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Eishockey: DEB-Team verabschiedet sich achtbar von der WM

erstellt am 15.05.2018 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 06.07.2018 um 10:00 Uhr | x gelesen
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich mit einer achtbaren Leistung gegen Mitfavorit Kanada aus der WM in Dänemark verabschiedet.
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Die Eishockey-WM ist für Deutschland nun vorbei Die Eishockey-WM ist für Deutschland nun vorbei
Die Eishockey-WM ist für Deutschland nun vorbei
© 2018 SID

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich mit einer achtbaren Leistung gegen Mitfavorit Kanada aus der WM in Dänemark verabschiedet. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm verlor zum Gruppenabschluss in Herning gegen den 26-maligen Weltmeister 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) und beendete das Turnier elf Wochen nach der Silber-Sensation bei Olympia auf dem elften Rang. Das ist die schlechteste WM-Platzierung seit 2014 (14.).

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) wurde bereits nach 20 Sekunden durch den Gegentreffer von Brayden Schenn kalt erwischt. Doch genau wie beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Finnland steckte das Sturm-Team nicht auf und war zwischenzeitlich dem Ausgleich nah. Ryan Nugent-Hopkins (29.) und Tyson Jost (50.) machten mit ihren Toren die Hoffnung auf eine Sensation zunichte.

"Die Durchschlagskraft hat gefehlt, wir haben unsere Chancen nicht genutzt", sagte NHL-Star Leon Draisaitl. Der Stürmerstar bedauerte das frühe WM-Aus, das bereits am vergangenen Wochenende festgestanden hatte: "Den Start ins Turnier hatten wir uns anders vorgestellt, das war ausschlaggebend."

Die Kanadier um Superstar Connor McDavid schlossen die Vorrundengruppe B als Dritter ab und treffen im Viertelfinale auf den Zweiten der Gruppe A. Das schwach ins Turnier gestartete deutsche Team hatte schon vor dem Spiel keine Chance mehr auf das Erreichen der ersten K.o.-Runde gehabt.

Für Marco Sturm war das frühe Aus mit nur zwei Siegen in sieben Spielen der erste Rückschlag seit seinem Amtsantritt 2015. Der deutsche NHL-Rekordspieler war zuvor als Bundestrainer von Erfolg zu Erfolg geeilt: zweimal WM-Viertelfinale, erfolgreiche Olympia-Qualifikation und als Krönung die Silber-Sensation in Südkorea. In Herning fehlten allerdings 15 Olympia-Akteure, im extrem jungen Team um den 22 Jahre alten Draisaitl gaben zehn Spieler ihr WM-Debüt.

Das Duell der befreundeten NHL-Stars verlor Draisaitl vor 6200 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen in Herning deutlich. McDavid, sein Sturmkollege bei den Edmonton Oilers, bereitete die ersten beide Tore vor und schraubte seine WM-Ausbeute auf 13 Scorerpunkte. Der deutsche Ausnahmestürmer ging dagegen in seinem schwächsten Spiel leer aus und beendete das Turnier mit zwei Toren und sieben Vorlagen - als mit Abstand bester Deutscher.

Herning (SID)
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