Zuerst wechselte Alessandro Schöpf in der Winterpause 2016/17 vom Club nach Gelsenkirchen, ein Jahr später folgte ihm der Nürnberger Top-Torjäger Guido Burgstaller, ehe sich Talent Cedric Teuchert vor wenigen Wochen gegen eine Vertragsverlängerung und für den Sprung in die Bundesliga entschied. Im Sommer könnte nun ein weiterer Spieler folgen.

Wie die "Sport Bild" berichtet, soll sich Schalke-Coach Domenico Tedesco schon im Dezember mit Club-Linksverteidiger Tim Leibold zu einem Informationsgespräch getroffen haben. Soweit nichts Schlimmes, würde der Zweitliga-Tabellenführer nicht weiterhin auf ein Signal seiner beiden am meisten umworbenen Akteure (Leibold und Kevin Möhwald) warten. Beide Verträge laufen im Sommer aus. "Und irgendwann wird es zu einer Entscheidung kommen, wenn es nicht vielleicht schon passiert ist", sagt Club-Sportvorstand Andreas Bornemann. Was er damit meint, ist klar. Einen neuen Vertrag hat noch keiner der beiden unterschrieben.

Immer wieder hatten Leibold und Möhwald zuletzt betont, dass sie ihren Verbleib in Nürnberg vor allem von der sportlichen Perspektive abhängig machen würden. Und die könnte vor dem Auswärtsspiel im nur gut zehn Kilometer von Gelsenkirchen entfernten Bochum kaum besser sein: Der FCN geht nach seinem 3:1-Heimsieg gegen Duisburg als Tabellenführer in die Sonntagspartie, trifft dort allerdings auf seinen Angstgegner. Von elf Spielen gegen den VfL verlor der Club acht, holte nur einen Sieg. In dieser Saison sind die Nürnberger aber das beste Auswärtsteam.

Trainer Michael Köllner setzt vor den Spielen gegen Teams im Abstiegskampf (Bochum, Fürth, Darmstadt) nun vor allem darauf, den Gegner durch spielerische Überlegenheit zu zermürben. "Ich denke, jede Mannschaft verblutet am Ende irgendwo, wenn sie den Ball nicht bekommt", sagt er. Dazu soll auch wieder Spielmacher Möhwald beitragen, der mit muskulären Problemen zuletzt fehlte, in dieser Woche aber individuell trainierte. Ein Sieg in Bochum wäre womöglich auch ein weiterer Schritt zu seiner (und Leibolds) Vertragsverlängerung. Die Fanfreundschaft zwischen dem Club und Schalke würde es auf jeden Fall aushalten.