Denn obwohl die Schanzer heute bei ihrer Abreise einige Sorgen in Spanien lassen können, haben sie noch nichts erreicht. Erst der Restrunden-Auftakt in 18 Tagen wird zeigen, wohin die Reise des Tabellenletzten geht.
Mit Note eins dekorierte Trainingsleistungen gab es in dieser Saison schon einmal beim FCI. Doch was Keller mit seiner Mannschaft an der Costa Blanca anbot, konnte sich wahrlich sehen lassen - und war kein Vergleich zur Arbeit seiner Vorgänger. Der 48-Jährige verlangte seinen Spielern alles ab, wirkte selbst total fokussiert und hielt auch nicht mit deutlicher Kritik hinter dem Berg. Der eine oder andere Profi wird sich an den mitunter harschen Umgangston sicher erst noch gewöhnen müssen. Die erwartungsvolle Beziehung zwischen Keller und Mannschaft läuft schließlich erst seit gut einem Monat. Aus dem Zusammenspiel scheint aber etwas zu entstehen.

Der Funken Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt wird auch durch die bislang drei Neuzugänge befördert. Mit Torhüter Philipp Tschauner, Innenverteidiger Mergim Mavraj und Defensivallrounder Björn Paulsen setzen Geschäftsführer und Interims-Sportdirektor Harald Gärtner sowie Berater Thomas Linke vor allem auf die Führungsqualitäten des Trios. Davon mangelte es den Ingolstädtern bislang gewaltig.
Wenn Keller, der an der Costa Blanca mit der schwächsten Zweitliga-Abwehr gebetsmühlenartig am Defensivverhalten arbeitete, es nun auch noch schafft, bis zur Partie bei Greuther Fürth die Offensive in Schwung zu bekommen - dann hat der FCI tatsächlich gute Chancen, die Saison über dem ominösen Strich zu beenden. Bis dahin ist es aber noch ein weiter und nervenaufreibender Weg. Das sollte allen Schanzern trotz der positiven Eindrücke an der spanischen Mittelmeerküste bewusst sein.