Thomas Stickroth soll den Profis des FC Ingolstadt als Mentaltrainer neue Impulse geben.
Thomas Stickroth soll den Profis des FC Ingolstadt als Mentaltrainer neue Impulse geben.
Bösl
Ingolstadt
Ob die von Interimstrainer Roberto Pätzold im Spiel gegen den Hamburger SV (1:2) eingesetzten Debütanten Fabijan Buntic, Jonatan Kotzke, Georgios Pintidis und Fatih Kaya weiter eine Alternative sind, ließ Keller offen. "Alle haben die Woche über mittrainiert." Fest steht nur, dass sich der neue Chefcoach auf einen Torhüter festlegen will. "Ich finde es schwierig, auf der Torhüterposition immer wieder zu wechseln. Das Ziel ist, dass wir am Samstag einen Keeper haben, der die nächsten drei Spiele, im besten Fall sogar bis Ende der Saison, im Tor steht", sagte der gebürtige Stuttgarter. Auch ein Comeback von Vizekapitän Tobias Schröck nach überstandener Oberschenkelverletzung ist derzeit unwahrscheinlich. "Er trainiert mit, aber der Muskel ist noch nicht bei 100 Prozent", meinte Keller. Paulo Otávio fehlte gestern wegen eines Magen-Darm-Infekts.

Ansonsten setzt Keller auch auf seinen neuen Partner Thomas Stickroth, der ihm als Technik- und Mentaltrainer assistiert. "Wir hatten schon Kontakt, bevor das mit Ingolstadt klar war. Wir liegen bei unseren Ansichten über den Fußball auf einer Wellenlänge und verstehen uns auch menschlich", sagte Keller über den 53-jährigen Ex-Profi, der auf die Erfahrung von 169 Bundesliga- und 224 Zweitliga-Einsätzen zurückgreifen kann und nach seiner aktiven Karriere mehrere Ausbildungen im Fitness- und Mentalcoaching absolvierte. Stickroth arbeitete zuletzt beim FC Vaduz in Liechtenstein, davor beim FSV Frankfurt und FC St. Pauli. "Ich brauche keinen Trainer, der das Gleiche kann wie ich, sondern einen, der mich ergänzt und Stärken in anderen Bereichen hat. Es ist gut, wenn wir viele Facetten abdecken können", sagte Keller zu seiner Wahl und mit einem Lachen. "Außerdem kommt er auch aus Stuttgart, was nicht so schlimm ist."