Mittwoch, 9. Juli

 

WM-E-Paper ist online

 
Neben dem Elfmeterkrimi zwischen Argentinien und Holland ziehen wir in unserem WM-E-Paper eine Bilanz vor dem Finalwochenende.
 

Sergio Romero Held des Elfmeterschießens

 
In einem spannenden Elfmeterschießen setzte sich Argentinien gegen die Niederlande durch. Sergio Romero, der Keeper der Albiceleste, war der Held des Abends. Am Ende stand es 4:2 für die Südamerikaner. Damit ist Argentinien der Gegner der deutschen Mannschaft am Sonntag. Es kommt zur Neuauflage des Finales von 1990. Den ausführlichen Bericht zum Spiel finden Sie hier.
 
 

Entscheidung im Elfmeterschießen

 
Auch in der Verlängerung fiel kein Tor. Beide Mannschaften agierten wieder sehr vorsichtig; nur nicht in Rückstand geraten. So glich die Verlängerung in weiten Teilen den ersten 90 Minuten. Die beste Chance hatte Argentiniens Rodrigo Palacio. Doch er köpfte den Ball völlig unbedrängt in die Hände des niederländischen Keepers. Jetzt bringt das Elfmeterschießen die Entscheidung.
 
 

Noch 0:0 im Regen von Sao Paulo

 
Torlos steht es nach 90 Minuten zwischen Argentinien und den Niederlanden im WM-Halbfinale. Im Regen von Sao Paulo zeigten die beiden Mannschaften wenig Unterhaltsames. Zu sehr waren sie auf die Defensive konzentriert. Argentiniens Superstar Lionel Messi wurde zumeist von zwei Niederländern gut bewacht. Erst in der Schlussphase machte Argentinien etwas mehr Druck. Ein Tor sprang dabei aber nicht heraus. Robben vergab in der Nachspielzeit die beste Möglichkeit des Spiels. Jetzt müssen die Teams in die Verlängerung.
 

Wer wird der Endspielgegner der DFB-Elf? Holland...

 
Heute Abend um 22 Uhr (die ARD ist dran) gibt's das zweite Halbfinale. Als neutraler Fußballfan darf man sich freuen auf einen weiteren Knüller: Niederlande gegen Argentinien
 
Die WM-Bilanz der Holländer (derzeitiger auf Platz 11 der Fifa-Rangliste) ist durchwachsen. Und doch: Gewinnen Arjen Robben & Co. ihr Halbfinale gegen Argentinien, stünden die Niederlande zum vierten Mal in einem WM-Finale. Wir blicken zurück.
 
1974, bei der ersten WM in Deutschland, spielte Holland einen begeisternden Fußball, auch "Totaler Fußball" genannt. Ein System, bei dem auf jeder Position, die von einem Spieler verlassen wird, sofort ein anderer nachrückt - in dem also alle zehn Feldspieler kollektiv angreifen oder verteidigen. Der geniale Johan Cruyff - Europas Fußballer des Jahres 1971, 1973 und 1974 sowie Europas Fußballer des Jahrhunderts (Wahl 1999) - und sein Nationalmannschaftskollege Ruud Krol waren in den siebziger Jahren das Herz dieses Systems.
 
In der Vorschlussrunde, die es damals noch gab, eleminierten die Niederländer Brasilien (2:0) und Argentinien (4:0) und trafen im Finale auf Deutschland. Im Finale im Münchner Olympiastadion feierten die favorisierten Holländer schon vor dem Anstoß in der Kabine und gingen in der zweiten Minute - noch kein deutscher Spieler hatte den Ball berührt - durch einen Foulelfmeter (Hoeneß an Cruyff, Foto unten) in Führung. Der fliegende Hölzenbein und der den Strafstoß sicher verwandelnde Breitner sorgten für das 1:1, der geniale Gerd Müller kurz vor der Halbzeit für die 2:1-Führung. Die Holländer rannten bis zum Schlusspfiff verzweifelt gegen das deutsche Tor an, doch Sepp Maier hatte einen Sahnetag erwischt und hielt seinen Kasten sauber. 
 
 
1978 fand die WM in Argentinien statt. Cruyff hatte im Oktober 1977 sein letztes Länderspiel bestritten. Trainer Ernst Happel versuchte, ihn zu einem Comeback zu überreden, scheiterte aber. Cruyff wollte nach 48 Länderspielen (33 Tore) nicht mehr. In einem Interview 2008 sagte er, er hätte aufgrund eines Entführungsversuchs, bei dem seine Familie und er mit Waffen bedroht worden seien, auf die WM verzichtet. Die Holländer schlugen sich dennoch gut und ließen in der 2. Runde Italien und Deutschland hinter sich, trafen im Endspiel auf den Gastgeber. Mario Kempes, später Torschützenkönig und noch heute Nationalheld in Argentinien, traf zum 1:0, Nanninga glich kurz vor Schluss aus. Rensenbrink hatte in der Nachspielzeit den Siegtreffer und damit den WM-Titel auf dem Fuß, sein Schuss landete am linken Pfosten. In der Verlängerung setzten sich die Argentinier durch Tore von Kempes und Bertoni mit 3:1 durch. 
 
 
Die letzte Finalteilnahme ist noch nicht lange her: Vor vier Jahren lautete das Endspiel in Südafrika Spanien gegen die Niederlande. Die knüppelharte Begegnung - 13 gelbe und eine gelb-rote Karte, dazu der Kung-Fu-Tritt des Holländers Nigel de Jong gegen Xabi Alonso - wurde erst im zweiten Durchgang anssehnlich. Auf beiden Seiten gab es in der regulären Spielzeit noch eine Riesenchance. Robben vergab nach einem Sololauf frei vor Spaniens Keeper Casillas (62.), Villa vertändelte eine Großchance aus kurzer Distanz (69.). In der Verlängerung gelang den Spaniern dann in Überzahl (Gelb-Rot für Heitinga) der Siegtreffer: Iniesta traf in der 116. Minute zum entscheidenden 1:0. Arjen Robben, Wesley Sneijder, Dirk Kujt, Robin van Persie & Co. mussten sich mit Platz zwei zufriedengeben.
 
 

...oder Argentinien?

 
Argentinien konnte bisher zweimal den WM-Titel gewinnen, einmal unterlag man. Es wäre also auch für die Argentinier das vierte WM-Finale. Wie oben erwähnt, gewann man 1978 bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land durch einen 3:1-Finalsieg gegen die Niederlande. Außerdem 1986 bei der WM in Mexiko. 
 
1986 bestand die Albiceleste ("Die Weiß-Himmelblauen" nach den Farben der Nationalflagge) aus Superstar Diego Maradona, Stürmer Jorge Valdano und etlichen Zuarbeitern Maradonas. Nie zuvor hatte ein einzelner Spieler ein WM-Turnier so dominiert wie die Nummer zehn der Argentinier. Im Viertelfinale traf er gegen England mit der Hand ("die Hand Gottes", wie er es später nannte), sein Sololauf im selben Spiel zum 2:0 wurde zum WM-Tor des Jahrhunderts gekürt. Beide Tore sind im diesem Video zu sehen:
 
 
Das Halbfinale gegen Belgien entschied Maradona wieder allein, er erzielte zwei Traumtore. Im Finale gegen Deutschland führten die Argentinier nach einer Stunde bereits mit 2:0 und machten dann den Fehler, sich komplett auf die Defensive zu konzentrieren. Das DFB-Team drehte das Spiel und glich durch Tore von Rummenigge und Völler aus. Sechs Minuten vor Schluss spielte Maradona dann einen genialen Pass auf Burruchaga, der den Konter zum 3:2-Siegtreffer abschloss - der FC Maradona alias Argentinien war Weltmeister 1986.
 
1990 kam es bekanntlich zur Revanche: Wieder hieß das Endspiel Deutschland gegen Argentinien. In Rom war die Elf von Franz Beckenbauer die bessere. Es bedurfte aber eines fragwürdigen Elfmeters, um sich durchzusetzen. Völler fiel, Brehme verwandelte den Strafstoß kurz vor Schluss zum 1:0, Deutschland war Weltmeister und Maradona weinte Rotz und Wasser.
 
Es folgten eher magere Jahre. 2006, bei der zweiten WM in Deutschland, hatte man wieder eine schlagkräftige Mannschaft beieinander. Im Viertelfinale führte man lange gegen das DFB-Team, erst kurz vor Schluss traf Klose zum 1:1. Die Verlängerung blieb torlos, das Elfmeterschießen konnten die Deutschen dank Jens Lehmann im Tor für sich entscheiden. 
 
2010 musste die Albiceleste unter Trainer Maradona erneut gegen Deutschland antreten, erneut im Viertelfinale. Was gestern das 7:1 über Brasilien war, war vor vier Jahren ansatzweise das 4:0 über Argentinien. Müller, Friedrich und zweimal Klose trafen für Deutschland. Die DFB-Elf spielte sich gegen Lionel Messi und dessen Mannschaftskameraden in einen Rausch und sorgte mit dem klaren Sieg nicht nur für das Aus der Argentinier, sondern auch für die Entlassung von Diego Maradona als Trainer.
 

 
So lange Messi "nur" mehrmaliger Weltfußballer ist, wird er im Schatten bleiben von Maradona - der einmal den goldenen WM-Pokal in die Höhe recken konnte und seine Mannschaft zweimal ins Finale führte. Dieses Mal soll es klappen - sofern die Niederlande und Deutschland nicht doch etwas dagegen haben.
 

20 Dollar eingesetzt, 46.380 Dollar gewonnen

 
Mut muss belohnt werden, wahrscheinlich war's aber einfach als Spaß gedacht: Ein Fußballfan sagte nicht nur das 7:1 der DFB-Elf gegen Brasilien voraus, sondern auch noch das Tor von Sami Khedira. 20 Dollar war ihm die Gaudi wert. Aus Spaß wurde ernst - der unbekannte Tipper darf sich demnächst auf eine Überweisung von 46.380 US-Dollar (34.011 Euro) freuen.
 
 

Maßkrug schlägt Pina Colada - B3-Video ein Youtube-Hit

 
Sieben Sekunden ist der Videoclip nur lang. Er zeigt ein Cocktailglas, gefüllt mit Pina Colada, das von einem bayerischen Maßkrug zerschlagen wird - soll heißen: Deutschland schlägt Brasilien. Drehort war die Herrentoilette bei Bayern 3. Am Montagabend wurde das Video eingestellt, bis jetzt wurde es rund 1,6 Millionen Mal angesehen.
 
 

Merkel und Gauck beim Finale im Stadion

 
Wohl dem, der immer ein Ticket kriegt: Bundespräsident Joachim Guack und Kanzlerin Angela Merkel werden am Sonntag gemeinsam das WM-Finale in Rio de Janeiro mitverfolgen. Merkel erwies sich zum WM-Auftakt bereits als Glücksbringerin: Sie war beim 4:0-Sieg gegen Portugal im Stadion und feierte anschließend mit der DFB-Elf in der Kabine.
 

Brennende Busse, Festnahmen und Verletzte nach WM-Debakel

Einige Brasilianer haben die deftige Schlappe gegen Deutschland nicht so sportlich genommen wie die meisten Fans. In Sao Paulo haben Randalierer mehrere Busse in Brand gesteckt, 15 Fahrzeuge standen in Flammen. Im Spielort Belo Horizonte wurden acht Fußballfans verhaftet, es gab zwölf Verletzte. Auch auf den Fifa-Fanfesten schlug die Partystimmung in Gewalt um.
 

DFB-Elf zurück im Quartier

 
 
 

Das meistdiskutierte Sportevent aller Zeiten 

Und noch ein Rekord: Das Spiel zwischen Brasilien und Deutschland gestern Abend war das meistdiskutierte Sportevent aller Zeiten auf Twitter. Insgesamt gab es bislang - Stand heute Morgen, 7.30 Uhr - 35,6 Millionen Tweets zu dieser außergewöhnlichen Begegnung. Über 580.000 allein nach dem 5:0 der DFB-Elf. 
 

US-Autorin lobt "exzellente Manieren" der DFB-Elf

 
Die Situation an sich war keine einfache für die Spieler der deutschen Nationalmannschaft und das Team drumherum. Da bringt man den WM-Gastgeber mit einem vernichtenden 7:1 um das Finale im eigenen, fußballverrückten Land - und soll seine Freude nicht zu offen zeigen, um die gedemütigten Kicker und deren Fans nicht noch zusätzlich bloßzustellen. Lahm, Schweinsteiger & Co. haben das gestern hervorragend hinbekommen, umarmten die brasilianischen Spieler und deren Trainer, ließen erst in der Kabine die Sau raus. Das kam gut an. Auch bei der US-amerikanischen Schriftstellerin  <%LINK text="Elizabeth Gilbert" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/GilbertLiz" %>  ("Eat Pray Love"), ihres Zeichens bekennender Fußballfan. Weil sie im Flugzeug saß, verpasste sie die erste Halbzeit des Spiels. Nach der Landung warf sie einen Blick auf ihr Smartphone und konnte es nicht fassen: "Are you f+++ing kidding me?" Nach dem Spiel ist sie voll des Lobes über das deutsche Team. Die Deutschen hätten sich sportlich verhalten, ein schönes Spiel abgeliefert und hätten "excellent manners", also sehr gute Manieren, bewiesen. 
 

Gary Lineker: "Atemberaubendstes Spiel, das ich je erlebt habe"

 
Gary Lineker, 80-maliger Nationalspieler für England (48 Tore) und bekannt als derjenige, der während seiner langen Karriere niemals Gelb oder Rot gesehen hat, ist ein fleißiger Twitterer (<%LINK text="sein Account" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/GaryLineker" %>) mit 2,91 Millionen Followern. Das 7:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien macht ihn fassungslos. Er schaue jetzt nahezu ein halbes Jahrhundert Fußball, schreibt der 53-Jährige. "Das ist das außergewöhnlichste, atemberaubendste und verwirrendste Spiel, das ich je erlebt habe." 
 
Innenverteidiger Mats Hummels, der eine tolle WM spielt und die DFB-Elf mit seinem Kopfballtor zum Sieg im Viertelfinale über Frankreich geschossen hat, schreibt vor drei Stunden auf Facebook: "Mir gehen endgültig die Worte aus für diese Weltmeisterschaft." Noch 90 oder eventuell auch 120 Minuten, schreibt der Dortmunder weiter, "und wir könnten das Größte in der Karriere eines Fußballers vollbracht haben". Er will nun sein Knie in die nötige Verfassung bringen (Hummels wurde gegen Brasilien zur Halbzeit ausgewechselt), dann steht "einem der geilsten Spiele, die man mitmachen kann, nichts mehr im Weg". 
 
Weniger Worte benötigt Franz Beckenbauer. "Was war das?", schreibt er auf Twitter. "Kaum zu glauben." Vor dem Spiel war der "Kaiser" schon zuversichtlich. Er postete ein Foto der Startelf vor dem WM-Finale 1990 (1:0 gegen Argentinien) und schrieb dazu: "Das DFB-Team ist gut drauf und erinnert mich an unsere Mannschaft von 1990." 
 
Lustiges widerfuhr Christoph Metzelder, Vizeweltmeister 2002 bei der WM in Südafrika (0:2 im Finale gegen Brasilien). Er saß vor dem Spiel gestern Abend neben einem Schotten, der zum ersten Mal in seinem Leben ein Spiel angeschaut hat und völlig ahnungslos war. "Als einziger Mensch auf dem Planeten tippte er 7:1 für Deutschland", schreibt Metzelder auf Facebook. "Und der erklärt mir jetzt, wie der Fußball funktioniert." "Nur noch ein verdammtes Spiel", schreibt der 33-Jährige, der bei Dortmund, Real Madrid und Schalke gespielt hat, vor einer Stunde auf Facebook - und postet ein Foto mit seinem immer länger werdenden WM-Bart.
 

 
 

Brasilianische Presse: "Eine historische Demütigung"

 
 

Historischer Sieg, historische Quote

 
Nicht nur der 7:1-Sieg der DFB-Elf im Halbfinale über Gastgeber Brasilien war historisch, auch die TV-Quote erreichte neue Rekordzahlen. 32,57 Millionen Fernsehzuschauer bedeuten den höchsten Wert seit Beginn der Quotenmessung. Der Marktanteil lag bei 87,8 Prozent. 
 

 

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Dienstag, 8. Juli

 

WM-E-Paper online

 
Berichte und Hintergründe zu den beiden Halbfinalspielen finden Sie in unserem <%LINK text="WM-E-Paper" target="_blank" type="" href="http://epaper.donaukurier.de" %>.
 

Argentinien oder Niederlande

 
Morgen wird der Finalgegner der deutschen Mannschaft ermittelt. Um 22 Uhr treffen in Sao Paulo Argentinien und die Niederlande aufeinander. Es ist auch das Duell der beiden Superstars Lionel Messi und Arjen Robben.
 

7:1: Historischer Sieg für deutsche Elf

 
Viel passierte in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Zuerst drückten wieder die Brasilianer. Doch Manuel Neuer stand wieder wie in Fels in der Brandung. Die Treffer sechs und sieben erzielte der eingewechselt André Schürrle in der 69. und 79. Minute.  In der 90. Minute erzielte Oscar nach einem langen Pass den Ehrentreffer für die Gastgeber. Einen ausführlichen Bericht zum historischen Sieg der Deutschen finden Sie <%LINK text="hier" tag="" target="_blank" type="Artikel" id="2935586" %>.
 
 

Fünf Tore in 18 Minuten

 
Fünf starke Minuten reichten den Brasilianern nicht, die mit einem extremen Pressing begannen. Denn Thomas Müller brachte Deutschland nach Ecke von Toni Kroos mit dem 1:0 (11.) in Front und auf die Siegerstraße. Miroslav Klose kürte sich nur wenig später zum alleinige WM-Torschützenkönig. Das 2:0 war sein 16. Treffer bei Weltmeisterschaften. Damit löst Klose den Brasilianer Ronaldo ab, der 15 Mal erfolgreich war. Kurz darauf folgte Toni Kroos' Doppelpack. Erst traf er zum 3:0. Und nach dem Anstoss folgte das 4:0 in der 26. Minute. Den Pausenstand markierte Sami Khedira, der einen Rückpass von Mesut Özil zum 5:0 (29.) verwertete.
 

Löw vertraut Sieger-Elf

 
Bundestrainer Jogi Löw wird die Aufstellung seiner Mannschaft nicht ändern gegenüber dem Frankreich-Spiel. Demnach wird Philipp Lahm wieder Außenverteidiger spielen. Im Mittelfeld werden wieder Schweinsteiger und Khedira auflaufen.
 

Brasilien vs. Deutschland - bisher keine Erfolgsgeschichte

 
Wirft man einen Blick in die Statistik, sieht es für die Deutschen nicht gut aus: Nur vier von 21 Spielen gegen Brasilien konnten sie für sich entscheiden. Die bitterste Niederlage musste das deutsche Team im Finale der WM 2002 einstecken. Damals verlor es nach einem folgeschweren Fehler von Oliver Kahn 2:0 im Stadion von Kyoto. Beide Tore schoß damals Ronaldo.



Besser lief es für die deutsche Mannschaft dann erst wieder im August 2011 - die letzte Begegnung der Deutschen und der Brasilianer bis heute. Damals gab Mario Götze sein Debüt als Nationalspieler. Mit einer überragenden Leistung führte der damals 19-Jährige die DFB-Elf zum 3:2-Sieg in Hamburg.  Es bleibt zu hoffen, dass Götze heute wieder eine ähnliche Leistung gegen die Selecao zeigen wird - vorausgesetzt, er darf auflaufen.

 
 
 

Vorfreude beim deutschen Team

 
Das Halbfinale rückt immer näher und die Vorfreude steigt - auch bei den deutschen Nationalspielern. Wir haben eine kleine Auswahl aus den sozialen Netzwerken für Sie zusammengestellt.

<%PIC id="2849220" scl_mode="0" title="Müller auf Twitter über das Halbfinale" scl_width="463" scl_height="482"%>

<%PIC id="2849222" scl_mode="0" title="Podolski über das Halbfinalspiel " scl_width="463" scl_height="559"%>


<%PIC id="2849221" scl_mode="0" title="Manuel Neuer über das Halbfinale" scl_width="463" scl_height="613"%>


 
 
 

Niederlande fiebern mit den Deutschen

 
Nicht nur in Deutschland fiebern die Fußballfans mit der DFB-Elf - auch im Nachbarland drückt man dem deutschen Team die Daumen. Die Niederländer fiebern mit ihren europäischen Kollegen und hoffen auf einen Sieg über die Südamerikaner. <%LINK text="Auf der niederländischen Internetseite nrcl.nl wird erklärt, warum man heute zu Deutschland halten sollte." target="_blank" type="" href="http://www.nrc.nl/wk/2014/07/08/sechs-grunde-warum-wir-heute-abend-die-deutsche-mannschaft-unterstutzen-sollten/" %> Ein besonders schöner Grund: Die anti-deutschen Gefühle seien mittlerweile überholt.
 
 

Tausende Neymars im Stadion

 
Der Countdown läuft: In sechs Stunden trifft die DFB-Elf in Belo Horizonte auf die Selecao. Und obwohl deren Superstar Neymar wegen seiner Verletzung nicht auf dem Platz stehen wird, wird man ihn dafür umso häufiger auf den Spielertribünen zu sehen sein.

<%PIC id="2849209" scl_mode="0" title="Neymar-Masken bei der WM" scl_width="463" scl_height="460"%>

Laut des schwedischen Fußballportals svt Nyheter wurden die brasilianischen Fans im Internet dazu aufgerufen, im Stadion Neymar-Masken zu tragen. Der Gedanke dahinter? Das Konterfei des Superstars soll die Deutschen einschüchtern. Viele Spieler der Selecao haben den Aufruf auf Twitter aufgegriffen und ihn weiterverbreitet - unter anderem auch der Bayern-Kicker Dante (siehe Foto unten).

<%PIC id="2849212" scl_mode="0" title="Dantes Aufruf zur Neymar-Maske" scl_width="463" scl_height="351"%>
 
 
 

Löw: "Deutschland ist kein Favorit"

 
Trotz des Ausfalls von Neymar sieht Bundestrainer Löw Deutschland auf keinen Fall in der Favoritrollen. "Bei den anderen Spielern werden jetzt sicherlich Kräfte durch Neymars Ausfall freigesetzt. Die anderen werden jetzt für Neymar und für diese Nation spielen."

Zudem hätten die Brasilianer nicht nur diese Motivationsspritze bekommen, sondern wüssten auch, dass das Land hinter ihnen stehe. "Brasilien spielt mit 200 Millionen Menschen im Rücken", sagte Löw. Man habe erst letztes Jahr beim Confed Cup gesehen, welche Bedeutung die Fans beim Spiel im eigenen Land hätten. "Diese Energie, die da freigesetzt wird, ist enorm - und das beflügelt die Spieler natürlich."

Dennoch will der Trainer die Fähigkeiten der deutschen Elf nicht klein reden. "Wir gehen selbstbewusst in das Spiel. Wenn wir das abrufen, was wir können, sind unsere Chancen nicht gerade klein."

Die gesamte Pressekonferenz mit Jogi Löw können sie <%LINK text="in der ZDF-Mediathek ansehen" target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2192066/Loew-Chancen-sind-nicht-gerade-klein#/beitrag/video/2192066/Loew-Chancen-sind-nicht-gerade-klein" %>.
 
 

Bundestrainer in Sorge um seine Spieler

 
Nach dem brutalen Foul an Brasiliens Spieler Neymar macht sich der Bundestrainer Gedanken um seine Offensivspieler. Er forderte den Schiedsrichter auf, diese Spieler besonders zu schützen und bei Fouls genau hinzusehen. <%LINK text="Den vollständigen Artikel lesen Sie hier. " target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2935168" %>

Und gerade im Spiel gegen Brasilien muss man mit einigen unfairen Aktionen rechnen: In der Statistik ist die Selecao der Spitzenreiter, was die Fouls bei der WM angeht: Sie foulten 96 Mal, während die Deutschen bisher nur auf 57 kommen.


 



Die Dunkelziffer ist allerdings wohl bei allen Mannschaften etwas höher, wenn man bedenkt, wie wenig Härte die Schiedsrichter bei dieser WM zeigten: In Brasilien wurden die wenigsten gelben Karten seit 1990 verteilt - obwohl das Spiel härter denn je ist. Gab es bei der WM in Südafrika noch 245 gelbe Karten, sind es diesmal erst 168. Ein Grund mehr für den Bundestrainer, den Schiedsrichter für das heutige Spiel um besondere Aufmerksamkeit zu bitten (Video oben).
 
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Montag, 7. Juli

 

WM-E-Paper online

 
In unserem <%LINK text="WM-E-Paper" type="" href="http://epaper.donaukurier.de" %> haben wir Historisches und Hintergründe zum morgigen Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland zusammengetragen.
 

Dürfen Dante und Gustavo gegen ihre Vereinskollegen ran?

 
 
 
Während Neymar für die restliche WM ausfällt, haben zwei in Deutschland bekannte Brasilianer gute Chancen, am Dienstag zum Einsatz zu kommen: Dante (Bayern München) und Luiz Gustavo (Vfl Wolfsburg). Während Gustavo in den ersten vier Spielen der Selecao schon antreten durfte, wartet der Bayern-Profi bisher noch auf seinen Einsatz. Der ist aber durch die Sperrung von Kapitän Thiago Silva durchaus wahrscheinlich geworden. Im deutschen Team würde man sich jedenfalls über einen Einsatz des Lockenkopfes freuen. "Er hätte es verdient, weil er ein unglaublicher Charakter ist", erklärte etwa Bastian Schweinsteiger (Video oben).
 

Ersatz für Neymar dringend gesucht

 
 
 
Noch immer haben die Brasilianer den Schock über den Ausfall ihres Superstars Neymar nicht verdaut. Mit vier Treffern in fünf Partien führte er die Selecao ins Halbfinale. Jetzt aber muss das Team ohne seine Hoffnungsträger auskommen - und weiß offenbar noch immer nicht so recht wie. 

So erklärte Mittelfeldspieler Bernard in einer Pressekonferenz, dass die Mannschaft nie geübt habe, ohne Neymar zu spielen. Nun müssen sie es aber dennoch - und deshalb ist Trainer Felipe Scolari auf der Suche nach einem Ersatz für den 22-Jährigen. Gerüchten zufolge wird diese Rolle wohl dem 25-jährigen Willian zufallen - einem Spieler, der beim FC Chelsea unter Vertrag ist. Zwar reicht er technisch nicht an den brasilianischen Ausnahmespieler heran, hat aber eine ähnliche Wendigkeit.

Der einstige Weltmeister Ronaldo glaubt trotz des herben Verlusts an den Erfolg der Brasilianer. "Die Mannschaft besteht nicht nur aus einem Spieler - auch wenn er Neymar heißt", betonte er.
 
 

"Brasilianer sind keine  Zauberer"

 
 
 
In einer Pressekonferenz (Video oben) vor dem morgigen Spiel haben sich Nationalspieler Bastian Schweinsteiger und Co-Trainer Hansi Flick zum Halbfinalgegner der Deutschen geäußert. "Es ist eine Ehre und eine Herausforderung gegen den Gastgeber zu spielen", sagte Schweinsteiger. Allerdings hätte er es noch schöner gefunden, erst im Finale auf diesen Gegner zu treffen.

Bezüglich der Qualitäten der Selecao erklärte er: " Die Brasilianer sind keine Zauberer. Die Mannschaft hat sich verändert und spiel anderen Fußball als in der Vergangenheit. Und Härte gehört definitiv zu deren Spiel dazu." Hansi Flick bestätigte das. "Sie agieren an der Grenze des Erlaubten, was die Härte beim Spiel angeht."
 
 

Skandal-Schiedsrichter pfeift deutsches Halbfinale

 
<%PIC id="2848118" scl_mode="0" title="Marco Rodríguez pfeift das Deutschland-Spiel" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Der Schiedrichter für das Halbfinale der Deutschen gegen die Brasilianer steht fest: Der Mexikaner Marco Rodríguez (Bild oben)  wird das Spiel pfeifen - und das, obwohl er bereits viel Ärger bei der WM ausgelöst hat. Denn der 40-Jährige hatte den Biss des Uruguayers Luis Suárez im Spiel gegen Italien nicht gesehen. Erfahren Sie <%LINK text="hier " target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934717" %>mehr.
 
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Sonntag, 6. Juli

Geschmackloses Video und Klage gegen Gelbsperre

 
Überall in der Fußballwelt ist das Mitgefühl mit dem verletzten Neymar groß - überall, nur nicht beim Erzrivalen der Selecao: Argentinische Fans haben sich nun mit einer geschmacklosen über den verletzten Topstürmer lustig gemacht. <%LINK text="Ein Youtube-Video zeigt, wie argentinische Fans eine Wirbelsäule schwenken.&nbsp;" target="_blank" type="" href="https://www.youtube.com/watch?v=aj380P5kmQo" %>

Aber es ist nicht nur Neymar, der bei den Brasilianern eine große Lücke hinterlassen hat. Die Gastgeber müssen beim Halbfinale gegen Deutschland auch ohne ihren Kapitän auskommen. Thiago Silva darf wegen einer Gelbsperre nicht mitspielen.

Doch damit will man sich in Brasilien nicht abfinden: Der brasilianische Verband will bei der FIFA Einspruch gegen die Sperrung einlegen, um so doch noch mit dem starken Kapitän auflaufen zu können. Allerdings ist eine Aufhebung eher unwahrscheinlich - schließlich hatte es sich um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters gehandelt.
 
 

Geschmackloses Video und Klage gegen Gelbsperre

 
Überall in der Fußballwelt ist das Mitgefühl mit dem verletzten Neymar groß - überall, nur nicht beim Erzrivalen der Selecao: Argentinische Fans haben sich nun mit einer geschmacklosen über den verletzten Topstürmer lustig gemacht. <%LINK text="Ein Youtube-Video zeigt, wie argentinische Fans eine Wirbelsäule schwenken.&nbsp;" target="_blank" type="" href="https://www.youtube.com/watch?v=aj380P5kmQo" %>

Aber es ist nicht nur Neymar, der bei den Brasilianern eine große Lücke hinterlassen hat. Die Gastgeber müssen beim Halbfinale gegen Deutschland auch ohne ihren Kapitän auskommen. Thiago Silva darf wegen einer Gelbsperre nicht mitspielen.

Doch damit will man sich in Brasilien nicht abfinden: Der brasilianische Verband will bei der FIFA Einspruch gegen die Sperrung einlegen, um so doch noch mit dem starken Kapitän auflaufen zu können. Allerdings ist eine Aufhebung eher unwahrscheinlich - schließlich hatte es sich um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters gehandelt.
 
 

Hollands Keeper Tim Krul droht offenbar FIFA-Ermittlung

 
<%PIC id="2847609" scl_mode="0" showbig="" title="Elfmeter-Held der Niederlande: Tim Krul" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Während gestern noch Neymars Verletzung die sozialen Netzwerke beschäftigte, gibt es heute nur ein Thema: den holländischen Torwart Tim Krul (Foto oben). Der 26-Jährige wurde vom Oranje-Trainer Louis van Gaal in der 120. Minute extra für das Elfmeterschießen gegen Costa Rica eingewechselt worden.

Und dann zeigte der grandiose Keeper eine sehr hässliche Seite von sich: Er provozierte die Schützen von Costa Rica direkt vor ihrer schweren Aufgabe. Zwar nahm es Borges noch locker und traf dennoch, bei Ruiz zeigte der Psychotrick jedoch Wirkung. Der Costaricaner verschoss. Krul hörte danach aber nicht auf - er provozierte auch Bolaños, Umana und Gonzalez. Mit Erfolg: Gonzalez verschoss seinen Elfmeter ebenfalls. Und der Schiedsrichter? Er verfolgte das Gebarden des holländischen Torwarts zwar mit, griff aber nicht ein. 

<%LINK text="Auf Twitter wurde Krul daraufhin als &quot;abgezockter Profi&quot; oder &quot;unsympathischter Mann am Platz&quot; bezeichne" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/search?q=krul&src=typd" %>t. Der <%LINK text="passive Schiedsrichter Irmatov wurde ebenfalls mit Häme überschüttet" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/search?q=irmatov&src=typd" %>, weil er diese Unsportlichkeit nicht beendet hatte. 

Es könnte sogar sein, dass es nicht bei Beschimpfungen auf Twitter bleibt. Laut Eurosport News droht Tim Krul sogar eine Untersuchung der Disziplinar-Kommission der FIFA.
 
 

Verkaterte Moderatoren nach dem Sieg der Deutschen?

 
Haben die Moderatoren und Reporter bei RTLII nach dem Deutschlandspiel zu wild gefeiert?<%LINK text=" Ein Video, das momentan im Internet die Runde macht, legt diesen Verdacht nahe" target="_blank" type="" href="http://vimeo.com/100000410" %>: In einem Beitrag über das Finalspiel spricht eine RTLII-Sprecherin davon, dass Frankreich die Deutschen aus dem Spiel geworfen habe. Immer wieder stockt sie danach, blickt verwirrt auf ihre Notizen und krächzt mit heiserer Stimme weiter. Begleitet von technischen Pannen und journalistischer Überforderung geht der Beitrag weiter.
 
 

Neymars Ausfall - Fluch oder Segen für die Deutschen?

 
Noch ein Tag Pause, dann ist es schon wieder so weit: Am Dienstag muss Deutschland um 22 Uhr in Belo Horizinte gegen Brasilien im Halbfinale antreten. Und während sich manche Deutsche mehr oder weniger heimlich über den Ausfall des brasilianischen Superstars Neymar freuen, warnen andere nun umso mehr vor den Gastgebern. Diese hätten während des gesamten Turniers keine fußballerischen Glanzleistungen gebracht - es aber mit Herz und Willen so weit geschafft. Und nun sei der Wille zu kämpfen noch stärker geworden - nicht mehr nur für das eigene Land, sondern vor allem für den verletzten 22-Jährigen.

<%LINK text="Auch der deutsche Mannschaftskapitän Philipp Lahm bedauert Neymars Verletzung und ist sich sicher, dass das Spiel auch ohne den jungen Superstar eine Herausforderung wird. " target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934481 " %> Auch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff <%LINK text="vermutet, dass die Brasilianer jetzt noch mehr Motivation legen, als in den Spielen zuvor" target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934505" %>. Hinzu kommt, dass die Selecao ohne Neymar nun nicht mehr in der Favoritenrolle ist - und endlich einmal ohne Druck in das Turnier gehen kann.
 
 
 

Zusammenfassung des gestrigen Spieltags

 
Mit zwei knappen Halbfinalspielen gehen wir nach dem spannenden, gestrigen Fußballabend in zwei fußballfreie Tage. Eine kompakte Zusammenfassung der Begegnung Holland gegen Costa Rica finden Sie <%LINK text="hier" target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2190848/WM-kompakt:-Niederlande---Costa-Rica" %> in der ZDF Mediathek. <%LINK text="Letztendlich war die Elftal beim Elfmeterschießen einen Tick besser" target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2190748/NED---CRC:-Das-Elfmeterschießen" %> - und schaffte es so ins Halbfinale.

Und auch der zweimalige Weltmeister Argentinien meldet sich zurück: Die Südamerikaner bezwangen dank ihres Torschützen Higuain die Belgier in einem knappen Kampf ums Halbfinale. <%LINK text="Hier" target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2190734/Higuain-schießt-Belgien-raus" %> sehen Sie ein Video, das diese Begegnung zusammenfasst.
 
 

Top-Torschützen bei der WM

 
Bayern München führt bei der Fußball-WM die Torjägerliste nach Klubs weiter souverän an - auch wenn in den Viertelfinalspielen kein Profi des deutschen Rekordmeisters traf. <%LINK text="Hier geht&#39;s zur gesamten WM-Statistik der einzelnen Clubs." target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934417" %>
<%TBR from="manual"%>

 


Samstag, 5. Juli

 

Holland siegt im Elfmeterschießen

 
<%PIC id="2847609" scl_mode="0" showbig="" title="Elfmeter-Held der Niederlande: Tim Krul" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Holland hat es geschafft: Weil die Mannschaft um Robben nur 0:0 gegen Cosat Rica spielte, ging es erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen. Robben van Persie, Robben, Sneijder, Kuyt trafen für Oranje. Costa Rica verschoß  erst den zweiten Elfmeter, und der holländische Keeper Krul hielt den letzten und entscheidenden Elfmeter der Südamerikaner. <%LINK text="Hier finden Sie den gesamten Spielbericht." target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934415" %>
 
 

Verlängerung bei Costa Rica und Holland

 
Wilde Schlussphase: Inder zweiten Hälfte der Verlängerung dreht Costa Rica plötzlich auf und hat in der 117. Minute die Riesenchance zur Entscheidung, doch der niederländische Keeper wehrt ab. In der 119. Minute trifft dann Sneijder wieder Aluminium, diesmal die Latte. Kurz vor Schluss wechselt van Gaal nochmal: Er bringt extra für das Elfmeterschießen seinen Ersatzkeeper. 120 Minuten sind rum, und obwohl kein Tor gefallen ist, waren sie packend. Großer Jubel brandet für Costa Rica im Stadion auf.

Holland und Costa Rica gehen in die Verlängerung. Holland spielt und kombiniert bis zum gegnerischen Strafraum, Costa Rica verteidigt stark und hat in Navas einen tollen Keeper. Sneijder trifft einige Minuten vor Schluss mit einem direkten Freistoß den Pfoisten, van Persie vergibt in der 89. Minute freistehend, dann in der 3. Minute der Nachspielzeit klärt Costa Rica auf der Linie. Der Ballbesitz liegt bei 70:30 Prozent für Holland.
 

Argentinien jubelt, Belgien ist raus

 
<%PIC id="2847523" scl_mode="0" showbig="" title="Gonzalo Higuaín (r.) trifft für die Albiceleste" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Argentinien hat sich im Viertelfinale gegen Belgien durchgesetzt: Während die Europäer eine eher schwache Leistung zeigten, konnte der Favorit seine Rolle bestätigen. Schon in der 8. Minute traf Higuain an Belgiens Torhüter Thibaut Courtois vorbei ins linke Eck. <%LINK text="Einen ausführlichen Spielbericht finden Sie hier." target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934399" %>
 

Argentinien vor der Nagelprobe, Niederlande klarer Favorit

 
<%PIC id="2831630" scl_mode="0" showbig="" title="Marc Wilmots weiter Trainer der "Roten Teufel"" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Gegen die Schweiz hat sich Argentinien, einer der großen Turnierfavoriten, im Achtelfinale sehr schwer getan. Ein Geniestreich von Lionel Messi, ein souveräner Abschluss von di Maria, und so ging die Albiceleste zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung doch noch mit 1:0 in Führung und verhinderte so ein Elfmeterschießen - nicht unbedingt die größte Stärker der Argentinier. Insgesamt haben sich die Argentinier, Weltmeister 1978 und 1986 - bislang aber noch nicht mit Ruhm bekleckert. Die Frage ist, was passiert, wenn Messi und di Maria an die Kandarre genommen werden. Der Schweiz gelang das lange Zeit ziemlich gut.

Mit Belgien hat die Elf um Lionel Messi nun ein ganz anderes Kaliber vor der Brust. Die Mannschaft von Trainer Marc Wilmots (Foto oben) zählte schon vor dem Turnier zu den Geheimfavoriten, und sie hat im Laufe des Turniers gezeigt, warum das so ist. Es ist durchaus eine Qualität, die Spiele knapp durchzubringen - frag nach bei der DFB-Elf. Im Achtelfinale gegen Jürgen Klinsmanns athletische US-Boys taten sich die spielstarken Belgier schwer und benötigten eine Verlängerung, dann aber siegte Spielwitz über Kampfkraft, setzten sich Wilmots junge Wilde hochverdient durch.

Argentinien geht ohne Zweifel trotz allem als Favorit in das dritte Viertelfinale gegen Belgien. Bei beiden Teams sind einige Spieler Gelb-vorbelastet. Bei den Argentiniern wäre ein Fehlen di Marias im Halbfinale nur schwer zu kompensieren, bei Belgien haben unter anderem Kompany und Witsel bereits eine Gelbe Karte gesehen und wären nach der nächsten ein Spiel gesperrt.

Brasiliens Fußballfans fiebern einem möglichen WM-Finale ihrer Mannschaft gegen den gehassten Nachbarn entgegen, doch da stehen noch ein paar Hürden im Weg. Für Argentinien heute ab 18 Uhr im Estadio Nacional in der Hauptstadt Brasilia zunächst Belgien und dann der Sieger aus der 22-Uhr-Partie (Niederlande gegen Costa Rica), für die durch die Sperre von Kapitän Silva und den verletzungsbedingten Ausfall von Neymar dezimierte Selecao die deutsche Nationalmannschaft.

 
 
<%PIC id="2826664" scl_mode="0" showbig="" title="Ein Tor und eine Vorlage gegen Wales: Arjen Robben" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Deutsche Fußballfans hingegen können sich - sollte gegen Brasilien am Dienstag ab 22 Uhr der Einzug ins Finale gelingen - auf eine Neuauflage der Finalspiele von 1986 und 1990 (gegen Argentinien, 2:3 und 1:0) oder einem Revival des WM-Finales von 1974 (2:1-Sieg gegen die Niederlande) freuen - , immer vorausgesetzt, die Favoriten Argentinien und Niederlande setzen sich durch und treffen dann im Halbfinale am Mittwoch ab 22 Uhr aufeinander. Auf Belgien übrigens traf die DFB-Elf auch schon mal in einem Finale, 1980 in der Europameisterschaft. Durch zwei Tore von Horst Hrubesch setzte man sich gegen Jean-Marie Pfaff & Co. knapp, aber verdient durch.

Die Holländer sind souverän durch ihre Vorrundengruppe marschiert. Beim Achtelfinale gegen Mexiko waren sie dann bereits mit eineinhalb Beinen aus dem Turnier, als Sneijder kurz vor Schluss der Ausgleich gelang und dem eingewechselten Schalker Huntelaar per verwandeltem Foulelfmeter (Robben war im Strafraum darniedergesunken) in der vierten Minute der Nachspielzeit sogar noch der 2:1-Siegtreffer gelang. Heute um 22 Uhr hat es die Mannschaft von Bondscoach Louis van Gaal in der Arena Fonte Nova in Salvador mit dem Überraschungsteam aus Costa Rica zu tun, die die sogenannte Todesgruppe mit Italien, England und Uruguay sensationell als Sieger abschloss und im Achtelfinale Griechenland nach Elfmeterschießen in die Knie zwang. Seitdem wird in dem 4,3-Millionen-Einwohnerland durchgefeiert, und natürlich geht man auch optimistisch in das Viertelfinale gegen die Oranjes. Aber wenn die durch den Last-minute-Sieg gegen Mexiko gerade noch rechtzeitig gewarnten Niederländer den Gegner nicht unterschätzen und ihre Aufgabe entsprechend ernst angehen - wovon auszugehen ist -, wäre alles andere als ein Sieg und der damit verbundene Einzug ins Halbfinale eine satte Überraschung. 
 

Video zeigt Neymar im Rollstuhl

 
<%PIC id="2847402" scl_mode="0" showbig="" title="Brasiliens Superstar Neymar hat sich im WM-Viertelfinale beiom Spiel gegen Kolumbien verletzt. Den Rest der Weltmeisterschaft wird er ausfallen." scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Es war der Schock für die Brasilianer: Neymar, der Dribblekünstler, Spielgestalter und Ideengeber, hat sich schwer verletzt. Dieses Video unterstreicht jetzt die Schwere der Verletzung.<%LINK text=" Es zeigt die Abreise der brasilianischen Elf - mit Neymar im Rollstuhl. " target="_blank" type="" href="https://www.youtube.com/watch?v=G1zD-oyRzhQ&feature=youtu.be" %>Der 22-Jährige wollte sein Team ins Finale führen, er war drauf und dran der neue Volksheld der südamerikanischen Bevölkerung zu werden. Nun muss er das Halbfinale von der Tribüne aus verfolgen und mit seiner Mannschaft bangen. 
 

Deutsches Viertelfinale beschert ARD Topquoten

 
Mit großer Spannung war das Viertelfinale Frankreich - Deutschland vom deutschen Fernsehpublikum erwartet worden. Das machte sich auch an den Zuschauerzahlen bemerkbar: Insgesamt 26,25 Millionen Zuschauer verfolgten gestern Abend ab 18 Uhr im Ersten den Sieg der deutschen Nationalmannschaft über die bislang bei dieser Weltmeisterschaft so überzeugende Equipe Tricolore. Der Marktanteil lag im Durchschnitt bei 85,0 Prozent.

In der Spitze konnte die packende Begegnung sogar weit über 29 Millionen Zuschauer begeistern; der Spitzenmarktanteil lag bei 87,7 Prozent. Erneut war die Live-Übertragung des deutschen Viertelfinales vor allem auch bei den 14- bis 49-Jährigen erfolgreich: 10,25 Millionen schalteten in dieser Altersgruppe ein, das entspricht einem Marktanteil von 87,3 Prozent.

Großes Interesse bei den Zuschauern rief auch die zweite Viertelfinal-Begegnung des Tages, Brasilien - Kolumbien, die live im Ersten um 22 Uhr angepfiffen wurde, hervor. Durchschnittlich 13,98 Millionen sahen den Halbfinal-Einzug des Gastgebers, der sich in einer hart umkämpften Partie am Ende gegen die sehr gute Mannschaft aus Kolumbien durchsetzen konnte. Der Marktanteil der Übertragung lag bei 58,5 Prozent. 
 
 

Soziale Netzwerke: Kabinen-Selfies, Matswinner und König Manu

 
<%PIC id="2847410" scl_mode="0" showbig="" title="" scl_width="463" scl_height="588"%>
 
Vor allem ein Name geistert seit dem gestrigen Spiel der deutschen Nationalmannschaft durch Facebook un Twitter: Mats Hummels. So heißt es etwa, der deutsche Verteidiger habe bei dieser WM mehr Tore geschossen als die gesamte englische Mannschaft. <%LINK text="Während er als &quot;Matswinner&quot; gefeiert wird, bejubeln die Fans auch König Manu, der keinen Ball in sein Tor lässt." target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/event/2107848/fifawm2014" %> Und auch Lukas Podolski und Mesut Özil drücken ihre Freude über den Halbfinaleinzug auf Twitter aus: Sie posten glückliche Kabinen-Selfies.
 
 

Brasilien muss ohne Neymar und Thiago Silva ins Halbfinale

 
Herbe Verluste haben den gestrigen Einzug der Seleção ins Halbfinale begleitet: Brasiliens Superstar Neymar fällt für den Rest der WM aus - er hatte sich <%LINK text="einen Lendenwirbel gebrochen" target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934303" %>, nachdem ihn sein kolumbianischer Gegenspieler Juan Zuniga mit dem Knie am Rücken getroffen hatte. <%LINK text="&nbsp;Noch in der Nacht gratulierte der deutsche Nationalspieler Brasilien zum Sieg und wünschte Neymar gute Besserung." target="_blank" type="" href="https://twitter.com/Podolski10" %> Der 22-Jährige ist aber nicht der einzige, der dem brasilianischen Team fehlen wird: Es muss auch auf seinen Kapitän verzichten. Thiago Silva wird für das Halbfinalspiel gegen Deutschland nicht auflaufen können - er ist gelbgesperrt. 

<%LINK text="In der ARD-Mediathek finden Sie ein Video, das nochmal alle Tore dieses Spiels zusammenfasst.&nbsp;" target="_blank" type="" href="http://www.ardmediathek.de/tv/FIFA-WM-2014/Brasilien-gegen-Kolumbien-die-Tore/Das-Erste/Video?documentId=22221220&bcastId=21675666" %>
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Freitag, 4. Juli

 

Brasilien zieht ins Halbfinale ein, Kolumbien ist raus

 
<%PIC id="2846743" scl_mode="0" showbig="" title="Feines Füßchen: David Luiz schlenzt Seleção ins Halbfinale" scl_width="463" scl_height="399"%>
 
Braslien hat es geschafft: Mit einem 2:1 haben die Gastgeber Kolumbien besiegt und treffen nun am Dienstag, 8. Juli, um 22 Uhr auf die Mannschaft aus Deutschland. Einen ausführllichen Spielbericht finden Sie <%LINK text="hier" target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934302" %>. 
 

Volles Haus in der Ingolstädter WM-Lounge

 
<%PIC id="2846731" scl_mode="0" showbig="" title="WM-Lounge in brasilianischer Hand" scl_width="463" scl_height="348"%>
 
Nachdem am frühen Abend die Deutschen die WM-Lounge am Rathausplatz bevölkert und ihre Mannschaft gefeiert haben, ist die Lounge nun in brasilianischer Hand. Die Fans fiebern mit der Seleção und hoffen, dass das Team aus Brasilien ebenfalls den Einzug ins Halbfinale schafft.
 

Deutsche Elf bezwingt Franzosen - Zitate, Fakten, Szenen

 
Deutschland hat es geschafft: Die Mannschaft von Jogi Löw hat die Équipe Tricolore geschlagen und steht nun wieder einmal im Halbfinale. Man of the Match ist ganz klar der deutsche Torschütze Mats Hummels. <%LINK text="Hier " target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934211" %>können Sie den ganzen Spielbericht zur ersten Viertelfinalbegegnung nachlesen. Wer sich für weitere Fakten und Zitate zu dem Spiel interessiert, der wird <%LINK text="hier " target="_blank" type="" href="https://www.donaukurier.de/2934261" %>fündig.
 

Schauplatz des deutschen Viertelfinales: das Maracana

 
Die DFB-Elf spielt ihr Viertelfinalspiel heute in einem legendären Stadion: im Maracana - vollständiger Name: Estádio do Maracana - in Rio de Janeiro. Beim entscheidenden WM-Spiel 1950 ebendort erlebten fast 200.000 Zuschauer die historische 1:2-Niederlage der Selecao gegen die Auswahl Uruguays.
 
Das Maracana befindet sich im gleichnamigen Stadtteil Rios, ein paar Kilometer westlich vom Stadtzentrum der Millionenmetropole. Es wurde extra für die erste Heim-WM der Brasilianer 1950 gebaut. Sieben brasilianische Architekten waren daran beteiligt, die Grundsteinlegung erfolgte am 2. August 1948. 
 
Jenes eingangs erwähntes Spiel fand am 16. Juli 1950 statt. Brasilien reichte ein Unentschieden, doch das gelang der Selecao nicht. Uruguay gewann 2:1, Alcides Ghiggia entriss der Heimelf den sicher geglaubten WM-Titel. Nach der wohl schlimmsten Niederlage einer brasilianischen Fußballmannschaft entstand der Begriff Maracanaco. Die offizielle Zuschauerzahl lag bei 199.854. 
 

 
Es fanden nicht nur Fußballspiele in dieser weltberühmten Arena statt. Zu den Auftritten von Frank Sinatra (1980), Kiss (1983), Tina Turner (1987) und Paul McCartney (1991) strömten jeweils 180.000 Menschen in das Stadion, die norwegische Band a-ha ("Take On Me") wollten 1991 sogar 195.000 Menschen hören. Das ist bis heute der Weltrekord.
 
Am 19. Juli 1992 stürzte eine Tribüne ein, drei Zuschauer starben, 50 wurden verletzt. Daraufhin wurde die Kapazität des Maracana erheblich reduziert. Unter anderem wurden sämtliche Stehplätze entfernt. Im Jahr 2000 renovierte man das Stadion im Vorfeld der Panamerikanischen Spiele, die 2007 in Rio stattfanden. Der Innenraum wurde um 1,40 Meter abgesenkt, neue Sitze wurden eingebaut. Das Maracana wurde mit 82.238 Sitzplätzen wiedereröffnet.
 
Anlässlich der derzeit stattfindenden Fußball-WM, der Olympischen Sommerspiele sowie der Sommer-Paralympics in zwei Jahren wurde das Stadion noch einmal einer Renovierung unterzogen. Für 316 Millionen Euro entstanden neue Pressetribünen und Logen. Seitdem haben 73.531 Zuschauer Platz im Maracana.
 
Durch den schrittweisen Umbau zählt das Maracana nicht mehr zu den zehn größten Fußballstadien der Welt. Ganz vorne liegt das Stadion Erster Mai in Pjöngjang mit einem Fassungsvermögen von 150.000 Sitzplätzen, auf den Plätzen folgen das Yuba Bharati Krirangan in Kalkutta mit 120.000 und das seit der WM 1970 ebenfalls weltberühmte Aztekenstadion in Mexiko-Stadt mit 105.064 Zuschauern. Hinter dem Azadi-Stadion in Teheran (100.000 Plätze) folgt mit dem Camp Nou in Barcelona (99.354 Plätze) das größte Fußballstadion Europas. 
 
Was für den weniger gut betuchten Teil der Bevölkerung Rios wesentlich mehr stört als die Tatsache, dass das Maracana nicht mehr das größte Fußballstadion der Welt ist, ist die Tatsache, dass sich die Landbevölkerung ein Ticket dort nicht mehr leisten kann. War ein Stehplatz bis zum ersten Umbau 1992 noch für relativ wenig Geld zu haben, muss man jetzt, da es nur noch Sitzplätze gibt, tief in die Tasche greifen. Das Finale am 13. Juli und natürlich auch die Begegnung heute Abend werden sich deshalb nur die Gutbetuchten leisten können.
 

 
 

Außenminister Steinmeier tippt auf 3:2 - Kanzlerin Merkel will DFB-Elf siegen sehen, egal wie

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Fußballfan, das weiß man nicht erst seit dieser WM. Jetzt hat sie sich zu Wort gemeldet. Gefragt, ob sie vom Auftreten des deutschen Teams gegen Algerien (2:1 nach Verlängerung) enttäuscht gewesen sei, antwortet Merkel, sie wünsche sich, dass die Mannschaft gewinnt - "egal wie". Außenminister Frank-Walter Steinmeier setzte über den Twitterkanal das Auswärtigen Amtes heute Mittag einen Tweet ab. Darin steht, dass gerade heute Abend die deutsch-französische Freundschaft besonders wichtig sei - "auch wenn wir 3:2 gewinnen." 
 
 
 

Siegen oder Fliegen

 
Heute gilt's: Um 18 Uhr ertönt der Anpfiff zum ersten Viertelfinale dieser WM, und dieses erste Viertelfinale bestreitet die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich (live in der ARD). Das Motto lautet Siegen oder Fliegen. Gewinnt die DFB-Elf im Maracana-Stadion gegen die hoch eingeschätzte Equipe Tricolore, zieht sie ins Halbfinale ein und würde dort am Dienstag um 22 Uhr in Belo Horizonte auf den Gewinner der Begegnung Brasilien gegen Kolumbien treffen. Verliert die Truppe von Joachim Löw, werden morgen im Campo de Bahia die Koffer gepackt. 
 
Genau 60 Tage nach dem "Wunder von Bern", dem ersten WM-Titel einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft 1954, soll der Einzug unter die besten vier Nationen geschafft werden. Trainer Löw gab sich gestern bei der abschließenden Pressekonferenz betont entspannt und sehr selbstbewusst. "Wir sind unter den letzten Acht und werden unter die letzten Vier kommen - und dann sehen wir weiter."
 
Gerätselt wird nach wie vor, auf welcher Position Philipp Lahm heute Abend auflaufen wird. Experten wie Fans sind sich einig, er soll - wie ab der zweiten Halbzeit gegen Algerien - zurück auf die rechte Außenverteidigerposition. Löw ließ die Entscheidung gestern noch offen, seine Aussage lässt aber darauf schließen, dass er sich doch zu einem Wechsel durchringen kann: "Es gibt nie Entscheidungen, die für ewig zementiert sind." Der "kicker" sieht Lahm in der voraussichtlichen taktischen Aufstellung übrigens auf der rechten Außenverteidigerposition.
 
 

 
Die sieben Spieler, die vorgestern noch erkältet waren, sind allesamt fit und einsatzbereit. Der Bundestrainer kann also aus dem Vollen schöpfen. Ob das mit Schweinsteiger und Khedira ist, bleibt offen. Löw lobte aber auf der Pressekonferenz ausdrücklich den Bayern-Spieler. Gespannt sein darf man auch, ob der gegen Algerien starke Andre Schürrle diesmal von Anfang an ran darf.
 
Schiedsrichter der Begegnung heute Abend ist Nestor Pitana aus Argentinien. Es ist bereits der vierte Einsatz des 39-Jährigen bei dieser WM, Deutschland und auch Frankreich pfeift er aber zum ersten Mal.
 
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Donnerstag, 3. Juli

 

"Die werden das schon schaffen"

 
Ein Ausblick auf das Viertelfinale zwischen Deutschland und Frankreich am Freitagabend (Anstoß um 18 Uhr, live in der ARD). Das Spiel unter Rios sengender Mittagssonne wird von den äußeren Bedingungen her der krasse Gegensatz zum Achtelfinale im winterlichen Porto Alegre. 
 
 
 

Opdenhövel/Scholl beliebter als Welke/Kahn

 
Laut Forsa-Umfrage des "stern" kommt das WM-Moderatorenduo des ZDF besser an als das der ARD. Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl liegen mit 34 Prozent deutlich vor Oliver Welke und Oliver Kahn (25 Prozent). 20 Prozent der Befragten stuften die beiden Duos gleich gut ein. 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger aus Ost und West wurden befragt.
 

Thomas Müller: "Haben uns gegen Algerien den Arsch aufgerissen"

 
Gegenüber "Bild" äußert sich Thomas Müller zur kritischen Berichterstattung der deutschen Medien nach dem 2:1-Sieg nach Verlängerung über Algerien im Achtelfinale. Man habe Fehler gemacht auf dem Platz, "aber wir haben uns gegen Algerien 120 Minuten den Arsch aufgerissen", sagt der 24-Jährige, der in diesem Turnier bereits vier Tore erzielte. Man sollte sich, so Müller weiter, nicht für so einen Sieg entschuldigen müssen. "Wenn andere Mannschaften in anderen Ländern das so machen, wird es als clever abgetan", sagt Müller. Er wolle nicht Weltmeister werden und sich danach hinstellen müssen und sagen: "Sorry, dass wir das Finale nur mit einem Tor Unterschied gewonnen haben." <%LINK text="Hier geht&#39;s zum ausführlichen Artikel." type="" href="/2933486" %> 
 

 
Zum Viertelfinal-Knüller am Freitag um 18 Uhr gegen Frankreich (die ARD überträgt) werden seine Eltern Klaudia und Gerhard aus München einfliegen und ihn von der Tribüne aus unterstützen.
 

Kontakt zur Schwarzmarkt-Mafia: Brasiliens Fußballidole in Bedrängnis

 
Es geht unter anderem um Tickets aus Freikontingenten des Weltverbandes Fifa und der WM-Teams: Einstige Idole der Selecao wie die Ex-Weltmeister Dunga, Carlos Alberto Torres und Jairzinho sollen im Zusammenhang der Ermittlungen gegen den am Dienstag verhafteten Schwarzmarkt-händler Mohamadou Lamine Fofana als Zeugen verhört werden. Auch der Vater von Superstar Neymar und Roberto Assis, Bruder des Ex-Weltfußballers Ronaldinho, stehen nach dem Abhören von Telefonaten auf der Polizeiliste der Personen, die zur Aufklärung des Falls beitragen sollen (<%LINK text="ausführlicher Artikel" type="" href="/2933489" %>). 
 

DFB will die EM 2024 austragen

 
Der DFB will zum zweiten Mal nach 1988 die Europameisterschaft in Deutschland austragen. Um dieses Ziel zu erreichen, verzichtet man auf eine Beteiligung an der Finalserie 2020, für die man sich mit München bewerben wollte. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach blickt der Vergabe für das Turnier in acht Jahren optimistisch entgegen: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir sie bekommen werden", sagte er in Interviews mit der "tz", dem "Express" und der "Hamburger Morgenpost" von heute.
 

Mertesacker versteigert WM-Trikot

 
Nein, Per Mertesacker lässt nicht jenes Trikot versteigern, das er bei seinem  <%LINK text="fast schon legendären Ausraster bei einem Interview nach dem Spiel gegen Algerien" type="" href="#mertesackerswutrede" %>  getragen hat. Es handelt sich um eine Sonderanfertigung anlässlich seines 100. Länderspiel, das er am 21. Juni beim 2:2 gegen Ghana trug. Wer mitsteigern will, <%LINK text="hier ist der Link" target="_blank" type="" href="http://bit.ly/TrikotPer" %>. Der Arsenal-Verteidiger wird das Trikot signieren, der Erlös geht zu 100 Prozent an die Per-Mertesacker-Stiftung, die sich der Förderung von sozial benachteiligten Kindern in der Region Hannover verschrieben hat.
 

Sieben deutsche Nationalspieler erkältet - Wo spielt Lahm?

Nicht genug, dass Bundestrainer Löw vor dem Viertelfinale am Freitagabend gegen Frankreich unter Druck steht: Nun haben sich auch noch sieben deutsche Nationalspieler erkältet. 
 
Die große, deutschlandweit diskutierte Frage lautet: Wo spielt Kapitän Philipp Lahm gegen die Equipe Tricolore - im Mittelfeld oder in der Abwehr? Der selbst hält sich aus der Debatte heraus und gibt die Standardantwort: "Das ist die Entscheidung des Trainers." 
 
<%LINK text="Den ausführlichen Artikel mit der voraussichtlichen Aufstellung laut Agentur AFP - Lahm übrigens hinten rechts - finden Sie hier." type="" href="/2933455" %>
 
 
 

"Boateng ist ein fürchterlicher Nuschler"

 
Sie ist der Grund dafür, warum sich die Stars dieser Fußball-WM die Hand vor den Mund halten, wenn sie sich vor Freistößen mit ihren Mannschaftskollegen beratschlagen. Neymar, Messi & Co. gehören dazu, und seit einiger Zeit auch deutsche Spieler wie Manuel Neuer oder Mesut Özil. Julia Probst alias <%LINK text="@EinAugenschmaus" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/EinAugenschmaus" %> (Foto unten) übersetzt auf ihrem Twitterkanal das, was sie Trainern und Spielern vorm Fernseher von den Lippen abliest. Und da es einem Joachim Löw wenig nützt, wenn er mit vorgehaltener Hand etwas aufs Feld schreit, kann dann schon mal ein "Das ist so kacke" dabei sein. Probleme bereitet der 32-Jährigen ein deutscher Verteidiger: Jerome Boateng nuschle fürchterlich, meint Probst.
 
<%LINK text="Hier geht&#39;s zum kompletten Artikel." type="" href="/2933427" %>
 
<%PIC id="2845606" scl_mode="0" showbig="" title="Julia Probst" scl_width="463" scl_height="463"%>
 

Hausblatt von Real Madrid meldet: Wechsel von Kroos zu Real perfekt

 
Die spanische Sporttageszeitung Marca berichtet in ihrer heutigen Ausgabe auf dem Titel, dass der Wechsel von Nationalspieler Toni Kroos zum Champions-League-Sieger Real Madrid perfekt ist. Die Ablösesumme betrage 25 Millionen Euro, Kroos erhalte einen Vertrag über fünf Jahre und ein Nettogehalt von fünf Millionen Euro im Jahr. Vom FC Bayern gibt es noch keine Bestätigung. Nach Angaben von Marca soll der Transfer nach dem letzten Spiel der DFB-Elf bei der WM in Brasilien offiziell gemacht werden (<%LINK text="ausführlicher Artikel" type="" href="/2933428" %>).
 
 
 

"Rächt Sevilla" - ehemaliger französischer Nationalspieler bringt Zunder in das Viertelfinale gegen DFB-Elf

 
32 Jahre ist er her, der "Thriller von Sevilla" (<%LINK text="ausführlicher Bericht hier" type="" href="#thrillervonsevilla" %>). Deutschland und Frankreich lieferten sich 1982 bei der WM in Spanien ein denkwürdiges Halbfinale, in dem die Mannschaft des damaligen Bundestrainers Jupp Derwall ein verloren geglaubtes Spiel noch drehte. 1:3 stand es in der Verlängerung für die Franzosen, 3:3 nach 120 Minuten, und 8:7 für Deutschland nach Elfmeterschießen. Hängen geblieben ist vor allem das Foul von Torhüter Toni Schumacher an Patrick Battiston. 
 
Schumacher sprach in dieser Woche in einem ZDF-Interview davon, dass man sich längst ausgesöhnt hätte. Damals, und erneut vor einem Jahr am Rande eines Länderspiels in Paris. Umso unverständlicher für die ehemalige Nummer eins, dass nun Maxime Bossis, der damals im Elfmeterschießen im entscheidenden Versuch an ihm gescheitert war, erneut Öl ins Feuer gießt. "Rächt Sevilla!", fordert er. Und auch Battiston lässt kein gutes Haar an Schumacher. "Wir begegnen uns, wenn es sich nicht vermeiden lässt", sagt der 57-Jährige. Schumacher bleibt cool. Er glaubt nicht, "dass sich ein einziger deutscher Spieler dadurch nervös machen lässt".
 
 
 
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Mittwoch, 2. Juli

 

Köpke: "Wir müssen uns steigern"

 
"Wir haben heute Fußballtennis gespielt und einige Läufe gemacht", sagte DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Ab jetzt gelte es, Vollgas zu geben.
 
Angesprochen auf die Leistung von Manuel Neuer und dessen Quasi-Liberoposten gegen Algerien meinte Köpke: "Ich bin sehr ruhig geblieben auf der Bank." Er hoffe aber, dass ein derart offensives Torwartspiel gegen Frankreich nicht erforderlich sein werde. Und ja, Neuer könne auch auf dem Feld mitspielen. "Ich weiß aber nicht, in welcher Klasse", sagte Köpke. 
 
"Die Franzosen haben eine technisch sehr gute Mannschaft, die sehr organisiert spielt und die mit Benzema einen sehr guten Stürmer hat", blickt Köpke auf das Viertelfinale voraus. "Uns ist klar, dass wir uns steigern müssen." 
 

Deutsche Elf nimmt Kurs auf Rio

 
Ein Blick ins deutsche Team. Die deutsche Nationalmannschaft hat nach einem Tag der Regeneration nach dem kräftezehrenden 2:1-Sieg über Algerien das Training wieder aufgenommen. Mittlerweile steht fest: Mats Hummels hat seine Erkältung überwunden und wird am Freitag wieder in der Startelf stehen. Im Gegensatz zum Spiel am Montag, das im winterlichen Porto Alegre bei Temperaturen um die 14 Grad stattfand, geht es zum Viertelfinale nach Rio, wo 30 Grad vorhergesagt werden. 
 
 
 

Metzelder schlägt Positionstausch vor

 
Christoph Metzelder, Vize-Weltmeister von 2006, schlägt einen Positionstausch zwischen den Abwehrspielern Benedikt Höwedes und Jerome Boateng im Viertelfinale gegen Frankreich vor. "Gerade für Höwedes als nominellen Innenverteidiger und Rechtsfuß ist es auf der linken Seite schon schwierig", sagt Metzelder gegenüber dem Sport-Informationsdienst SID. 
  

Klinsmann ist "so proud" auf alle

 
Die ZDF-Zuschauer warteten gestern Abend nach dem Ausscheiden der USA gegen Belgien (1:2 nach Verlängerung, <%LINK text="hier die Tore in der ZDF-Mediathek" target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2187920/Belgien---USA:-Die-Tore" %>) vergeblich auf ein Statement von US-Coach Jürgen Klinsmann. Dafür hat sich Klinsmann jetzt <%LINK text="über seinen Twitterkanal" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/J_Klinsmann" %> zu Wort gemeldet. "So proud of our team", schreibt er. "So proud of our fans. So proud of our country!!" Auf alle also ist der Trainer der US-Boys sehr stolz. Am Ende bedankt er sich noch "to everyone for the amazing support". In den vergangenen Tagen hatte er bereits eifrig Fotos gepostet. Wie es mit dem Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 und dem US-Team weitergeht, steht derzeit noch nicht fest.
 

 

<%LINK text="" id="thrillervonsevilla" name="thrillervonsevilla" %>Deutschland gegen Frankreich - zweimal war für die Equipe Tricolore im Halbfinale Schluss
 
Am Freitag um 18 Uhr trifft die DFB-Elf im Maracana-Stadion in Rio auf einen alten Bekannten. Gegen die Franzosen lieferte sich Deutschland bei den Weltmeisterschaften 1982 und 1986 zwei heiß umkämpfte Duelle. Beide Male ging es um den Einzug ins Finale, beide Male behielt Deutschland die Oberhand. 
 
In den achtziger Jahren erlebte die Equipe Tricolore die erste ihrer zwei Glanzzeiten (die zweite folgte Ende der 1990er Jahre und gipfelte mit dem Triumph bei der Heim-WM 1998 sowie dem EM-Titel zwei Jahre später). Michel Platini, heute UEFA-Präsident, hatte vor der WM seine letzte Saison beim AS Saint-Étienne gespielt und bereits bei Juventus Turin unterschrieben. Von 1983 bis 1985 sollte er dreimal zu Europas Fußballer des Jahres gewählt werden, mit Juve holte er 1985 den Landesmeister-Pokal und auch den Weltpokal. Der wichtigste Pokal aber blieb im verwehrt: Weltmeister wurde er nie, und schuld daran ist die deutsche Nationalmannschaft. 
 
Das Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich am 8. Juli 1982 in Sevilla ging als "Thriller von Sevilla" in die Annalen ein. Die Franzosen hatten mit Platini, Trésor, Giresse, Tigana und Six einige Fußballer von großem Format in ihren Reihen. In der DFB-Elf um Kapitän Manfred Kaltz standen unter anderem der eisenharte Vorstopper Karlheinz Förster, der ehemalige Zehnkämpfer Hans-Peter Briegel, der für die Nationalelf reaktivierte Paul Breitner, das Teenie-Idol Pierre Littbarski und der ewige Fallrückzieher Klaus Fischer. Karl-Heinz Rummenigge, den die ganze Welt fürchtete, saß angeschlagen auf der Ersatzbank.
 
Littbarski brachte seine Mannschaft nach 17 Minuten in Führung, Frankreichs Kapitän Platini glich neun Minuten später per souverän verwandeltem Elfmeter aus. Als sich der wenige Minuten vorher eingewechselte Patrick Battiston anschickte, seine Nation nach einer knappen Stunde erstmals in Führung zu bringen, rannte Toni Schumacher auf ihn zu und checkte ihn um. Battiston blieb besinnungslos liegen, Schumacher stand wie ein kleiner Junge, der etwas ausgefressen hat und ein schlechtes Gewissen hat, am Pfosten und beobachtete die Szene. Nachdem Battiston mit einer Trage vom Feld getragen wurde, ging es weiter - und die neutralen Zuschauer standen spätestens jetzt und nach der <%LINK text="&quot;Schande von Gijon&quot;" type="" href="#schandevongijon" %> sowieso hinter den Franzosen.
 
Nach 90 Minuten stand es immer noch 1:1. In der Verlängerung sorgten dann Trésor (92.) und der kleine Giresse (98.) für die Vorentscheidung. Wer tags darauf - das Spiel wurde an einem Donnerstagabend um 21 Uhr angepfiffen - früh in die Arbeit musste, ging jetzt, gegen 23 Uhr, ins Bett. Daran, dass die DFB-Elf nochmal zurückkehren würde, dachten nur noch die kühnsten Optimisten. 
 
Dann wechselte Jupp Derwall Karl-Heinz Rummenigge ein. Dem Weltklasse-Stürmer des FC Bayern wurde, obwohl er nicht fit war, zugetraut, den Wechsel herbeizuführen. Und tatsächlich: Fünf Minuten nach seiner Einwechslung traf er zum 2:3. Als dann Klaus Fischer nach 108 Minuten per Fallrückzieher zum 3:3 traf, tobten die Zuschauer im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán. Die Franzosen schlichen mit hängenden Köpfen übers Feld, es blieb beim 3:3.
 
Es folgte das allererste Elfmeterschießen in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften. Frankreich durfte vorlegen und schien nach Uli Stielikes verschossenem Strafstoß - der einzige in der Historie Deutschlands bei Elfmeterschießen - erneut auf der Siegerstraße. Sofort danach parierte Schumacher den Elfmeter von Six (was die Fernsehkameras gar nicht einfingen, weil sie noch auf den tränenüberströmten Stielike gerichtet waren, der von Littbarski getröstet wurde) und dann auch noch jenen von Bossis. Horst Hrubesch, der bereits das EM-Finale 1980 mit seinen beiden Toren für Deutschland entschieden hatte, verwandelte den letzten Elfmeter und schoss die DFB-Elf damit ins Finale. 
 

 
Dieses verlor Deutschland dann allerdings mit 1:3 gegen Angstgegner Italien. 
 
1984 war die französische Nationalmannschaft auf ihrem Zenit. Sie holte sich durch einen 2:0-Finalsieg über Spanien die im eigenen Land ausgetragene Europameisterschaft (Deutschland war als Vorrunden-Dritter hinter Spanien und Portugal früh ausgeschieden) und Michel Platini wurde mit neun Treffern Torschützenkönig. Er wurde sowohl zu Europas Fußballer des Jahres als auch zum Weltfußballer gekürt.
 
Bei der WM 1986 in Mexiko galten die Franzosen als einer der ganz heißen Anwärter auf den Titel. Die Vorrunde überstand die Equipe Tricolore ohne Probleme, im Achtelfinale bezwang man die Italiener mit 2:0. Das Viertelfinal-Duell gegen Brasilien ging als eines der besten WM-Spiele aller Zeiten in die Geschichte ein. Gegenüber standen sich die Mittelfeldreihen Platini, Giresse und Tigana sowie Sócrates, Junior und Alemao. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1, wobei der legendäre Zico einen Elfmeter verschoss. Das Elfmeterschießen konnten die Franzosen für sich entscheiden.
 
Am 25. Juni 1986 standen sich in Guadalajara erneut Deutschland und Frankreich in einem WM-Halbfinale gegenüber. Während die Franzosen auf dem Weg dorthin brillierten, quälte sich das deutsche Team in die Runde der letzten Vier. Den Franzosen schlotterten dennoch die Knie vor dem Spiel, psychisch war die Elf um den genialen Platini dem deutschen Team nicht gewachsen. Die DFB-Elf gewann durch einen Freistoß von Brehme und einen von Rudi Völler abgeschlossenen Konter in der letzten Minute mit 2:0, und den Franzosen blieb einmal mehr nur das nicht sonderlich beliebte Spiel um den dritten Platz. 
 

 
Im Finale unterlag Deutschland dann Argentinien und Superstar Diego Maradona mit 2:3. 
 

Löw bleibt stur: Lahm bleibt im Mittelfeld, Rückendeckung für Özil

 
Wer gehofft hat, dass Joachim Löw seinen Kapitän vom Mittelfeld wieder auf die rechte Außenverteidigerposition beordert, kann diesen Wunsch nun ac acta legen. Der Bundestrainer stellte in einem Interview mit der "Zeit" klar, dass Philipp Lahm auch im Viertelfinale am Freitag (18 Uhr) gegen Frankreich im Mittelfeld spielen werde. Nur wenn es auf der rechten Seite ein akutes Problem gäbe, würde Lahm seine alte Position einnehmen. Dass solch ein Notfall eintritt, müsse aber verhindert werden. Kein Verständnis hat Löw für die Kritik an Mesut Özil. Begründung: "Özil war 2010 und 2012 der überragende Spieler des Turniers. Das kann ich doch nicht einfach vergessen." Das klingt nach einer Einsatzgarantie des noch nicht wirklich in die Gänge gekommenen Arsenal-Spielers, der das 2:0 gegen Algerien markiert hatte.
 

Zwei Tage Pause

 
Die Spieler haben jetzt erst einmal Zeit, sich zu erholen. Erst am Freitag geht es mit den Viertelfinalspielen weiter. Wir werden die Zeit bis dahin nutzen, und uns ausführlich mit der Begegungen Frankreich gegen Deutschland zu beschäftigen. Wie sind die Chancen der Deutschen? Wer hat bis jetzt das beseere Turnier gespielt? Und natürlich darf ein Blick auf die legenären Duelle der beiden Teams nicht fehlen.
 

WM-E-Paper ist online

 
In unserem kostenlosen <%LINK text="WM-E-Paper" target="_blank" type="" href="http://epaper.donaukurier.de" %> finden sie nicht nur aktuelle Berichte zu den Abendspielen, sondern auch Analysen zum Deutschlandspiel sowie Videos zu den aktuellen Themen.
 
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Dienstag, 1.Juli

 

Zwei Tage Pause

 
Die Spieler haben jetzt erst einmal Zeit, sich zu erholen. Erst am Freitag geht es mit den Viertelfinalspielen weiter. Wir werden die Zeit bis dahin nutzen, und uns ausführlich mit der Begegungen Frankreich gegen Deutschland zu beschäftigen. Wie sind die Chancen der Deutschen? Wer hat bis jetzt das beseere Turnier gespielt? Und natürlich darf ein Blick auf die legenären Duelle der beiden Teams nicht fehlen.
 

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Belgien zittert sich ins Viertelfinale

 
Zwei Spieler machte am Ende wohl den Unterschied. Zuerst legte der eingewechselte Romelu Lukaku mit einem seiner ersten Ballkontakte die Kugel für Kevin de Bruyne auf, der in der 93. Minute zum 1:0 für Belgien traf. Kurz vor der Pause der Verlängerung schien die Entscheidung gefallen zu sein. Dieses Mal zog Lukaku nach einem schönen Pass von de Bruyne direkt ab: Das 2:0 für Belgien. Doch die Amerikaner kamen zurück: In der 107. Minute verkürzte Julian Green vom FC Bayern für die USA auf 2:1. Amerika war in der Schlussphase die bessere Mannschaft und hätten den Ausgleich erzielen können. Doch es blieb beim 2:1. Belgien steht damit im Viertelfinale und trifft am Samstag auf Argentinien. Einen ausführlichen Bericht zum Spiel Belgien gegen USA finden Sie <%LINK text="hier." tag="" target="_blank" type="Artikel" id="2932922" %>
 
 

Auch Belgien muss in die Verlängerung

 
Die Favoriten tun sich weiter schwer bei dieser WM. Auch Belgien muss nach einem 0:0 in die Verlängerung. Die USA halten dagegen und das Spiel offen. Das wird noch eine spannende halbe Stunde.
 

Wer wird der letzte Viertelfinalteilnehmer?

 
In gut einer Viertelstunde wird das letzte Achtelfinale angepfiffen. Dann müssen die Belgier zeigen, dass sie zu Recht ungeschlagen aus der Gruppenrunde gegangen sind. Aber vielleicht schaffen die USA ja doch die erste dicke Überraschung der K.o.-Runde. Denn bisher wackelten zwar einige Favoriten, doch am Ende schaffte es der Außenseiter nicht.
 

K.o. in der 118. Minute

 
Das ist bitter für die Schweiz. 118 Minuten hat das Abwehrbollwerk der Eidgenossen gehalten. Dann genügte Argentinien ein schneller Angriff und ein Pass von Superstar Lionel Messi. Der setzte Ángel di María in Szene, der den Ball zum 1:0 ins lange Eck schob. Doch die Partie war noch nicht vorbei. Fast im Gegenzug traf der Schweizer Blerim Dezemaili nur den Pfosten. Der Außenseiter gab nicht auf. In einer dramatischen Schlussphase gab es noch mal Freistoß für die Schweiz: Doch der Ball landet in der Mauer und die Schweizer scheiden aus. Den ausführlichen Bericht zum vorletzten Achtelfinalspiel finden Sie <%LINK text="hier." tag="" target="_blank" type="Artikel" id="2932873" %>
 
 

Die nächste Verlängerung

 
Auch Argentinien hat es nicht geschafft, sich gegen den vermeintlichen Außenseiter Schweiz in 90 Minuten durchzusetzen. In den Schlussminuten hätten die Eidgenossen mit etwas Glück sogar noch den Siegtreffer erzielen können. Jetzt müssen die Teams nach dem 0:0 in die Verlängerung.
 

Die neue deutsche Freistoßvariante

 
Großes Thema in den <%LINK text="sozialen Netzwerken" target="_blank" type="" href="https://twitter.com/search?q=freisto%C3%9F&src=typd" %> und der internationalen Presse: Müller und sein Freistoß-Stolperer. Der Sydney Morning Herald nennt Müllers Aktion den "<%LINK text="merkwürdigsten Freistoß der WM" target="_blank" type="" href="http://www.smh.com.au/fifa-world-cup-2014/world-cup-news-2014/thomas-mueller-and-germany-deliver-strangest-freekick-of-the-world-cup-20140701-zsroq.html" %>" und das Schweizer Portal Blick spricht gar von einer "<%LINK text="Blamage" target="_blank" type="" href="http://www.blick.ch/sport/fussball/wm2014/mueller-stolpert-und-faellt-hin-deutsche-machen-sich-mit-slapstick-freistoss-laecherlich-id2953138.html" %>". <%LINK text="Im Interview lässt der Spieler jedoch anklingen, dass der Sturz vielleicht sogar geplant war. " target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2187474/Müller-und-sein-bewusster-Stolperer" %>Auch Oliver Kahn vermutet, dass dieser Freistoß speziell so geübt wurde. "Es war ein sehr koordinierter Ablauf, deshalb könnte man fast auf die Idee kommen, dass es einstudiert war." Der Grund? Der Stolperer könne psychologisch auf den Gegner wirken und ihn so durcheinander bringen. Auffällig bei alledem ist jedenfalls: Keiner der Spieler schien sich im Nachhinein über die konfuse Aktion zu ärgern.
 

Lob für Schürrle und Neuer

 
Und nicht nur Per Mertesacker zeigt sich verärgert über die Fragen der Journalisten. Auch Jogi Löw reagiert in der Pressekonferenz genervt auf die Frage, wieso er denn so zufrieden aussehe. "Soll ich jetzt etwa nach dem Weiterkommen unter die letzten acht Mannschaften enttäuscht sein?" Viel Lob hat der Bundestrainer für seinen Torwart übrig: "Manu hat uns einige Male vor ganz gefährlichen Situationen bewahrt."

Dieser Aussage stimmt der frühere Torwart und jetztige TV-Experte Oliver Kahn zu, gibt aber zu bedenken: "Die Verteidiger dürfen den Torwart nicht permanent in so eine Situation laufen lassen." Zwar habe die deutsche Mannschaften bei jedem großen Turnier einmal einen Durchhänger, nun müsse der Trainer aber aus den Fehlern lernen und gegebenenfalls auch taktische Umstellungen nicht scheuen. Gerade Schürrle sei ein Kandidat, den man eventuell von Anfang an bringen sollte. "Er hat für Unruhe beim Gegner gesorgt, Anspielstationen geboten und das Spiel dynamischer und temporeicher gemacht.
 

 

<%LINK text="" id="mertesackerswutrede" name="mertesackerswutrede" %>Mertesacker und die Zirkustruppe
 
28,21 Millionen TV-Zuschauer sahen das Spiel zwischen Deutschland und Algerien, und viele davon auch noch das Interview mit Per Mertesacker im Anschluss daran. Der Verteidiger von Arsenal London war erkennbar "not amused" über die kritischen Fragen von ZDF-Reporter Boris Büchler. In der Runde der letzten 16 sei ja nun mal keine Zirkustruppe vertreten. Nun hat ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz darauf reagiert. Er spricht von einem "Interview in einer besonders extremen Situation. Man könne für beide Verständnis haben. "Boris Büchler hat journalistisch korrekt gefragt, Per Mertesacker hat nachvollziehbar emotional reagiert." 
 
Hier nochmal das Interview.
 
 
 

Hitzfeld: "Das wird nicht mein letztes Spiel"

 
Wir blicken voraus auf das erste Spiel heute Abend. Um 18 Uhr stehen sich im siebten Achtelfinale in Sao Paulo Argentinien und die Schweiz gegenüber. Ottmar Hitzfeld (Foto unten), Trainer der Eidgenossen, wird nach der WM seinen Ruhestand antreten. Er glaubt aber nicht, dass die Partie gegen den zweimaligen Weltmeister (1978 und 1986) sein letztes Spiel an der Seitenlinie ist. Er will mit seiner Mannschaft Fußballgeschichte schreiben mit dem ersten Einzug in eine WM-Viertelfinale nach 60 Jahren.
 
Allerdings hat der Coach, schenkt man einer Meldung des Newsportals OnlineReports Glauben, mit einem privaten Schicksalsschlag zu kämpfen. Wie das Portal meldet, ist Hitzfels Bruder Winfried in der Nacht auf Montag in einem Basler Krankenhaus gestorben.
 

  
Der zweimalige Champions-League-Gewinner (mit Dortmund und dem FC Bayern) bekennt sich als Fan von Messi. Man wolle aber zeigen, wie man ihn stoppen kann. "Alle Spieler müssen konzentriert zusammenarbeiten, dann kann eine Art Netz entstehen, in dem Messi sich verfangen kann", erklärt Hitzfeld im Gespräch mit dem Sport-Informationsdienst SID.
 
Das Schweizer Boulevard Blatt "Blick" präsentiert das Gegenstück zum Kapitän der Albiceleste. "Wir haben unseren eigenen Messi", titelt die Zeitung in Bezug auf Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri, dem beim 3:0-Sieg gegen Honduras ein Hattrick gelang.  
 
Das ZDF überträgt das Spiel.
 
 

Deutsche Fußball-Fans erleichtert

 
Wer den Krimi Deutschland gegen Algerien nochmal Revue passieren will: Hier ist der <%LINK text="Link zur Zusammenfassung in der ZDF-Mediathek" target="_blank" type="" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2187462/WM-kompakt:-Deutschland---Algerien" %>.
 
 
 

WM-Aus für Mustafi

 
Die WM ist für <%LINK text="Shkodran Mustafi vorzeitig beendet" tag="" target="_blank" type="Artikel" id="2932495" %>. Der 22-Jährige erlitt beim Viertelfinalspiel gegen Algerien einen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Mustafi war für Mats Hummels ins Team gerückt, der mit eine Grippe im Bett liegt. "Er spielt in diesem Turnier keine Rolle mehr", sagte Bundestrainer Joachim Löw zur Verletzung von Shkodran Mustafi.
 
 

WM-E-Paper

 
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Letzte Runde in den Achtelfinals

 
Am Dienstag werden die letzten beiden Viertelfinalteilnehmer ausgespielt. Zuerst trifft Argentinien in Sao Paulo auf die Schweiz. Die Südamerikaner um ihren Superstar Lionel Messi zählen zum engeren Favoritenkreis. An einem guten Tag kann Messi ein Spiel alleine eintscheiden. Den Mittelfeldstar aus dem Spiel zu nehmen, das wird die Taktik des Schweizer Trainers Ottmar Hitzfeld sein. In der letzten Achtelfinal-Begegnung trifft Belgien auf die USA. Die Belgier werden als Geheimfavorit gehandelt. Aber vielleicht gelingt den US-Boys von Trainer Jürgen Klinsmann in Salvador eine Überraschung. Die Spiele werden wieder im ZDF übertragen. Anpfiff in Sao Paulo ist um 18 Uhr, in Salvador um 22 Uhr.
 
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Montag, 30. Juni

 

WM-Aus für Mustafi

 
Die WM ist für <%LINK text="Shkodran Mustafi vorzeitig beendet" tag="" target="_blank" type="Artikel" id="2932495" %>. Der 22-Jährige erlitt beim Viertelfinalspiel gegen Algerien einen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Mustafi war für Mats Hummels ins Team gerückt, der mit eine Grippe im Bett liegt. "Er spielt in diesem Turnier keine Rolle mehr", sagte Bundestrainer Joachim Löw zur Verletzung von Shkodran Mustafi.
 
 

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Ausblick auf Morgen

 
Am Dienstag werden die letzten beiden Viertelfinalteilnehmer ausgespielt. Zuerst trifft Argentinien in Sao Paulo auf die Schweiz. Die Südamerikaner um ihren Superstar Lionel Messi zählen zum engeren Favoritenkreis. An einem guten Tag kann Messi ein Spiel alleine eintscheiden. Den Mittelfeldstar aus dem Spiel zu nehmen, das wird die Taktik des Schweizer Trainers Ottmar Hitzfeld sein. In der letzten Achtelfinal-Begegnung trifft Belgien auf die USA. Die Belgier werden als Geheimfavorit gehandelt. Aber vielleicht gelingt den US-Boys von Trainer Jürgen Klinsmann in Salvador eine Überraschung. Die Spiele werden wieder im ZDF übertragen. Anpfiff in Sao Paulo ist um 18 Uhr, in Salvador um 22 Uhr.
 

Deutschland zittert sich ins Viertelfinale

 
Mit der Hacke brachte der eingewechselte André Schürrle (Bild unten) Deutschland auf die Siegerstraße. Der Knoten war auch mit dem 1:0 nicht geplatzt. Die Deutschen zitterten sich in den verbleibenden knapp 20 Minuten ins Viertelfinale. Erst in der 119. Minute machte Mesut Özil mit dem 2:0 alles klar. In der Nachspielzeit der Verlängerung verkürzte Algerien noch auf 2:1. Mann des Tages war Keeper Manuel Neuer, der mit seinem Paraden die Deutschen im Spiel hielt. In der Runde der letzte Acht wartet am Freitag im Maracana in Rio Frankreich. Um dann bestehen zu können, muss sich das Team von Jogi löw deutlich steigern. Anpfiff am Freitag  ist um 18 Uhr.
 
 

Es geht in die Verlängerung

 
Es war bis jetzt nicht der Tag der deutschen Mannschaft. Die Spieler um Kapitän Philipp Lahm haben gegen Algerien in 90 Minuten nicht zu ihrem Spiel gefunden. Vor allem in der ersten Hälfte war die Elf von Jogi Löw von der Rolle. Und sie hatte Glück, dass ein Algerier bei einem Schuss im Abseits stand. Erst die Einwechslung von André Schürrle nach der Pause brachte mehr Schwung ins deutsche Spiel. Doch die einigen guten Chancen nutzten Müller und Schweinsteiger nicht. So geht es jetzt in die Verlängerung.
 

Schweinsteiger in der Startelf

 
Noch eine gute Stunde bis zum Anpfiff. Wie schon vermutet worden ist, rückt Mustafi für den an Grippe erkrankten Hummels in die Startelf. Die Viererkette vor Torwart Manuel Neuer bilden Mustafi, Mertesacker, Boateng und Höwedes. Bundestrainer Jogi Löw bleibt seiner Linie treu und lässt Philipp Lahm im Mittelfeld. Auch Bastian Schweinsteiger erhält nach seiner guten Leistung gegen die USA den Vorzug vor Sami Khedira. Im Mittelfeld lauf zudem Kroos, Özil und Götze auf. Im Sturm ist Thomas Müller gesetzt.
 

Frankreich steht im Viertelfinale

 
Mit 2:0 (0:0) haben sich die Mannen von Trainer Didier Deschamps gegen Nigeria durchgesetzt. Eine klare Angelegenheit war es aber nicht für den Favoriten. In der ersten Halbzeit hielt Nigeria dagegen und brachte den Sieger der Gruppe E in Bedrängnis. Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie eher dahin. Erst in der Schlussviertelstunde wurde es spannend. Zunächst wurde ein Schuss von Frankreichs Superstar Karim Benzema von der Linie gekratzt und der Nachschuss von Cabaye ging an die Latte. Frankreich war im Aufwind und in der 78. Minute sorgte Paul Pogba (Bild unten) nach einem Fehler des nigerianischen Keepers für das 1:0. Ein Eigentor von Yobo brachte in der 92. Minute die Entscheidung.
 
 

Mats Hummels krank

 
Schlechte Nachricht aus dem deutschen WM-Quartier: Innenverteidiger Mats Hummels ist Medienberichten zufolge krank. Er liegt mit Fieber im Bett. Für ihn soll Shkodran Mustafi gegen Algerien in der Startelf stehen. Jerome Boateng soll für Hummels in die Innenverteidung neben Per Mertesacker rücken. Mustafi spielt dafür auf der rechten Abwehrseite.
 
 

18 Uhr: Nigeria fordert Frankreich heraus

 
Drei südamerikanische und eine europäische Nation haben bisher den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Heute versuchen das zwei europäische und zwei afrikanische Nationen. Beim ersten Spiel um 18 Uhr ist Frankreich klarer Favorit gegen Nigeria. Die Equipe Tricolore hat in der Vorgruppe zweimal dominiert (3:0 gegen Honduras und 5:2 gegen die Schweiz) und einmal die Kräfte geschont (0:0 gegen Ecuador). Nigeria unterlag in seiner Gruppe Argentinien, spielte gegen den Iran 0:0 und schlug Bosnien-Herzegowina knapp mit 1:0. Der US-Amerikaner Mark Geiger leitet die Partie in der Hauptstadt Brasilia.
 
 

FC Bayern in der WM-Torjägertabelle vorn

 
Der FC Bayern bleibt der erfolgreichste Verein dieser WM. Auf insgesamt 13 Tore bringen es die Spieler des deutschen Rekordmeisters in Brasilein (Thomas Müller 4, Foto unten, Robben 3, Shaqiri 3, Mandzukic 2, Götze 1). Dahinter folgen der FC Barcelona mit 10 Toren (Neymar 4, Messi 4, Alexis Sanchez 2) und Manchester United mit 8 Toren (van Persie 3, Fellaini 1, Rooney 1, Nani 1, Juan Mata 1, Javier Hernandez 1).
 
Apropos FC Bayern: Toni Kroos steht angeblich vor einem Wechsel zu Real Madrid. Die spanische Sportzeitung "Marca" berichtet von einem Fünf-Jahres-Vertrag für den Mittelfeldspieler mit einem Jahresgehalt von fünf Millionen Euro und einer Ablösesumme zwischen 25 und 30 Millionen Euro (<%LINK text="ausführlicher Artikel" type="" href="/2932128" %>).
 
 

Das ist Porto Alegre

 
Das Achtelfinalspiel zwischen Deutschland und Algerien heute um 22 Uhr findet in Porto Alegre statt. Porto Alegre (<%LINK text="das übrigens so ausgesprochen wird" target="_blank" type="" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/73/Br-PortoAlegre.ogg" %>) ist sicher der "deutscheste" Spielort dieser Fußball-WM. In den südlichsten Staaten Brasiliens gibt es viele Einwohner deutscher Abstammung. Die ersten Deutschen sind bereits 1824 eingewandert, und bis heute spricht man in den Kolonien einen ganz eigenen Dialekt mit deutschem Einschlag. In der Stadt werden heute rund 16.000 deutsche Fußballfans erwartet.
 
Porto Alegre ist eine fußballbegeisterte Stadt. Zweimal schon kam der Vereinsweltmeister aus der Millionenmetropole (3,8 Millionen Einwohner in der Metropolregion): 1983 holte Gremio den Weltpokal (Sieg über Landesmeister-Gewinner Hamburger SV), 2006 der Sport Club Internacional die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft . Die Rivalität zwischen diesen beiden Klubs ist riesig. Wenn sie in der brasilianischen Liga aufeinandertreffen, ist die Stimmung vergleichbar mit der eines WM-Finales. Man spricht dann in der Stadt von dem Grenal, einer Wortmischung aus GREmio und internacioNAL. Die Gremistas sind die Gremio-Fans, die Colorados die Inter-Fans. Gremios Heimstätte bis 2012 war das Estacio Olimpico Monumental, im Dezember 2012 wurde die Arena do Gremio feierlich eingeweiht. Die Heimspiele von Internacional werden im Estadio Beira-Rio (Foto unten) ausgetragen. Extra für die Fußball-WM wurde das 1959 gebaute Beira-Rio auf den neuesten Stand gebracht. Die Kapazität wurde auf rund 50.000 Plätze vergrößert, die Tribünen näher an das Spielfeld herangezogen. Hier trifft die DFB-Elf heute Abend auf Algerien.
 
   
 
Porto Alegre verfügt mit dem Salgado Filho über den modernsten Flughafen Südamerikas, die Metro de Porto Alegre ist wichtiger Bestandteil der Infrastruktur. Die WM-Feste finden meistens im Stadtteil Cidade Baixa und in der Straße Padre Chagas statt, wo es zahlreiche Kneipen und Bars gibt. Die brasilianischen Fußballfans essen in den WM-Kneipen zu 90 Prozent Churrasco - gebratenes Rindfleisch am Spieß. Dazu gibt's ein frisches Bier - Caipirinha trinken die Touristen.
 

Heute "Fritz-Walter-Wetter"

 
Die Durchschnittstemperatur Mitte des Jahres - Winter in Brasilien - liegt bei für europäische Verhältnisse angenehmen 15 bis 18 Grad. Es regnet häufig, so auch in diesen Tagen. Viele Orte im Süden Brasiliens sind überschwemmt, man spricht von den heftigsten Niederschläge seit 30 Jahren. Heute darf man getrost von "Fritz-Walter-Wetter" sprechen: Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei satten 90 Prozent, die Sonne lässt sich gerade einmal eine Stunde lang blicken. Es ist 15 Grad frisch, aus nordwestlicher Richtung weht ein starker Wind. Wohl aufgrund dieses Windes ist <%LINK text="die auf das Beira-Rio-Stadion gerichtete Webcam" target="_blank" type="" href="http://vejoaovivo.com.br/rs/porto-alegre/estadio-beira-rio" %> heute ein recht wackelige Angelegenheit. Etwas mehr von Porto Alegre <%LINK text="sieht man hier" target="_blank" type="" href="http://www.panocams.info/index.php?panocam=3730" %>: alles grau in grau, die eigentlich hübsche Stadt präsentiert sich von ihrer tristen Seite. Der Zeitunterschrift beträgt übrigens fünf Stunden. Das Spiel der DFB-Elf wird um 17 Uhr Ortszeit angepfiffen.
 
Demonstrationen gegen die WM sind in Porto Alegre übrigens nicht zu erwarten. Nachdem die Polizei überall sehr hart durchgegriffen hat, hat man nachgegeben. Das Motto lautet nun nur noch "Let's have fun."
 
 

Scholl: "Algerien könnte gefährlich werden"

 
Mehmet Scholl, Europameister von 1996 und WM-Experte bei der ARD, warnt vor Deutschlands Achtelfinalgegner. "Algerien könnte gefährlich werden, weil sie defensiv unheimlich kompakt stehen und nach vorne wild sind. Und diese Wildheit kann man nicht kontrollieren." Scholl hat alle Spiele Algeriens gesehen und die Mannschaft hätte ihn "sehr, sehr überrascht - das ist fast südamerikanisch". Algerien spiele "mit ganz, ganz großem Herzen und unglaublicher Energie". 
 

Algerien sinnt auf Revanche 

 
<%LINK text="" id="schandevongijon" name="schandevongijon" %>Deutschland gegen Algerien - da war mal was! Das Achtelfinale der DFB-Elf heute Abend um 22 Uhr  (live im ZDF) gegen die Nordafrikaner hat eine Vorgeschichte.
 
Der deutsche Fußball hat bei Weltmeisterschaften viele Sternstunden erlebt. Es waren nicht nur die drei Titel 1954, 1974 und 1990, die im Gedächtnis geblieben sind. 1966 unterlag man im Finale Gastgeber England durch das legendäre Wembley-(Nicht-)Tor und fügte sich der Niederlage, erwarb damit weltweit Sympathien. Kapitän Uwe Seeler und seine Mannschaft wurden von den Fans in der Heimat wie die Weltmeister empfangen. Da war die wohl schönste WM aller Zeiten 1970 im fußballverrückten Mexiko mit der Revanche gegen England nach 0:2-Rückstand und dem Jahrhundertspiel gegen Italien im Halbfinale (3:4 nach Verlängerung).

Nach dem Titel 1974, der Vize-Europameisterschaft 1976 (Hoeneß' Elfmeter!), der Schmach von Cordoba 1978 (Krankl!) und dem EM-Titel 1980 dank des glänzenden Spielmachers Bernd Schuster und des eiskalten Torjägers Horst Hrubesch schlitterte der deutsche Fußball Anfang der achtziger Jahre in eine Krise. 1982 und 1986 erreichte man zwar jeweils das WM-Finale - aber was war das für ein Rumpelfußball! Und bei jener WM 1982 in Spanien erlebte der deutsche Fußball seine schwärzeste Stunde. Jenes Spiel, das als "die Schande von Gijon" in die Geschichte einging.
 


In der Vorrundengruppe 2 spielten damals außer der DFB-Elf Algerien, Chile und Österreich. Deutschland verlor sein Auftaktspiel sensationell gegen den krassen Außenseiter Algerien. Die Elf um Kapitän Karl-Heinz Rummenigge, Torjäger Horst Hrubesch (oben im Duell mit Algeriens Kapitän Ali Fergani) und Spielmacher Paul Breitner konnte die Führung der Afrikaner durch Madjer nach 54 Minuten durch ihren Kapitän zwar nach 67 Minuten egalisieren, doch nur eine Minute später sorgte Belloumi für die Entscheidung (nachfolgendes Video).



Nun muss man wissen, dass es seinerzeit die Regelung, dass die letzten Vorrundenspiele zeitgleich stattfinden, noch nicht gab. Algerien gewann sein Spiel gegen Chile, sodass vor dem abschließenden Spiel zwischen Deutschland und Österreich einen Tag danach die Afrikaner und die ÖFB-Elf vier Zähler auf ihrem Konto hatten und Deutschland zwei. Jupp Derwalls Mannschaft ging durch ein Tor von Horst Hrubesch früh in Führung, und jetzt sah die Tabelle das DFB-Team, Österreich und Algerien bei jeweils 4:2 Punkten und Deutschland aufgrund des besten Torverhältnisses (dafür hatte das 4:1 am zweiten Spieltag gegen Chile gesorgt) vor Österreich und Algerien. Die Folge: Es passierte nichts mehr. Man schob sich den Ball nur noch zu und brachte das Spiel über die Zeit. Der Nichtangriffspakt war offensichtlich (nachfolgendes Video).
 

 
Die neutralen Zuschauer wedelten mit weißen Taschentüchern, so wie man es im Gastgeberland Spanien macht, wenn man mit dem Fortgang eines Stierkampfes nicht einverstanden ist. Soll heißen: aufhören! Die algerischen Zuschauer wedelten mit Geldscheinen. Eberhard Stanjek sprach aus, was alle dachten: "Was hier geboten wird, ist schändlich." Der erfahrene Fernsehreporter roch die Lunte und wollte das Spiel nicht weiter kommentieren. Eike Immel, damals Ersatzkeeper hinter Toni Schumacher, erzählte vor ein paar Tagen in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz, dass es am Abend vor dem Spiel eine Besprechung im deutschen Lager gegeben hätte und er, der damals 21-jährige Jungspund, von den Etablierten aus dem Raum geschickt wurde. Namen nannte er keine - das war auch nicht nötig.
 

Gewaltiges Imageproblem des DFB


Der DFB hatte nach dem 1:0 gegen Österreich mit einem gewaltigen Imageproblem zu kämpfen, das durch Toni Schumachers überharte Attacke im Halbfinale gegen den Franzosen Battiston und seine dumme Aussage in einem Interview nach dem Spiel ("Ich bezahl' ihm die Jacketkronen") noch verschärft wurde. Man konnte nur von Glück reden, dass diese DFB-Elf das Finale gegen Italien mit 1:3 verlor. Deutschlands Fußballer des Jahres in diesem Jahr war bezeichnenderweise kein Spielmacher oder Edeltechniker, sondern mit Karlheinz Förster ein knüppelharter Vorstopper der ganz alten Schule. Seit der WM 1986 werden die abschließenden Vorrundenspiele aufgrund des Skandalspiels zwischen Deutschland und Österreich parallel ausgetragen.
 

"Jetzt kommt die große Revanche"


Nun, 32 Jahre später, sehnen die Algerier das Aufeinandertreffen mit der deutschen Mannschaft herbei. Rabah Madjer, der die Afrikaner 1982 mit 1:0 in Führung brachte, konnte am Tag nach dem Achtelfinaleinzug Algeriens nicht in Worte fassen, was dieses Spiel für ihn bedeutet. "Jetzt kommt die große Revanche gegen Deutschland", sagte der 56-Jährige, einer der großen Stars beim 2:1-Erfolg über die DFB-Elf am 16. Juni 1982 in Gijon. Es ist übrigens erst das dritte Duell zwischen Deutschland und Algerien. Vor dem Sensationssieg bei der WM gelang den Afrikanern am Neujahrstag 1964 auch schon ein Sieg, damals gewannen sie 2:0 in Algier. Geht es nach den Nordafrikanern folgt heute Abend der dritte Sieg. Das deutsche Team sollte gewarnt sein.
 
 

Ausnahmezustand in Costa Rica, Frust in Griechenland

 
 
 

Zweimal Europa gegen Afrika am Montag

 
Heute steht zweimal das Duell Europa gegen Afrika auf dem Programm.
 
Für das deutsche Team geht es zum ersten Mal um alles oder nichts. Die DFB-Elf trifft um 22 Uhr auf Algerien und ist turmhoher Favorit. Es gilt, dieser Favoritenrolle gerecht zu werden. Ob mit Schweinsteiger oder Khedira auf der Sechs, sollte nichts zur Sache tun. Zum Spielort Porto Alegre und zur Geschichte des letzten Aufeinandertreffens dieser beiden Nationen bei einer WM berichten wir morgen ausführlich.
 
Bereits um 18 Uhr ist Frankreich mindestens genauso sehr Favorit: gegen Nigeria. Der Weltmeister von 1998 zählt nach seinen bisherigen Auftritten zu den Favoriten auf den Titelgewinn.
 
Das ZDF überträgt beide Spiele.

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Sonntag, 29. Juni

 

Unser WM-E-Paper als PDF

 
Aufgrund eines Serverausfalls können wir Ihnen unser WM-E-Paper nicht für die App anbieten. Ausnahmsweise gibt es die Ausgabe deshalb hier im PDF-Format. Diese können Sie selbstverständlich auch auf Ihrem Tablet lesen.
 
<%MED id="1171600" title="WM-E-Paper vom 30.06.2014"%>
 

Costa Rica schreibt Geschichte

 
Bis zur 90. Minute war's ein ziemlich langweiliges Gegurke. Ruiz, der Mann der wichtigen Tore, bringt Costa Rica nach 52 Minuten in Führung (Foto).
 

 
In der 66. Minute fliegt Sportkamerad Duarte nach Foulspiel vom Platz, doch die harmlosen Griechen schaffen es auch in Überzahl nicht, den Südamerikanern wirklich gefährlich zu werden. Bis zur ersten Minute der Nachspielzeit. Dann feuert Gekas, Bundesliga-Torschützenkönig 2007, den Ball aufs Tor von Navas. Der lässt das Leder abprallen auf den aufgerückten Sokratis und der trifft zum 1:1. In der Verlängerung wehrt Costa Ricas Keeper alles ab, was auf sein Gehäuse kommt - darunter eine hundertprozentige Chance der Griechen in der allerletzen Minute. 
 
Und Navas sorgt dann auch im Elfmeterschießen für die Entscheidung. Er hält Gekas gar nicht mal schlecht geschossenen Elfer mit der linken, nach oben gerissenen Hand. Der einzige Fehlschuss dieses Elfmeterkrimis, Gekas (Foto unten) blendet die Welt aus.
   
 Umana verwandelt, und dann ist es vorbei, und in Costa Rica wird die Nacht zum Tag gemacht: Die Nation hat erstmals in ihrer Historie den Einzug in ein WM-Viertelfinale geschafft! <%LINK text="Hier der ausführliche Artikel zum Spiel." type="" href="/2932068" %>
 
Im Viertelfinale trifft Costa Rica auf die Niederlande. 
 

Welcher Außenseiter zieht ins Viertelfinale ein?

 
Das war's noch nicht für heute. Um 22 Uhr stehen sich im vierten Achtelfinale noch Costa Rica und Griechenland gegenüber. Schon jetzt steht fest, dass eine dieser beiden Nationen erstmals das Viertelfinale einer Fußball-WM erreichen wird. Und wer es auch sein mag: Es wird eine Riesenüberraschung sein. Genau hinschauen wird heute die Elftal: Die Niederlande bekommt es im Viertelfinale am 5. Juli mit eben diesem Außenseiter zu tun.
 

Brasilianischer Besuch für Schweinsteiger

 
Er war wohl der stärkste Brasilianer, der je beim FC Bayern gespielt hat. Ze Roberto, Jahrgang 1974, lief zwischen 2002 und 2009 169-mal für den Rekordmeister auf und erzielte dabei 14 Tore. Sein letztes von insgesamt 84 Länderspielen bestritt er fast auf den Tag genau vor acht Jahren: am 1. Juli 2006. Da schied Brasilien bei der WM in Deutschland im Viertelfinale mit 0:1 gegen Frankreich aus. Heute hat Ze Roberto seinen ehemaligen Mannschaftskameraden in Porto Alegre besucht. Bastian Schweinsteiger postete dieses Foto vor einer Stunde auf seiner Facebookseite. 

 

Sami Khediras Eltern in Brasilien ausgeraubt

 
Sami Khediras Eltern sind in Brasilien brutal ausgeraubt worden. Das meldet der Kölner "Express" auf seiner Onlineausgabe. Wie es heißt, wollten Doris (46) und Lazhar Khedira (53) vor einem WM-Spiel die Stadt erkunden und verließen auf eigene Faust ihr Hotel. Dabei wurden sie von zwei Männern auf Motorrädern beobachtet. Einer der Männer soll dann eine Pistole gezückt und Sami Khediras Eltern bedroht haben. Die überreichten den Männern alle Wertgegenstände. Die Khediras wurden dann von Mitarbeitern des DFB-Reisebüros betreut.
 
 

Das Ding doch noch gedreht: Holland wirft die Mexikaner raus

 

Die Niederlande dreht ein bereits verloren geglaubtes Spiel: Bis zur 88. Minute führte Mexiko durch ein Tor von dos Santos in der 48. Minute. Die Mexikaner waren über weite Strecken auch das bessere Team. Überragend: der schier unüberwindbare Schlussmann Ochoa. Dann die Wende. Kurz vor Schluss knallte Sneijder den Ball aus kurzer Distanz ins Netz (88., links mit der Nummer 10 auf dem Foto unten), und in der vierten Minute der Nachspielzeit trat der eingewechselte Schalker Huntelaar zum Foulelfmeter an. Robben war im Strafraum gefallen, und nachdem er das in diesem Spiel bereits zum wiederholten Male tat (kurz vor der Halbzeit hätte es Elfmeter geben müsen), pfiff der Schiedsrichter jetzt. Der Bundesliga-Torschützenkönig von 2012 verwandelte sicher ins linke untere Eck, und kurz danach war Schluss (<%LINK text="ausführlicher Artikel" type="" href="/2931964" %>).

 
Nach Brasilien tragen jetzt auch die Niederländer ein Veilchen, ein dunkelblaues.

 

Heute: Mexiko als echte Herausforderung für Vizeweltmeister Niederlande 

 
Heute stehen die Achtelfinalspiele Nummer drei und vier an. Freuen darf man sich vor allem auf die Begegnung um 18 Uhr. Dann stehen sich in Fortaleza die Teams aus Niederlande und Mexiko gegenüber. Die Holländer beherrschten ihre Vorrundengruppe und schweben seit dem 5:1-Auftakterfolg über den entthronten Weltmeister Spanien auf Wolke sieben. Die Elftal mühte sich anschließend gegen Australien zu einem hart erkämpften Sieg und schlug im bedeutungslosen letzten Spiel die Chilenen einigermaßen souverän. Mexiko (auf dem Foto unten bejubelt Andrés Guardado einen Treffer in der Vorrunde) ließ in seiner Gruppe Kroatien und Kamerun hinter sich und trotzte dem späteren Gruppensieger Brasilien ein beachtliches 0:0 ab. Die Mannschaft von Miguel Herrera hat sich nach einer äußerst dürftigen WM-Qualifikationsrunde wieder in die Herzen ihrer Fans gespielt und dürfte für Vizeweltmeister Niederlande aufgrund ihrer taktischen Disziplin, ihrer starken Defensive und ihrem Einsatzwillen eine echte Herausforderung darstellen. 
 

 
In den Niederlanden haben die Oranjes mit ihrer gewohnt offensiven Spielweise eine erneute Euphorie entfacht. Die Fans diskutieren bereits, wen ihre Mannschaft auf dem Weg ins Finale ausschalten wird. Doch Bondscoach Louis van Gaal ist klug genug, um die Mexikaner nicht zu unterschätzen. Die Fans des FC Augsburg werden heute Abend vielleicht einen ihrer Spieler in der Startelf sehen: Paul Verhaegh stand  in der Trainingsmannschaft in der Anfangsformation. Ob es auch für heute Abend reicht, wird man sehen. 
 

Duell der Überraschungsteams

 
Um 22 Uhr beginnt das vierte Achtelfinalspiel, in Recife stehen sich zwei Überraschungsmannschaften gegenüber. Costa Rica setzte sich in der "Todesgruppe" mit England, Italien und Uruguay völlig überraschend als Gruppenerster durch, Griechenland schaffte den Sprung unter die letzten 16 durch den Last-minute-Sieg über die Elfenbeinküste am dritten Vorrundenspieltag. Entgegen seiner sonst üblichen Spielweise ließ der Europameister von 2004 das Mauern diesmal sein und zeigte einen für seine Verhältnisse geradezu erfrischenden Offensivfußball. Eine der beiden Nationen wird also ziemlich sensationell ins WM-Viertelfinale einziehen.
 
Die ARD überträgt beide Begegnungen live.
 

Frankreich zählt sich zum Kreis der Titelanwärter

 
Wer sind denn nun eigentlich die WM-Favoriten? Gastgeber Brasilien, klar. Vizeweltmeister Niederlande, wenn sie heute Abend Mexiko ausschalten, klar. Deutschland, weil man mit Deutschland immer rechnen muss, selbstverständlich. Argentinien wegen Messi, okay. Und? Frankreich! Das jedenfalls sehen die Spieler der Equipe Tricolore so seit dem Einzug ins Achtelfinale. Die Franzosen haben es am Dienstag um 18 Uhr übrigens mit Nigeria zu tun. Überstehen sowohl die Franzosen als auch die Deutschen ihr Achtelfinale, kommt es im Viertelfinale zum deutsch-französischen Duell.
 
 
 

Algeriens Fußballidol stellt Deutschlands Achtelfinalgegner vor

 
Alles andere als ein Weiterkommen wäre eine Riesenenttäuschung, doch die deutsche Nationalmannschaft sollte gewarnt sein vor Achtelfinalgegner Algerien (Montag, 22 Uhr). Rabah Madjer, mittlerweile 56, ist eine Legende in seiner Heimat. Bei der WM 1982 traf er beim 2:1-Sensationssieg Algeriens über Deutschland, 1987 schenkte er dem FC Bayern im Landesmeister-Pokalfinale per Hackentor eins ein - der FC Porto holte sich die Trophäe durch einen 2:1-Sieg über die Münchner.

<%LINK text="Vor dem Aufeinandertreffen mit dem DFB-Team stellt Madjer nun die algerische Nationalelf vor. " type="" href="/2931749" %>Aufpassen müsse man vor allem auf Stürmer Islam Slimani (Foto unten, weißes Trikot). Der Angreifer in Diensten von Sporting Lissabon werde, so Madjer, inzwischen mit Robert Lewandowski verglichen. 
 
 

 

Kolumbiens neuer Superstar

 
Vor dem Turnier kannten ihn nur die Fußballkenner, jetzt ist er in aller Munde. James (ausgesprochen Chames) Rodriguez, in Diensten des französischen Erstligisten AS Monaco, schoss beim 2:0-Sieg Kolumbiens gestern Abend über Uruguay beide Tore und schraubte sein Torekonto bei dieser WM damit auf fünf Treffer hoch. Der 22-Jährige hat über fünf Millionen Facebook-Follower und fordert im Viertelfinale einen seiner Verfolger heraus: Brasiliens Superstar Neymar traf bisher viermal (Tore beim Elfmeterschießen fließen nicht in diese Statistik ein).
 
 
 
 

Brasilianer feiern ihre Selecao

 
Der WM-Gastgeber ist gestern mit einem dunkelblauen Auge davongekommen. In der letzten Minute der Verlängerung rettete die Querlatte den Gastgeber vor dem Ausscheiden - vier brasilianische Fans kämpften nach ARD-Informationen mit Herzattacken, konnten aber alle gerettet werden. Beim Elfmeterschießen war der oft kritisierte Torhüter Cesar mit zwei gehaltenen Strafstößen der Retter. 
 
 
 
 
<%LINK text="<font color="#000000">WM-Blog vom 12. bis 28. Juni zum Nachlesen</font>" type="" href="/2932124" %>