Dienstag, 15. Juli

 
Die Bayern-Spiel sind wieder in Bayen - damit wollen wir unseren Nachrichten-Blog von und zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beenden. Wir bedanken uns bei allen Lesern und wünschen eine schöne Fußball-lose Zeit. Das Team von donaukurier.de
 

Die bayerischen Weltmeister sind in Hallbergmoos gelandet

 
Um 17.22 Uhr betrat Toni Kroos zu Klängen einer bayerischen Blaskapelle als erster Spieler des FC Bayern das Rollfeld des Münchner Flughafens. Nach ihm folgte Bastian Schweinsteiger und küsste zuerst einmal den bayerischen Boden, um dann schnurstracks auf Bayern-Präsident Karl-Heinz Rummenigge und Horst Seehofer zuzugehen. Torhüter Manuel Neuer wurde von Ministerpräsident Seehofer umarmt. Seehofer überreichte dem Welttorhüter, wie auch allen anderen Bayern-Spielern, einen bayerischen Löwen.
 
"Nach der ganzen Reiserei wieder hier zu sein, ist schon was Schönes", sagte Schweinsteiger. Anschließend nahm ihn FCB-Sportvorstand Matthias Sammer in den Arm und klatschte ihm mit der offenen Hand auf die Brust - wohl eine Anerkennung für Schweinsteigers fast schon monumentalem Auftritt beim Finale. Mats Hummels, der auch aus dem Flugzeug gestiegen war, marschierte schnurstracks durch die Bayern-Fans. Sein Bruder und seine Mutter wohnen in München, er will sie besuchen. Die Bayern-Profis Jerome Boateng und Mario Götze waren nicht an Bord. Boateng wird wohl in seinem Geburtsort Berlin geblieben sein und Freunde, Familie und Bekannte besuchen, Götze macht möglicherweise einen Abstecher nach Nordrhein-Westfalen, wo ja seine Eltern leben. Überraschend auch an Bord war DFB-Manager Oliver Bierhoff.
 

Rummenigge bestätigt Verhandlungen mit Real Madrid


FCB-Präsident Karl-Heinz Rummenigge unterhielt sich auf dem Rollfeld angeregt und unter vier Augen mit Toni Kroos. Spanische Medien berichten, dass der Mittelfeldspieler bereits bei Real Madrid unterschrieben hat. "Ich kann bestätigen, dass Toni und ich im Gespräch mit Real Madrid sind", sagte Rummenigge gegenüber dem Bayerischen Fernsehen. "Es ist möglich, dass es zu einem Transfer kommt." Definitiv sei ein Vertrag aber erst, wenn er unterschrieben wäre. Jemanden doch noch zum Verbleib beim Rekordmeister überreden zu wollen, klingt anders - zumal Kroos' Vertrag im nächsten Jahr ausläuft und er dann ablösefrei gehen könnte. Wie die spanische Zeitung "Marca" in ihrer heutigen Ausgabe verkündete, wird Kroos am Donnerstag bei Real Madrid vorgestellt (siehe unten). Kroos-Berater Volker Struth will bis zum morgigen Mittwoch eine Entscheidung erreichen.
 

 
Philipp Lahm meinte, in drei Wochen seine Mannschaftskameraden schon wieder beim Training zu sehen, jetzt aber erst einmal abschalten zu wollen. "Mein Kleiner wird mir aber nicht erlauben, die Füße hochzulegen - und darauf freue ich mich jetzt auch."
 

Schweinsteiger ist für Seehofer ein "Gladiator"

 
"Es ist eine Herzensangelegenheit für mich", sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer auf dem Rollfeld des Münchner Flughafens. Die sieben Spieler des FC Bayern hätten den Freistaat bei der Fußball-WM hervorragend vertreten, "der ein oder andere auch in Interviews, die mir sehr gefallen haben - in bayerischem Dialekt". Gerade Thomas Müller hätte Bayern gegenüber den Medien sehr selbstbewusst vertreten, "das ist ein frischer, tapferer, mutiger junger Mensch". Bastian Schweinsteiger bezeichnete Seehofer als "Gladiator", und bei Manuel Neuer könne er sich gar nicht vorstellen, wer gegen den noch ein Tor schießen soll. 
 

Sammer: "Alltag beim FC Bayern ist nächste Prüfung für die Weltmeister"

 
"Ich wär auch gern auf dem Platz gestanden, ich wär auch ganz gern mal Weltmeister geworden", sagte Matthias Sammer, Sportvorstand des FC Bayern, gerade am Mikrofon des Bayerischen Fernsehens auf dem Rollfeld des Münchner Flughafens. Er freue sich über den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft, warnte aber auch: "Die sportlich Verantwortlichen sollten sich Gedanken machen, damit das Ding nachhaltig ist." Schon der Alltag beim FC Bayern sei die nächste Prüfung für die Weltmeister, sagte Sammer. "Wir wollen nächstes Jahr wieder richtig Erfolg haben, und dafür brauchen wir die Jungs."
 
 

Podolski ist der Social-Media-Weltmeister

 
Die "Morgenpost" hat eine Rangliste der eifrigsten Social-Media-Nutzer während der Fußball-WM in Brasilien aufgelistet. Leider haben sie die Kollegen aus Berlin auf Twitter und Instagram beschränkt und Facebook außen vor gelassen. Nach dieser Liste ist Lukas Podolski mit 130 Beiträgen (63 mal Twitter, 67 mal Instagram) der absolute Social-Media-Weltmeister im DFB-Team (unten ein Foto, das er heute auf Twitter gepostet hat), gefolgt von Mesut Özil (52), Jerome Boateng (38), Andre Schürrle (37) und Mario Götze (27).
 
 

Empfang für FCB-Weltmeister auch in München

 
Während sich die restlichen Weltmeister nach der Fanfeier am Brandenburger Tor bereits in den dreiwöchigen Urlaub verabschiedet haben, wartet auf die sieben Weltmeister aus den Reihen des FC Bayern noch ein weiterer Empfang in ihrer Heimat. Manuel Neuer, Jerome Boateng, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Mario Götze und Thomas Müller sollen am Nachmittag im Münchner Flughafen geehrt werden. Weil die Weltmeister verspätet aus Rio angekommen sind, hat sich der weitere Tagesablauf nach hinten verschoben. Wann genau die Maschine mit den Bayern-Weltmeistern - mit an Bord werden übrigens auch Mats Hummels und Miroslav Klose sein - in Hallbergmoos landet, ist nicht bekannt. Nach Angaben der bayerischen Staatsregierung ist der Empfang für 17 Uhr geplant, Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) werden die Weltmeister ehren. Ein öffentlicher Auftritt ist nicht geplant.
 
 

DFB-Jumbo bis Ende Juli als "Siegerflieger" in der Luft

 
Noch bis Ende Juli wird der "Siegerflieger Fanhansa", mit dem das DFB-Team die Rückreise von Rio nach Berlin zurückgelegt hat, unterwegs sein. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr kündigte gegenüber dem Berliner "Tagesspiegel" an, dass die Aufschrift für jedes Tor, das die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien geschossen hat, einen Tag auf der Boeing 747-80018 bleibe. Anschließend heißt der Jumbo wieder schlicht "Potsdam".
 

"Sind total sicher, dass Löw weitermacht"

 
Auf der Fanmeile wollte sich Bundestrainer Joachim Löw nicht eindeutig festlegen, ob er weitermacht. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gibt es hingegen keine Zweifel, was die Zukunft Löws angeht. "Wir sind total sicher. Der Präsident hat es gesagt, ich sage es auch", sagt DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Löw, so glauben die DFB-Vorderen, wird das DFB-Team auch am 3. September zum Start in die neue Länderspielsaison gegen Argentinien als Chefcoach betreuen.
 

500.000 Fans feiern ihre Weltmeister

 
Andreas Bourani eröffnet um 12.56 Uhr die eigentliche WM-Feier auf der Fanmeile am Brandenburger Tor mit "Auf uns" - der Song wird als der inoffizielle Soundtrack zum vierten WM-Triumph einer deutschen Nationalmannschaft in die Geschichte eingehen. Wie vorhin bereits erwähnt: Das Lied wurde am Sonntagabend nach dem Titelgewinn im Maracana-Stadion gespielt.
 
Das Trainerteam und der Manager entern die Bühne Arm in Arm: Andreas Köpke, Jogi Löw, Hansi Flick und Oliver Bierhoff, alle ganz in Schwarz mit den "1"er-Trikots, schießen erst einmal ein paar Bälle ins Publikum. "Jogi"-Sprechchöre, und gleich wird ihn der Moderator fragen, wie es mit ihm weiter geht. Ob er weitermacht - es wird gemunkelt, dass er eine Ausstiegsklausel in seinem DFB-Vertrag hat. Aber Löw geht nicht darauf ein.
 
"Es lief vom ersten Tag an alles perfekt", sagt Oliver Bierhoff. "Ich hab draußen gestanden und hab mich nur gefreut, wie sie marschiert sind. Sie haben sich das wirklich verdient." Viel Applaus, nachdem er in Richtung Fans sagt: "Das ist unser gemeinsamer Erfolg". 
 
Es kommen nun: Sami Khedira, Mesut Özil, Per Mertesacker (Foto unten), Ron-Robert Zieler, Jerome Boateng und Lukas Podolski - die erste WG aus dem Campo Bahia. Poldi spricht "vom geilsten Moment" seiner Karriere. Per Mertesacker ist einer der wenigen deutschen Spieler, der keine Sonnenbrille trägt. "Wir sind megastolz auf diese Leistung. Wenn man hier als Zweiter und Dritter gestanden hat und es jetzt endlich geschafft hat, dann ist man einfach stolz." Der Arsenal-Verteidiger gibt das Feierbiest, da geht sogar Lukas Podolski unter. Der gebürtige Berliner Jerome Boateng ruft ein "Hallo Berlin, ich kann euch nicht hören - ich bin stolz, Berliner zu sein" in die Menge, und das kommt natürlich hervorragend an.
 
 
Miroslav Klose, Shkodran Mustafi, Roman Weidenfeller, Toni Kroos, Andre Schürrle und Mario Götze sind die zweite WG auf der Bühne der Fanmeile. "So gehn die Gauchos", singen sie in gebückter Haltung, um dann aufrecht zu gehen und "So gehn die Deutschen, die Deutschen, die gehn so" zu intonieren. Ein kleiner Seitenhieb Richtung Argentinien. Die Albiceleste hatte dem DFB-Team im Finale alles abverlangt.
 

 
Dann feiern die Fans den Rekord-WM-Torjäger Miroslav Klose. Toni Kroos stimmt ein "Miiiiiiroooo Klooose" an. Seine Stimme hat er auf der Strecke von Rio nach Berlin verloren. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl", sagt Mario Götze. Andre Schürrle, der die Vorlage zum entscheidenden Tor gegeben hat, wirkt ergriffen. Ersatzkeeper Roman Weidenfeller spricht "von einer so tollen Zeit". Toni Kroos hat eine "Policia Federal"-Kette um den Hals hängen, die er nach eigenen Worten nicht geschenkt bekommen, sondern sich erkämpft hat.
 
WG Nummer drei entert die Bühne: Manuel Neuer, Julian Draxler, Benedikt Höwedes, Matthias Ginter, Kevin Großkreutz und Bastian Schweinsteiger. Sie marschieren ein wie die Brasilianer aufs Feld, die Hand auf die Schulter des Vordermannes gelegt. Der weltbeste Keeper schnappt sich das Mikro: "Die Nummer eins der Welt sind wir". Draxler singt "Großkreutz rück den Döner raus" - hoffentlich versteht der Spaß... Schweinsteiger, noch immer gezeichnet vom Finale mit einem weißen Pflaster unterm rechten Auge, ergreift das Wort. "2006 war's auch schon super hier, aber jetzt haben wir das scheiß Ding endlich - danke für die Unterstützung!". Manuel Neuer pinkelt einmal mehr Eiswürfel. Keiner in diesem Team ist cooler. "Wir wollten in der Defensive gut stehen - damit gewinnt man Turniere", sagt der 1,95-Meter-Hüne, seine Worte gehen in "Manuel Neuer"-Sprechhören unter. Benedikt Höwedes bedankt sich für das Vertrauen des Bundestrainers - er hat keine Minute gefehlt, stand immer auf dem Rasen. "Die haben sich sehr gut benommen, ich hab aufgepasst" sagt Kevin Großkreutz, als er gefragt wird, wie sich die Schalker benommen haben. Bastian Schweinsteiger fordert großen Applaus für Großkreutz - "er hat keine Eskapaden gemacht". 
 
Und die letzte WG: Mats Hummels, Christoph Kramer, Erik Durm, Thomas Müller und Philipp Lahm. Sie marschieren mit gesenkten Köpfen ein, der Kapitän trägt den WM-Pokal, flankiert von den anderen, vor sich her. Dann wuchtet er ihn in die Höhe und alles um ihn herum fällt zu Boden. Was für eine Coreo! Wir sind gespannt auf die Worte von Thomas Müller... "1990 war meine erste WM, seitdem hab ich davon geträumt, den Pokal zu holen", beginnt Philipp Lahm. "Der Müller will was sagen", sagt Thomas Müller und greift sich das Mikro. "Hinsetzen", fordert der Münchner. Klar, er schafft es, das Volk zum Singen zu bringen, "Humbahumbahumbatäterää" und sagt anschließend: "ARD, jetzt könnt ihr wieder das Wetter machen". 
 
Und dann kommt noch das "Team hinter dem Team" auf die Bühne und darf sich feiern lassen. Die Weltmeister-Spieler bilden das Spalier, eine tolle Geste.
 
Und jetzt kommt noch Helene Fischer auf die Bühne, die vor allem bei den Dortmunder Spieler hoch im Kurs steht. Im DFB-Trikot singt sie ihr "Atemlos durch die Nacht". Anschließend darf sie den WM-Pokal in die Höhe stemmen. 
 
Abschließend schnappt sich der komplette DFB-Tross ein Riesenbanner, auf dem "Obrigado Fans" steht. Und ein weiteres mit der Aufschrift "Der 4. Stern ist unser". Nach einer Stunde geht die Fanfeier zu Ende.
 

DFB-Team an der Fanmeile angekommen

 
80 Minuten hat der DFB-Truck benötigt für die Strecke von rund drei Kilometern von Moabit zum Brandenburger Tor. Gleich kann das Fest beginnen. 
 
 
 
Und noch ein Tweet: Final-Siegtorschütze Mario Götze mit dem Cup.
 
 
Eine Mutter mit einem kleinen Kind auf dem Arm hat einen guten Platz kurz vorm Brandenburger Tor erwischt: Nach Miroslav Klose hat sich nun auch Per Mertesacker auf dem weißen T-Shirt des Kindes verewigt. Bastian Schweinsteiger hat sich, eine Deutschland-Fahne um die Schultern gewickelt, hingesetzt und knabbert an einer Breze (Foto unten). 
   
Nach und nach lassen sich Trainer und Spieler jetzt blicken. Vorneweg Jogi Löw, dann die Spieler. Als Stärkung zwischendurch gibt's eine Berliner Bockwurst. Es folgt der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Berlin, dann geht es - endlich - los. Einige Fans, gerade die ganz vorne an der Bühne, stehen seit sechs Uhr am Morgen und warten auf ihre Helden. 
 
Bastian Schweinsteiger ist ein gefragter Mann, muss erneut ein Statement abgeben am ARD-Mikrofon. "Unglaublich, welchen Empfang uns die Berliner bereiten. Das kenn ich selbst aus München nicht", sagt er. Er sei noch sehr müde, aber es gäbe Kollegen, die noch weniger geschlafen hätten als er.
 

DFB-Tross im offenen Truck auf dem Weg zum Brandenburger Tor

 
Um 10.57 Uhr steigt der DFB-Tross in Moabit aus dem schwarzen DFB-Bus aus, rein in einen offenen, ebenfalls schwarzen 625-PS-Truck. Um 11.08 Uhr geht's los, die drei Kilometer Richtung Brandenburger Tor. Philipp Lahm streckt erneut den WM-Pokal in die Höhe. Die Fanmeile ist brechend voll (Foto unten), die Polizei hat abgesperrt - nichts geht mehr. 
 
 
Der Truck bewegt sich in einem gemächlichen Tempo durch Berlin, wird von etlichen Radfahrern flankiert. Am Straßenrand winken Fans, recken das Victory-Zeichen in die Höhe. Auf der Fanmeile gibt's bereits den Soundtrack zum Triumph, "Ein Stern, der deinen Namen trägt" in einer leicht abgewandelten Form darf natürlich nicht fehlen.
 
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagt gerade in einem Interview, dass er sich nicht vorstellen kann, was in Deutschland größere Emotionen auslösen könnte als so ein WM-Titel. Was die Feier angeht: Helene Fischer stehe besonders bei den BVB-Spielern und Mats Hummels ganz hoch im Kurs, sagt Niersbach. Sie wird später ihr "Atemlos durch die Nacht" von der Bühne am Brandenburger Tor schmettern. Das erklang auch häufig im Campo de Bahia, der Unterkunft des DFB-Teams während der WM in Brasilien. Helene Fischer hat schon das neue DFB-Trikot mit den vier Sternen, beflockt mit ihrem Nachnamen auf der Rückseite. Auf einen Lieblingsspieler will sie sich am ARD-Mikrofon nicht festlegen. Außerdem wird Andreas Bourani auftreten. "Auf uns" ist so etwas wie die 2014er Hymne der "deutschen WM". Der Song wurde nach dem Titelgewinn sogar im Maracana-Stadion gespielt.
 
Jetzt, kurz vor halb zwölf am Pariser Platz, geht es nur noch im Schritttempo voran mit dem DFB-Truck. Mesut Özil hat gerade einen Tweet abgesetzt. Er zeigt sich auf dem offenen Truck mit dem WM-Pokal in der Hand.
 
 
Der Moderator auf der Fanmeile nennt gerade alle Spieler der deutschen Nationalmannschaft, alle 23 Weltmeister. Und die 300.000 Fans wiederholen sämtliche Namen und setzen hinter jeden, auch hinter die Namen der Ersatzspieler, ein "Fußballgott". 
 
Und noch ein Tweet, vom wohl fleißigsten Twitterer, von Lukas Podolski. "The Cup is in Berlin!!!", schreibt der Arsenal-Stürmer und zeigt sich Arm in Arm mit Kumpel Bastian Schweinsteiger. Poldis Job in Brasilien war es, gute Laune zu verbreiten. Ist ihm gelungen. Die Spieler werden sich auf der Bühne der Fanmeile übrigens in jenen Gruppen präsentieren, wie sie auch im Campo de Bahia gewohnt haben.
 
 
Und auch Mesut Özil twittert fleißig weiter. "What a crowd, unbelievable", schreibt er. Özil hat mittlerweile über 7 Millionen Follower auf Twitter.
 
 

DFB-Bus auf dem Weg zur Fanmeile

 
Um 10.08 ist das Flugzeug mit den Weltmeistern an Bord und der Aufschrift "Fanhansa Siegerflieger" in Berlin-Tegel gelandet. Die Maschine ist am Ausrollen. Der Co-Pilot schwenkt eine Deutschland-Fahne aus dem Fenster. Gerade gibt's die Wasserfontänen über dem Flugzeug. Nachdem der Himmel über Berlin am Morgen noch bewölkt war, strahlt jetzt die Sonne.
 

 
Kapitän Philipp Lahm ist der Erste, der um 10.21 Uhr die Boeing 747-Potsdam verlässt: Er steht auf der Gangway mit dem WM-Pokal in der Hand und winkt den Fans. 
 
"Der Flug war super", sagt Bastian Schweinsteiger in einem ersten Interview. "Diesmal haben wir Gott sei Dank den Pokal dabei." Seine Stimme lässt darauf schließen, dass er nicht besonders viel geschlafen hat seit dem Triumph von Rio. Thomas Müller verspricht, auf der Fanmeile nochmal Gas zu geben. "Wir werden auf alle Fälle nochmal so viel laufen wie bei einem Spiel." 
 
Die Weltmeister haben sich nur kurz auf dem Rollfeld in Tegel aufgehalten und sind jetzt unterwegs im schwarzen DFB-Bus Richtung Brandenburger Tor, Richtung Fanmeile. Der Bus ist auf dem neuesten Stand: 1954, 1974, 1990, 2014. Das Mercedes-Logo bildet den vierten Stern. In Kürze werden Philipp Lahm & Co. von über 300.000 Fußballfans frenetisch in Empfang genommen. Die stehen seit den frühen Morgenstunden dort, einige kippten um und mussten von Sanitätern behandelt werden.
 
Mario Götze hat einen Tweet aus dem Bus abgesetzt, er schreibt "Back in Germany!!!"
 
 
Die Fanmeile ist voll, teilt die Berliner Polizei gerade mit. 
 
Auch Manuel Neuer hat einen Tweet abgesetzt, allerdings schon früher, aus dem Flugzeug. "Berlin, wir kommen", schreibt er und hat sich mit den beiden Flugkapitänen ablichten lassen.
 
 

DFB-Flieger fliegt über die Fanmeile

 
Tolle Szene gerade eben: die Maschine mit dem DFB-Tross an Bord hat die Fanmeile am Brandenburger Tor überflogen. Gleich landet das Flugzeug in Tegel.
 

Sondersendungen auf allen Kanälen

 
Heute gibt es zahlreiche Sondersendungen im deutschen Fernsehen. Sowohl ARD als auch das ZDF übertragen die Ankunft der DFB-Delegation am Flughafen Tegel sowie die Feier auf der Fanmeile. Im Bayerischen Fernsehen gibt es von 19 bis 19.15 Uhr eine Sondersendung zur Ankunft der "bayerischen Nationalspieler" am Münchner Flughafen. Vox strahlt um 21.15 Uhr eine Doku über den Bundestrainer aus, "Joachim Löw - 4 Sterne für Deutschland".
 

"Brechend volle" Fanmeile - Nationalelf verspätet sich

 
Die Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft warten auf die Weltmeister. Teilweise haben sie in ihren Autos übernachtet, um möglichst gute Plätze auf der Fanmeile am Brandenburger Tor zu ergattern. Die Polizei erwartet eine "brechend volle" Fanmeile. Eine Stunde früher schon, um 6 Uhr, wurde sie geöffnet. Auch auf dem Berliner Flughafen Tegel warten schon viele Fans auf den DFB-Tross. Der verspätet sich: Weil die Boeing auf dem Flughafen in Rio de Janeiro mit einem Gepäckwagen kollidierte, verzögerte sich der Abflug um zwei Stunden. Das Flugzeug soll gegen 10 Uhr landen und wird von der Berliner Feuerwehr mit Wasserfontänen begrüßt.
 
 

Scolari muss seinen Hut nehmen

 
Der brasilianische Fußball-Verband hat am Montagabend offiziell die Trennung von Trainer Luiz Felipe Scolari bekannt gegeben. "Felipao", der die Selecao 2002 in Yokohama zum fünften WM-Titel geführt hatte, genießt keine Rückendeckung mehr. Auch der Technische Direktor Carlos Alberto Parreira sowie der komplette Trainerstab müssen gehen. Am Donnerstag soll der Nachfolger Scolaris in einer Presseskonferenz (16 Uhr unserer Zeit) in Rio verkündet werden (ausführlicher Artikel).
 
 

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