Serrano (l), Reed (m) und Cordeiro vertraten ihre Länder Serrano (l), Reed (m) und Cordeiro vertraten ihre Länder
Serrano (l), Reed (m) und Cordeiro vertraten ihre Länder
© 2018 SID

Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die gemeinsame Bewerbung aus Nordamerika setzte sich bei der Vergabe durch den FIFA-Kongress am Mittwoch mit 134:65 Stimmen (67 Prozent) gegen Marokko durch. Das Turnier in acht Jahren wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stimmte für "United 2026".

"Herzlichen Glückwunsch - ein großartiges Ergebnis nach harter Arbeit", twitterte US-Präsident Donald Trump. Der 71-Jährige hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder in den Wahlkampf eingemischt und den Unterstützern Marokkos sogar politische Konsequenzen angedroht. Viele Stimmen kostete das die Nordamerikaner am Ende offenbar nicht.

DFB-Präsident Reinhard Grindel gratulierte am Nachmittag aus dem WM-Camp in Watutinki. "Wir haben sehr intensiv auf die Nachhaltigkeit geschaut, dort sind alle Stadien vorhanden, die notwendige Infrastruktur und Unterbringungsmöglichkeiten für die Fans", sagte der 56-Jährige: "Die marokkanische Bewerbung war gut, Land und Verband gilt großer Respekt." Den afrikanischen Verbänden riet Grindel, sich mit einer gemeinsamen Kampagne mehrerer Verbände erneut zu bewerben.

"Das ist ein sehr emotionaler Moment für uns. Vielen Dank an jeden in der FIFA-Familie. Im Namen unserer gemeinsamen Bewerbung: Vielen Dank für die unglaubliche Ehre", sagte US-Verbandspräsident Carlos Cordeiro auf der Bühne des Expocenters in Moskau. Der Verlierer gratulierte fair. "Wir werden weiter für den Fußball und die Jugend arbeiten, um eines Tages unseren Traum zu realisieren", sagte Verbandspräsident Fouzi Lekjaa.

Die nordamerikanische Bewerbung hatte von der FIFA-Expertenkommission die bessere Bewertung erhalten (4,0 von 5 möglichen Punkten/Marokko: 2,7). Der Verbund reichte 23 mögliche Austragungsorte ein, von denen nun 16 ausgewählt werden. 60 der 80 Spiele, darunter sämtliche Partien der K.o.-Runde, werden in den USA stattfinden, jeweils zehn in Kanada und Mexiko. Mögliche Finalorte sind Dallas, Los Angeles und New York. Für das Eröffnungsspiel ist Mexiko-Stadt vorgesehen.

Die Ausrichter rechnen mit Organisationskosten in Höhe von 2,16 Milliarden US-Dollar und einem Umsatz in Höhe von 14,3 Milliarden. Die prognostizieren Einnahmen in Höhe von elf Milliarden Euro wären Stand jetzt WM-Rekord.