Seit vier Jahren fungiert Matthias Fischer als Fanvorstand beim FC Ingolstadt.
Seit vier Jahren fungiert Matthias Fischer als Fanvorstand beim FC Ingolstadt.
Bösl
Ingolstadt
"Es wird am Sonntag klappen - da bin ich felsenfest davon überzeugt", sagt der Fanvorstand der Schanzer über das erneut richtungsweisende Duell für den Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga.

Die Hoffnung von Fischer, der seit 2014 im erweiterten Vorstand des Zweitligisten sitzt und dort die Interessen der Anhänger vertritt, basiert vor allem auf der Entwicklung nach dem Fantreffen vor zwei Wochen. "Das war unglaublich wertvoll", meint der 32-Jährige. "Die Spieler sind weniger verunsichert. Ich glaube schon, dass das diesen Positivtrend befördert hat", ergänzt Fischer und verweist damit auf die jüngsten Unentschieden, mit denen der FCI seine Negativserie zumindest einigermaßen beenden konnte.

Sowohl gegen den MSV Duisburg (1:1) als auch Holstein Kiel (2:2) sei die Mannschaft "wieder füreinander gelaufen" und habe "miteinander gekämpft", findet Fischer, der aus diesen Gründen auch Fan der Ingolstädter Mannschaft wurde. "Weil sie mit einem ,Schanzer Herz' auf den Platz gegangen ist", erklärt der gebürtige Nördlinger.

Bei der Mannschaft ist der Stimmungsumschwung ebenfalls angekommen. "Das ist unser Rückgrat", lobte Torhüter Philipp Heerwagen die eigenen Anhänger nach der Partie in Kiel, wo er mit der gesamten Mannschaft trotz der "gefühlten Niederlage" nach Abpfiff in die Gästekurve ging. "Das hat mich positiv überrascht", sagt Fischer. Trainer Alexander Nouri wandte sich zudem in den sozialen Netzwerken an die Fans und bedankte sich für "das Vertrauen und den Rückhalt".

Dass die Stimmung im Falle einer Niederlage gegen Bielefeld aber auch ganz schnell wieder umschlagen kann, weiß auch der Ingolstädter Fanvorstand. "In der jetzigen Situation brauchen wir natürlich auch mal die drei Punkte", stellt Fischer fest und will eine erneute Trainerdiskussion gar nicht erst aufkommen lassen. "Er (Alexander Nouri, d. Red. ) hatte am Anfang einen schweren Stand, da sich zwischen Fans und Mannschaft in der Zeit vorher eine gewisse Distanz aufgebaut hatte", sagt er. Jetzt muss nur noch die Mannschaft so "felsenfest" überzeugt sein wie Fischer.