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Fragen und Antworten zur Eishockey-WM in Dänemark (4. bis 20. Mai)

erstellt am 02.05.2018 um 08:42 Uhr
aktualisiert am 22.05.2018 um 08:00 Uhr | x gelesen
Am Freitag geht der Kampf um die WM-Krone im Eishockey wieder los. Zum ersten Mal findet eine Weltmeisterschaft in Dänemark statt.
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Deutscher Meister Kahun steht bei der WM im Fokus Deutscher Meister Kahun steht bei der WM im Fokus
Deutscher Meister Kahun steht bei der WM im Fokus
© 2018 SID

Am Freitag geht der Kampf um die WM-Krone im Eishockey wieder los. Zum ersten Mal findet eine Weltmeisterschaft in Dänemark statt. Die deutsche Mannschaft hat zehn Wochen nach der Silbersensation bei Olympia allerhöchstens Außenseiterchancen auf die erste WM-Medaille seit 65 Jahren.

Wo wird gespielt?

In den Arenen in Kopenhagen (12.500 Zuschauer) und Herning (11.000). Dänemark spielt freiwillig in der kleineren Jyske Bank Boxen Arena in Herning. Der große Nachbar Schweden soll die Royal Arena in Kopenhagen füllen.

Wie stehen die Chancen für das deutsche Team?

Nach dem sensationellen Einzug ins Olympia-Finale von Pyeongchang sind die Erwartungen gestiegen. Doch bereits der Einzug ins Viertelfinale wie bei den letzten beiden Weltmeisterschaften wäre ein Erfolg. Denn in der deutschen Mannschaft fehlen 15 Silberhelden, die Gegner sind dank ihrer NHL-Profis teilweise deutlich stärker besetzt als in Südkorea.

Wer sind die Stars im deutschen Team?

Nur zehn Silbermedaillengewinner von Südkorea gehören zum deutschen WM-Team. Von ihnen steht besonders Jungstar Dominik Kahun vom deutschen Meister Red Bull München im Fokus. Der 22-Jährige wechselt nicht zuletzt wegen seiner herausragenden Leistungen bei Olympia zur nächsten Saison in die NHL zu den Chicago Blackhawks. Bester deutscher Spieler ist aber zweifellos Stürmerstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers. Für Stabilität sollen die NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg und Korbinian Holzer sorgen.

Warum fehlen so viele Olympiahelden?

Die langjährigen Führungsspieler Christian Ehrhoff (35), Marcel Goc (34) und Patrick Reimer (35) sind nach dem Silber-Coup zurückgetreten. Andere Routiniers wie Marcus Kink (33), Torhüter Danny aus den Birken (33), Felix Schütz (30) oder Frank Hördler (33) haben abgesagt, entweder wegen Verletzung oder aus persönlichen Gründen.

Wer könnte in die Bresche springen?

Bundestrainer Marco Sturm hofft auf vier junge "Nordamerikaner". Frederik Tiffels (22), von den Pittsburgh Penguins in die drittklassige ECHL abgeschoben, war schon im Vorjahr in Köln der Shootingstar im deutschen Team. US-Collegespieler Marc Michaelis (22) überzeugte in der Vorbereitung mit Tempo und Toren. Die AHL-Profis Markus Eisenschmid (23) und Manuel Wiederer (21) wollen sich für die NHL empfehlen.

Wer sind die Titelfavoriten?

Die üblichen Verdächtigen. Olympiasieger Russland hat mit dem früheren DEL-Profi Ilja Worobjew einen neuen Trainer - und besonders motivierte Gegner. Denn vor allem die Olympia-Versager wollen sich rehabilitieren - mit NHL-Hilfe. Titelverteidiger Schweden, der im Viertelfinale gegen Deutschland ausschied, setzt unter anderem auf die Vorjahres-Weltmeister Oliver Ekman-Larsson und John Klingberg. Die Kanadier, im Halbfinale am Sturm-Team gescheitert, führt NHL-Scorerkönig Connor McDavid an. Der dreimalige Stanley-Cup-Sieger Patrick Kane ist Kapitän der USA.

Wo kann ich die Spiele im TV sehen?

Sport1 überträgt bis zu 36 Livespiele im Free-TV, darunter alle Partien der deutschen Mannschaft sowie die Halbfinals und das Endspiel.

Ist ein deutscher Schiedsrichter dabei?

Ja, Gordon Schukies. Der 39-Jährige aus Herne ist einer von drei Profi-Referees in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Was sagt der Bundestrainer?

"Man muss nicht immer die beste Mannschaft auf dem Papier sein, sondern die am besten funktionierende." (Marco Sturm)

Herning (SID)
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