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Ingolstädter Footballer holen tschechischen Nationalspieler für Cornerback-Position - Sechs neue Receiver

Auswahlspieler für die Dukes

Ingolstadt
erstellt am 11.12.2018 um 23:40 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 09:32 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der Kader der Ingolstadt Dukes für die kommende Saison in der ersten Football-Bundesliga ist noch lange nicht komplett. Bei den Receivern tat sich in den vergangenen Tage jedoch schon einiges, als Centralback verpflichtete die Dukes einen tschechischen Nationalspieler.
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Auf der Receiver-Position waren die Dukes in der vergangenen Saison nicht optimal aufgestellt. Dies soll sich ändern. "Für uns Coaches war es besonders wichtig, die Receiver-Einheit komplett neu aufzustellen. Und ich denke, das ist uns gut gelungen", ist Headcoach Eugen Haaf von den Neuen überzeugt.

Den Anfang macht Colin Leddy. Der Neuzugang ist ein Spieler aus den Staaten, der aber wegen eines irischen Vaters eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt und daher nicht unter das Kontingent der US-Importe fällt. Denn es dürfen ja immer nur zwei Amerikaner auf dem Feld stehen.

Überdies konnten einige deutsche Nachwuchstalente verpflichten werden. "Unser Ziel ist auch, den deutschen Spielern GFL-Format zu verpassen. Da haben wir einige hoffnungsvolle Talente, die noch ausbaubar sind", ist Haaf vor der Zukunft nicht bange.

Besonders erfreut sind TV-Footballer darüber, dass sie mit den Schumm-Zwillingen zwei der größten Nachwuchstalente auf der Receiver-Position an die Donau holen konnten. Niklas und Normen haben ihre bisherige Karriere immer Seite an Seite vorangetrieben. So soll es weitergehen.

Vor drei Jahren wechselten die Beiden zur GFL-Jugend der Nürnberg Rams, wo sie schnell auf sich aufmerksam machten und in die bayerische Jugendauswahl berufen wurden. Von da aus war es kein großer Sprung mehr in die Junioren-Nationalmannschaft mit der sie 2017 in Frankreich Platz drei erreichten.

Auch in diesem Jahr waren die Zwillinge noch in der Jugend aktiv und erzielten dabei eine ganze Reihe von Touchdowns und zahllose Yards an Raumgewinn, so dass sie in den letzten Saisonspielen der Rams-Senioren schon Erfahrung in der GFL2 sammeln durften. Stellvertretend für beide sagt Niklas: "Bei den Dukes haben wir die Chance an uns zu arbeiten und uns weiter zu entwickeln. Diese Herausforderung werden wir annehmen."

Ebenfalls in die Abteilung hoffnungsvolle Nachwuchstalente fallen Sebastian Kurrer, Maximilian Helm und Chris Aigner. Wide Receiver Kurrer war ebenfalls bei den Rams aktiv und hat dort mit starken Leistungen überzeugt. Zwölf Touchdowns in zehn Spielen und etwa 800 Yards Raumgewinn sprechen für den 24-Jährigen. "Ich werde hart trainieren, um mit den Dukes die Playoffs zu erreichen", gibt er sich ehrgeizig.

Helm kommt von den Regensburg Phoenix bei denen er 2017 nach einer erfolgreichen Karriere als Nachwuchsspieler ins Seniorenteam übernommen wurde. Jetzt will er sich in der deutschen Eliteliga weiterentwickeln. "Headcoach Eugen Haaf hat mich in sehr guten Gesprächen von dem Konzept der Dukes überzeugt. Deshalb musste ich nicht lange nachdenken", schildert er die Gründe für seinen Wechsel.

Der rege Austausch zwischen Spielern aus Ingolstadt und Straubing geht unterdessen weiter. Mit Chris Aigner kommt bereits der vierte Spieler aus Niederbayern nach Ingolstadt, genauso viele Akteure haben bisher den umgekehrten Weg eingeschlagen. Der 20-jährige Defense Back sicherte sich in diesem Jahr als Rookie schnell einen Platz im GFL2-Team der Straubing Spiders.

Mit Spielern aus Tschechien haben die Dukes bisher gute Erfahrungen gemacht. Diese Reihe soll nun fortgesetzt werden. Mit Leos Mikulka wurde ein Spieler verpflichtet, der schon mehrfach bewiesen hat, dass er auch höherklassig seinen Mann steht. Immerhin gehört er seit 2014 der tschechischen Nationalmannschaft an.

Der 1990 geborene Cornerback hat 2010 mit dem Football begonnen und spielte damals für die Prague Blackhawks, die später mit den Prague Black Panthers verschmolzen und in der Folge das bestimmende Team in Tschechien waren. Mit den Panthers feierte Mikulka fünf Meisterschaften, 2015 zog das Team ins AFL-Halbfinale ein. Danach hat es Mikulka nach England verschlagen, wo er zunächst für die Coventry Jets spielte. 2017 wechselte er zu den Tamworth Phoenix, mit denen er nach einer starken Saison den BritBowl gewann. 2018 zog es ihn nach Deutschland zu den Nürnberg Rams in die GFL2.

Jetzt will er es in der höchsten deutschen Klasse versuchen, und mit den Dukes hat er das Team gefunden, bei dem er sich gut aufgehoben fühlt: "Ich glaube, dass die Dukes ein starkes Fundament haben auf dem sich aufbauen lässt. Das haben sie in den letzten Jahren in GFL2 und der GFL1 gezeigt. Ich sehe viel Feuer und Entschlossenheit bei dem Team, was nötig ist, um auf höchstem Niveau in der GFL zu konkurrieren."

So wächst bei den Herzögen die Zuversicht, dass das Team für die dritte GFL-Saison gut gerüstet ist. Was aber nicht heißt, dass die Dukes in den kommenden Wochen nicht weitere Verstärkungen vorstellen werden.
Elmer Ihm
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