Andreas Voglsammer in Jubelpose ? ein seltenes Bild in dieser Saison. Der 26-jährige Rosenheimer hat erst zweimal getroffen. In der vergangenen Spielzeit war der Stürmer 13-mal erfolgreich.
Andreas Voglsammer in Jubelpose - ein seltenes Bild in dieser Saison. Der 26-jährige Rosenheimer hat erst zweimal getroffen. In der vergangenen Spielzeit war der Stürmer 13-mal erfolgreich.
Gentsch/dpa
Bielefeld
Der 26-jährige Rosenheimer stand ganz oben auf der Wunschliste der Schanzer. Doch der schon im vergangenen Winter ins Auge gefasste Wechsel aus Bielefeld nach Ingolstadt platzte im Sommer erneut. Nun muss Voglsammer, der in der vergangenen Saison so gut mit FCI-Neuzugang Konstantin Kerschbaumer harmonierte und 13 Tore erzielte, weiter bei den Arminen ausharren. Mit bisher magerer Ausbeute - erst zweimal traf Voglsammer ins gegnerische Tor.

Reden mag oder soll der Bielefelder Torjäger nicht. Eine Interview-Anfrage wurde seitens der Arminia abgelehnt. Auch Sportmanager Samir Arabi, der ob des Transferpokers mit dem ehemaligen FCI-Sportdirektor Angelo Vier im Clinch lag, spricht nicht. Vielleicht liegt es aber auch an der sportlichen Talfahrt der Bielefelder.

Nach einem soliden Start mit nur einer Niederlage an den ersten sieben Spieltagen und einer zwischenzeitlichen Platzierung auf Rang fünf rutschten die Westfalen nach inzwischen sechs Niederlagen (inklusive des 0:3 im Pokal gegen Duisburg) auf Rang 14 ab. "Wir müssen den Abstiegskampf annehmen und dürfen nicht von etwas träumen. Wir müssen aufstehen und weiterkämpfen", meint Trainer Jeff Saibene. Wie viel Rückendeckung der 50-jährige Luxemburger, der die Arminia im März 2017 in prekärer Lage übernahm und ein Jahr später auf Rang vier führte, noch genießt, ist fraglich.

Allerdings stehen seine Spieler fest zu ihm. "Wir wollen nicht, dass der Trainer gehen muss. Es ist noch lange nicht so weit, dass man ihn in Frage stellenl muss. Wir suchen gemeinsam die Ursachen und nach Lösungen", wird Kapitän Julian Börner im "Westfalen-Blatt" zietiert.

Zuletzt versuchte es Saibene mit einer großen Personalrochade und brachte sechs neue Kräfte. "Wir hatten mehr Begeisterung und Dynamik auf dem Platz", sagte der Arminen-Trainer nach der 1:2-Heimniederlage gegen St. Pauli - aber die Punkte gingen nach Hamburg. Zuvor hatte Bielefeld beim 2:3 gegen Fürth sogar einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben und dabei zudem Keeper Stefan Ortega, den ehemaligen Münchner Löwen, mit einer Knieverletzung verloren. Seither steht der 25-jährige Erfurter Philipp Klewin zwischen den Pfosten.

Während der Woche meldeten sich Außenbahnspieler Roberto Massimo wegen einer Sprunggelenksverletzung ebenso ab wie Stürmer Sven Schipplock, der über Kniebeschwerden klagte. Vieles spricht daher dafür, dass Saibene seinem veränderten Team nochmals eine Chance gibt. Das hieße auch, dass der Ex-Ingolstädter Max Christiansen weiter außen vor bleibt. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kam bisher nur viermal zum Einsatz und bestritt lediglich eine Partie über die volle Distanz. Im Angriff vertraut Saibene neben Voglsammer für gewöhnlich Fabian Klos, der in fünf Jahren 43 Zweitliga-Tore für Bielefeld erzielt hat. Und beim letzten Auftritt der Arminia in Ingolstadt beim 2:2 ebenso traf wie sein Sturmpartner Voglsammer.