihren Mannschaftspunkt und einige Kegel auf das Habenkonto.

Im Mittelpaar spielte Anna-Lena Gabler (567) gegen Melanie Steinle (549) und Manuela Strauß (533) gegen Karina Herzig-Pawlak (541). Gabler zeigte sich glänzend aufgelegt und spielte vom Start weg eine starke Partie, was aber auch notwendig war. Mit 3:1-Satzpunkten und einem Holzvorsprung von 18 Kegeln holte sie sich den nächsten Mannschaftspunkt. Im anderen direkten Vergleich entwickelte sich im Laufe des Spiels ein spannendes Duell. Strauß holte sich den ersten Satzpunkt mit einen Kegel Vorsprung. Und es sollte die spannende Partie bleiben. Schließlich musste sich Strauß mit 533:541 knapp geschlagen geben. Zum Ende des Mittelpaares stand es somit 2:2 nach Punkten und einem Holzvorsprung von 85 Kegeln. Nun lag es am Schlusspaar des KRC, den Sack zuzumachen. Auch in der Schlussphase sahen die zahlreichen Zuschauer packende Duelle und Kegelsport auf hohem Niveau. Natalie Papp zeigte sich hochmotiviert und markierte gegen eine starke Katrin Gulde (562 Holz) mit glänzenden 571 Kegeln die Tagesbestleistung. Dies war enorm wichtig, da damit der dritte Mannschaftspunkt verbucht werden konnte. Auf den Nebenbahnen spielte Stephie Klüber gegen Silvia Grötsch (547). Klüber musste jedoch bereits nach nur 30 Wurf die Bahnen verletzungsbedingt verlassen. Für sie bekam Nachwuchsspielerin Sina Guggenmos die Chance und kam zu ihrem ersten Einsatz in der Bayernliga. Mit drei Durchgängen von 141, 138 und 143 spielte sie sehr konstant und brachte ihre Gegnerin stark in Bedrängnis. Am Ende sollte ein Kegel fehlen, um den Mannschaftspunkt zu holen. Dieser ging mit 546:547 Holz auf das Konto der Rieserinnen.

Alles in allem war dies eine spannende und knappe Partie gegen stark spielende Gegnerinnen. Wichtig waren am Ende die zwei Punkte, um in der Tabelle weiter in Front zu bleiben. Weiter geht es dann Sonntag mit einem Auswärtsspiel in Unterthingau. Auch hier gilt es, die Spannung hoch zu halten, damit man während der Winterpause von ganz oben grüßen kann.
Thilo Meir
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