Vorrunde: Der müde Kick zum 1:0-Sieg gegen Mexiko hat einen großen Aufreger: das (Hand)-Tor des Tages von Mats Hummels. Der russische Schiedsrichter ist ratlos, was er tun soll, als ihm vom Seitenrand ein Fifa-Beauftragter mit den Händen einen Kasten formt - das Zeichen für den Videobeweis. Der russische Referee deutet dies als Zeichen für Tor, weil das Runde im Eckigen ist und zeigt Mexikos Star Chicharito wegen Meckerns Rot. "Die Hand Gottes war wieder im Spiel", wüten die Mexikaner und erinnern an das legendäre Hand-Tor von Diego Maradona gegen sie im Jahr 1986. Die mexikanische Presse zürnt und wünscht den deutschen Spielern Montezumas Rache. Hummels kontert cool: "Schlimmer als die Soja-Latte von Cathy (Hummels Frau, d. Red. ) kann es nicht werden. " Die anderen Vorrundenspiele gewinnt Deutschland locker (3:1 gegen Schweden und 4:0 gegen Südkorea) und zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.

Achtelfinale: Mantezumas rache hat zugeschlagen. Vier Spieler fallen gegen die Schweiz mit einer Magenverstimmung aus. Hummels ist bester Spieler und hält die Abwehr zusammen. Vorne schafft es Mario Gomez nicht, aus einem Meter Abstand, freistehend (! ), den Ball über die Linie ins leere Tor zu drücken. Sandro Wagner twittert: "Den hätte ich blind reingemacht - stattdessen liege ich mir hier den Rücken wund. " Er kündigt daraufhin sein Comeback in der Nationalmannschaft an. Thomas Müller erlöst Deutschland in der 71. Spielminute.

Viertelfinale: Nach der regulären Spielzeit steht es 1:1 zwischen Deutschland und England. Elfmeterschießen. Die englische Nationalmannschaft hatte deshalb extra um ihren Trainingsplatz eine vier Meter hohe Stahlmauer errichten lassen, um ungestört Elfmeter zu üben. Es hilft nichts: Manuel Neuer hält gleich die ersten beiden Elfer. Vor dem dritten englischen Schützen beordert Bundestrainer Joachim Löw zur Überraschung aller Neuer aus dem Tor. "Wir wollten die Engländer nicht vor der Weltöffentlichkeit demontieren", erklärte Löw nach dem 3:0 n. E. . Löws Einladung zum Anschlusstreffer nutzten die Engländer nicht: Kapitän Harry Kane schießt den Ball am leeren Tor vorbei.

Halbfinale: Mit einer spektakulären Schwalbe erzwingt Stürmer Timo Werner einen Elfmeter in der 86. Spielminute gegen Portugal. Der Videobeweis hat technische Probleme und kommt nicht zum Einsatz. Toni Kroos trifft zum 1:0-Sieg. Superstar Cristiano Ronaldo zürnt und kündigt unter Tränen an, Real Madrid verlassen zu wollen, weil er nicht mehr mit Kroos in einem Team spielen will.

Finale: Deutschland gegen Brasilien - das Traumfinale. Aber: Aus Angst, wieder eine 1:7-Packung verabreicht zu bekommen, wie vor vier Jahren im WM-Halbfinale, beschließen die Brasilianer erst gar nicht anzutreten. Das Spiel wird 2:0 für Deutschland gewertet. Grenzenloser Jubel. Ilkay Gündogan und Mesut Özil überreichen ein Trikot mit der Aufschrift "Für meinen Präsidenten" an DFB-Präsident Reinhard Grindel. Dieser ist zu Tränen gerührt und sichert seine Unterstützung zu, damit beide nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere eine politische Laufbahn im deutschen Bundestag einschlagen können - als Integrationsverantwortliche natürlich.