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Duell um den Titel

erstellt am 06.08.2015 um 18:46 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:21 Uhr | x gelesen
Die Ingolstadt Dukes empfangen morgen Abend (19 Uhr) im ESV-Stadion die Frankfurt Universe im ersten entscheidenden Spiel um die Meisterschaft.
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Personal und Taktik

 
Ingolstadt:
Die Verletztenliste ist deutlich kleiner geworden, mit Top-Receiver George Robinson ist einer der wichtigsten Spieler wieder zu 100 Prozent fit. Damit sind die Dukes deutlich schwerer auszurechnen als zuletzt, weil sich gerade im Angriffsspiel ganz andere Optionen bieten. Die große Stärke der Dukes ist sicherlich das Passspiel, weil sie mit Rick Webster über einen herausragenden Quarterback verfügen. Zuletzt wurde gelegentlich aber auch Joshua Morgan auf dieser Position getestet, für den Fall, dass man auf Laufspiel umstellen muss.
 
Frankfurt:
Mit ihrem Personal sind die Frankfurter der uneingeschränkte Top-Favorit der Liga. Da fällt es schwer, noch einzelne Spieler herauszuheben. Einer der Top-Stars ist sicherlich Emmanuel Lewis, der zu seiner Zeit in den Staaten im landesweiten Ranking der besten Quarterbacks Platz 18 belegte. Überragend auch John Clements als bester Defense Back der 2. Liga, der Österreicher Laurinho Walch, der als bester Receiver Europas gilt, Andre Feuerherdt, im Vorjahr der Top-Scorer der gesamten GFL, und Running Back Evan Harrington, den einst die San Diego Chargers testeten.
 

Formkurve

 
Ingolstadt:
Nach dem spektakulären Start mit drei Zu-Null-Siegen in Folge geriet der Motor etwas ins Stottern. Die Leichtigkeit der ersten Spiele schien verflogen, und plötzlich setzte es in Kirchdorf die bisher einzige Saisonniederlage (7:10). Allerdings fielen in dieser Zeit auch reihenweise Spieler der Stammformation längerfristig aus. Auch wenn die Dukes weiter von Sieg zu Sieg geeilt waren – erst in den beiden Spielen gegen Nürnberg sahen die Fans wieder begeisternde Spielzüge. Gerade rechtzeitig vor dem Showdown gegen die Hessen haben sie die Form der ersten Spiele wiedergefunden.
 
Frankfurt:
Nimmt man den letzten Spieltag als Maßstab, entsteht der Eindruck, dass die Formkurve der Frankfurter nach unten zeigt. Das 65:28 gegen die München Rangers war nach dem 58:28 gegen die Kirchdorf Wildcats der knappste Sieg in der Saison. Trainer Markus Grahn verzichtete im letzten Viertel allerdings auf seine Stammkräfte, weshalb dieses prompt verloren ging. Dennoch: 65 Punkte gelangen den Frankfurtern in dieser Saison noch nie. Wie die Ingolstadt Dukes spielte der ungeschlagene Tabellenführer in dieser Saison bereits dreimal zu Null. 
 

Abwehr 

 
Ingolstadt:
Die Abwehr ist in dieser Saison das Prunkstück der Dukes. Keine andere Mannschaft ließ so wenig zu wie das Ingolstädter Team. Selbst die Überflieger aus Frankfurt stehen in der Bilanz nicht so gut da. Ganze 88 Punkte ließen die Dukes in zehn Spielen zu, die Frankfurter kassierten bei einem Spiel weniger schon 106. „Unsere Defense ist heiß auf dieses Spiel, weil sie sich vor allem gegen so starke Gegenspieler beweisen möchte“, macht Chefcoach Eugen Haaf deutlich, dass sich seine Abwehrrecken am Samstag besonders ins Zeug legen wollen.
 
Frankfurt:
Sucht man nach einer kleinen Schwäche bei den Frankfurt Universe, ist dies sicherlich die Verteidigung. Mit 106 Punkten liegt der Spitzenreiter in dieser Wertung hinter Verfolger Ingolstadt (88). Mit Martin Latka haben die Hessen allerdings einen der besten Abwehrspieler der Liga in ihren Reihen. Der 1,90 Meter große und 118 Kilogramm schwere Abwehrchef gewann 2006 mit Frankfurt den World Bowl in der NFL Europe. Dabei hatte sich der Linebacker zuvor eine schwere Knieverletzung zugezogen, sogar das Karriereende drohte. 
 

Angriff

 
Ingolstadt:
Das lange Fehlen von George Robinson und Sebastian Fürbacher war ein Handicap für die Dukes und kostete dem Aufsteiger etliche Touchdown-Punkte. Neben Andrew Blakley (13 Touchdowns) zeichnete sich vor allem Jerome Morris mit acht Touchdowns aus. Der Running Back steuerte zudem mit Extrakicks und Fieldgoals noch weitere 55 Punkte bei. Quarterback Rick Webster hat sich in seiner ersten Spielzeit bei den Dukes zudem sofort eingelebt. Der Nachfolger von Pat Carey verfügt nicht nur über ein gutes Passspiel, sondern setzt auch selbst zu Läufen an.
 
Frankfurt:
Unumstritten ist die Offense der Hessen das Prunkstück. 417 Punkte sind nicht nur der Bestwert in der 2. Bundesliga Süd. Auch in der Nordstaffel erreicht keine Mannschaft diesen Wert. Neben Quarterback Emmanuel Lewis hat Trainer Markus Grahn mit Tim Miscovich einen starken Back-Up mit Erstliga-Erfahrung in der Hinterhand. Beim Kantersieg am vergangenen Spieltag gegen die München Rangers (65:28) erzielten zudem gleich neun Spieler einen Touchdown. Laurinho Walch zählt darüber hinaus zu den schnellsten Receivern der Liga.
 

Trainer

 
Ingolstadt:
Eugen Haaf kann getrost als „Vater des Erfolgs“ angesehen werden. Er trainiert die Dukes seit acht Jahren und feierte dabei fünf Aufstiege. Als Spieler war er zuvor insgesamt elf Jahre in der GFL für Landsberg, Fürth und die Munich Cowboys im Einsatz. Er verfügt über beste Kontakte und schafft es immer wieder, Top-Spieler nach Ingolstadt zu holen. Inzwischen hat er sich mit Offense-Koordinator Roland Ertl und dem für die Defensive zuständigen Mike Wittmann seine zwei Wunschkandidaten ins Trainerteam geholt.
 
Frankfurt:
Mit Markus Grahn verfügen die Frankfurter über einen der renommiertesten Trainer Deutschlands. Der 46-Jährige feierte mit den Frankfurtern 2006 den World Bowl in der NFL Europe, zudem wurde er fünfmal Deutscher Meister. Grahn wechselte vor der Saison von Erstligist Dresden Monarchs an den Main – und soll Universe ins Oberhaus führen. Den Hessen mag das sportlich gelingen, im Hintergrund rumort es allerdings. Finanzielle Probleme sollen sogar schon so weit geführt haben, dass einige Spieler in den Streik traten.
 
 
Elmer Ihm und Julian Schultz
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