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Football: Für Dukes-Trainer Haaf ist sein Team in Schwäbisch Hall der Außenseiter

"Die Rollen sind klar verteilt"

Ingolstadt
erstellt am 09.08.2018 um 23:42 Uhr
aktualisiert am 10.08.2018 um 01:26 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Die Ingolstadt Dukes stehen in der Football-Bundesliga vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Morgen (17 Uhr) müssen die Herzöge beim Meister Schwäbisch Hall Unicorns antreten.
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David gegen Goliath: Mit der klaren 7:45-Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen mit Schwäbisch Hall im Mai waren die Dukes um Quarterback Nelson Hughes seinerzeit noch gut bedient. Am Samstag sind die Ingolstädter erneut krasser Außenseiter.
David gegen Goliath: Mit der klaren 7:45-Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen mit Schwäbisch Hall im Mai waren die Dukes um Quarterback Nelson Hughes seinerzeit noch gut bedient. Am Samstag sind die Ingolstädter erneut krasser Außenseiter.
Foto: Rimmelspacher
Ingolstadt
"Eine personell arg gebeutelte Mannschaft muss beim ungeschlagenen Tabellenführer und Deutschen Meister antreten - da sind die Rollen klar verteilt", sieht Dukes-Headcoach Eugen Haaf sein Team verständlicherweise in einer krassen Außenseiterrolle. Dabei hatten die TV-Footballer in der vergangenen Saison bei dem Klub in Baden Württemberg groß aufgespielt und bundesweit für die starke Leistung viel Lob erhalten. Immerhin erzielten die Dukes vor Jahresfrist 53 Punkte - so viele wie lange vor und nach diesem Spiel keine Mannschaft mehr gegen die Unicorns erreichte. Da schmerzte es auch nicht, dass die Gastgeber damals zwölf Zähler mehr einfuhren und die Punkte damit sicherten.

Ein Gegner also, gegen den die Dukes erneut gut aussehen können? Wohl eher nicht, denn inzwischen sind die Voraussetzungen ganz andere. Die Ingolstädter befinden sich im Umbruch, haben wichtige Stammspieler verloren und beklagen zudem eine ganze Reihe von angeschlagenen Spielern. Die Unicorns dagegen haben ihr eingespieltes Team weiter verstärkt und selbst jetzt, vier Spieltage vor Ende der Punktrunde, noch einmal nachgelegt. Andre Feuerherdt, Maximilian Leisgang, Goran Zec und Rückkehrer Nikolas Knoblauch ergänzen seit Anfang August den Kader des Meisters.

Bisher gewannen die Einhörner alle Begegnung überdeutlich. Lediglich die Frankfurt Universe waren ihnen ein weitgehend ebenbürtiger Gegner, auch wenn Frankfurt ebenfalls beide Begegnungen verlor. Im Hinspiel vor eigenem Publikum mussten die Dukes schon erkennen, dass Schwäbisch Hall wohl eine Nummer zu groß ist. Mit dem 7:45 waren sie Ende Mai noch gut bedient.

So müssen sie sich wohl auf eine weitere Niederlage einstellen, aber kampflos geschlagen geben wollen sich die Ingolstädter auch nicht. "Wer will die Haller schon stoppen", fragt Haaf und verspricht gleichzeitig: "Wir werden auf jeden Fall alles geben, das sind wir schon unseren mitreisenden Fans schuldig."

Mit welchem Personal er die Aufgabe angehen will, lässt er noch offen. "Da muss ich erst das Freitagstraining abwarten und schauen, wer von den angeschlagenen Spielern schon wieder einsatzfähig ist." Sicher nicht dabei ist auch dieses Mal mit Lorenz Regler einer der Top-Scorer, da sein Ermüdungsbruch im Schienbein noch keinen Einsatz zulässt. So werden erneut etliche Spieler der zweiten Mannschaft und aus der Jugend eine Chance erhalten, welche der eine oder andere beim Sieg gegen die Kirchdorf Wildcats bereits genutzt hat. Allerdings ist der kommende Gegner natürlich ein anderes Kaliber, sodass die Aufgabe für die Nachwuchs-Cracks alles andere als einfach werden wird.

Ob die Blicke auch schon in Richtung Stuttgart gehen, zumal der abgeschlagene Tabellenletzte eine Woche später bei den Dukes zu Gast ist? Haaf verneint das natürlich erst einmal mit dem Hinweis: "Wir schauen nur von Spiel zu Spiel". Dann gesteht er aber doch: "Natürlich schielen wir mit einem Auge schon auf die Partie gegen die Scorpions." Was auch nicht verwunderlich ist, geht es dann doch darum, den Klassenerhalt endgültig zu sichern.
Elmer Ihm
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