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American Football: Ingolstädter rechnen im Rückspiel mit mehr Gegenwehr der Nürnberg Rams

Dukes sind gewarnt

Ingolstadt
erstellt am 23.07.2015 um 21:22 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:21 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Auf ein Neues: Zwei Wochen nach dem überzeugenden 41:14 bei den Nürnberg Rams treffen die Ingolstadt Dukes morgen (19 Uhr) erneut auf die Franken – dieses Mal im ESV-Stadion. Mit der Unterstützung der eigenen Fans sollte dies eigentlich eine klare Angelegenheit sein.
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Ingolstadt: Dukes sind gewarnt
Der erfolgreichste Angreifer der Ingolstadt Dukes: Andrew Blakley. Der US-Amerikaner warnt seine Mitspieler vor der morgigen Partie gegen die Nürnberg Rams, die gute Ausgangsposition im Aufstiegskampf nicht aufs Spiel zu setzen. - Foto: Rimmelspacher
Ingolstadt
Doch für Headcoach Eugen Haaf stellt sich die Situation ganz anders dar. „Das Ergebnis von Nürnberg täuscht über die wahre Stärke der Rams hinweg“, stapelt er vor dem erneuten Kräftemessen mit den Franken in der 2. Football-Bundesliga tief. Und verweist auf den Auftritt der Widder am vergangenen Wochenende in Wiesbaden. Dort trumpfte die Truppe mächtig auf und fegte die Gastgeber beim 60:31 förmlich vom Platz. Schon zur Pause hieß es 47:7 für die Nürnberger, die nun gegen das Team des TV 1861 Ingolstadt auf Revanche sinnen.

Auf einen Spieler müssen die Dukes dabei besonders achten: Cordarius Mann, schon beim Hinspiel gegen die Ingolstädter bester Nürnberger, steuerte gleich fünf Touchdowns bei. Wobei der nur 1,65 Meter große Running Back jeweils einen Lauf über 70 und 65 Yards hinlegte und zudem mit einem Kickoff-Return über 90 Yards begeisterte. Zwar stellen die Dukes nach wie vor die beste Defense der Zweiten Liga, doch das amerikanische Energiebündel dürfte dem Trainerteam der Dukes schon einige Sorgenfalten auf die Stirn zaubern.

Noch dazu, weil die Franken von ihrem Experiment mit ihrem Nachwuchs-Quarterback dieses Mal wohl wieder Abstand nehmen werden. Der junge Luca Daumenlang hatte gegen die Schanzer die wichtigste Position eingenommen, dabei aber nicht überzeugen können. So wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder A.J. Springer sein Team als Quarterback aufs Feld führen.

„So wie in Nürnberg werden die Rams dieses Mal definitiv nicht antreten. Sie haben aus der Niederlage gegen uns sicher ihre Lehren gezogen und werden einiges verändern“, geht auch Haaf davon aus, dass der Gegner – wie schon in Wiesbaden – zu seinem alten Konzept zurückkehren wird. „Das wird dann ein völlig anderes Spiel“, warnt Haaf vor den Franken, ohne deshalb den Gegner aber in der Favoritenrolle zu sehen.

„Wenn wir zwei Wochen später gegen Frankfurt ein Spitzenspiel wollen, müssen wir am Samstag gewinnen. Deshalb stehen wir unter Zugzwang“, verweist er darauf, dass bei einer Niederlage gegen die Rams die Saison für sein Team gelaufen wäre. Und macht damit deutlich, dass sich die Ziele bei den Dukes innerhalb weniger Monate deutlich verschoben haben. War vor Saisonbeginn allein vom Klassenerhalt die Rede, so spricht jetzt jeder vom Showdown im August gegen die Frankfurt Universe. Dann wird sich entscheiden, wer in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen wird.

Für Andrew Blakley, mit zwölf Touchdowns in dieser Saison erfolgreichster Angreifer der Ingolstädter, ist dies das große Ziel. „Wir haben jetzt eine so tolle Ausgangsposition, die sollten wir auf keinen Fall aufs Spiel setzen“, warnt auch er davor, das Spiel gegen die Rams auf die leichte Schulter zu nehmen.
 

Von Elmer Ihm
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