Zehn Kilometer die Rienz hinunter: Die FCI-Profis machten gestern im sieben Grad kalten Wasser eine Rafting-Tour .
Zehn Kilometer die Rienz hinunter: Die FCI-Profis machten gestern im sieben Grad kalten Wasser eine Rafting-Tour .
Sterner
Reischach

Robert Leipertz kann das nur bestätigen. "Ich hab' auch ein bisschen Wasser geschluckt und mir die Fußsohle an den Steinen angeschlagen. Aber es hat Spaß gemacht", meint "Leipi", der kontrolliert über Bord ging. Schließlich haben es einige Besatzungen auch darauf angelegt. Beispielsweise als sie sich mutig auf den Bootsrand stellen, einen Ring bilden und schaukeln - das Ende im Wasser ist vorprogrammiert.

Die Schanzer in Südtirol: Viel Arbeit, viel Spaß


Bis sich die Mannschaft und der Teamstab das trauen, ist erst mal eine Einweisung nötig. Sieben Grad Wassertemperatur lassen selbst Eisbecken erfahrene Profis erst einmal aufjauchzen. Darío Lezcano wagt sich als erster ins wilde Nass und meistert den Schwimmkurs mit Bravour. "Mann ist das kalt", japsen andere. Der fünf Millimeter dicke Neoprenanzug schützt zu Beginn noch nicht vor der Kälte. Geübt werden muss vor allem die richtige Lage im Wasser, damit sich im Falle des Kenterns keiner die Beine an den Steinen anschlägt - für Fußballprofis ein denkbar ungünstiges Szenario.

Fotostrecke: Sommertrainingslager FCI
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Und nach weiteren Tipps zur richtigen Paddelhaltung und zum Verhalten im Boot geht's los. Erst gemütlich zum Einpaddeln, doch bald folgt der Übermut mit Wasserschlacht, Enterversuchen und dergleichen. Bis die Stromschnellen kommen. Da heißt es dann in den Vierer- bis Achterbesatzungen gleichmäßig zusammenzuarbeiten, dass man das Boot ruhig im Wasser hält.

Schanzer mit Spaß im Wasser

"Es war anstrengend. Mehr als gedacht", sagt Debütant Konstantin Kerschbaumer, und auch Benedikt Gimber zeigt sich nach seiner ersten Rafting-Tour beeindruckt: "Das ist eine schöne Sache. Das mache ich gerne wieder. "
 


Wer will, kann zum Abschluss noch von einer Brücke ins Wasser springen. Örjan Nyland legt gleich mal einen astreinen Rückwärtssalto hin. Respekt. Am Ende bleiben alle verletzungsfrei, und Neuprofi Fatih Kaya, Torjäger der U19-Bayernliga-Meistermannschaft mit 24 Treffern, und nun Kadermitglied, ist ebenfalls um eine Erfahrung reicher. "Es hat richtig Spaß gemacht", sagte er und zeigt strahlend sein Rafting-Diplom.