ERC Ingolstadt - Adler Mannheim, Eishockey, DEL, Deutsche Eishockey Liga, DEL, Playoffs, Viertelfinale, Spiel 1, 14.03.2018
Chad Kolarik (Adler Mannheim) setzt sich gegen Thomas Greilinger (ERC Ingolstadt) und Greg Mauldin (ERC Ingolstadt) durch.
Oliver Strisch ST-FOTO (Oliver Strisch ST-FOTO)
Ingolstadt

Im gutklassigen und ausgeglichenen ersten Drittel hätten beide Mannschaften früh in Führung gehen können. ERC-Torhüter Timo Pielmeier stoppte einen Alleingang von Mannheims Kapitän Marcus Kink (5.), auf der Gegenseite scheiterte Laurin Braun ebenso alleingelassen an Adler-Goalie Dennis Endras (7.). Mit den Chancen wechselten sich die Kontrahenten auch danach munter ab, wobei die Gäste mit zunehmender Spielzeit immer häufiger im Ingolstädter Drittel auftauchten.
 

Fotostrecke: ERC verliert 1:3 gegen Mannheim im Play-off-Viertelfinale
66


Der Mannheimer Daniel Sparre probierte es mit einer Volleyabnahme (8.), dann kratzte ein Schuss Petr Taticeks am Außennetz entlang (8.). In Überzahl traf Panther-Stürmer Greg Mauldin ein Zuspiel von Darin Olver nicht voll (12.), auf der Gegenseite erwischte Luke Adam einen Pass von Chad Kolarik am langen Pfosten nicht (15.). Weil auch David Elsner die Vorlage Sean Sullivans nicht unter Kontrolle brachte und Marcel Goc nach einem schweren Abspielfehler Patrick McNeills den ersten Treffer verpasste, blieben die ersten 20 Minuten torlos. In diesem Stil ging es auch im Mittelabschnitt weiter: Die erste Torchance hatte mit Kael Mouillierat ein Ingolstädter, ehe Adler-Star Devin Setoguchi gleich zweimal das 0:1 auf dem Schläger hatte. Zunächst fälschte der 569-fache NHL-Spieler einen Schlagschuss Patrick Mullens gefährlich ab, und im Nachsetzen scheiterte er am stark reagierenden Pielmeier (24.). Die bis dato größte Chance der Panther vergab Dustin Friesen, der einen Abpraller genau in Endras‘ Fanghand versenkte (30.).

Wenige Minuten später kamen die Mannheimer einem Treffer am nächsten: Im Powerplay knallte Adam den Puck an den Pfosten, der zweite Versuch war wieder sichere Beute von Pielmeier (35.). Als auch das zweite Drittel ohne Zählbares zu verstreichen drohte, brach der ERC doch noch den Bann: Thomas Greilinger, der Ingolstädter Torjäger vom Dienst, zog nach einem Aufbaupass Ville Koistinens einfach mal ab – und die Scheibe schlug sehr zur Freude der 4016 Zuschauer in der Saturn-Arena im linken oberen Toreck ein (38.).

Endras sah dabei nicht allzu glücklich aus, denn der Adler-Torhüter hatte freie Sicht auf das Geschehen. Nach Wiederbeginn drängten die Gäste noch entschlossener auf das Ingolstädter Tor, doch dank Pielmeier und gutem Stellungsspiel brannte zunächst nichts an. Auch ein Unterzahlspiel nach hohem Stock von McNeill überstanden die Panther schadlos – und hatten Glück, dass sie nach einem Stockschlag Mouillierats nicht mit zwei Mann weniger verteidigen mussten.

Doch der Druck wurde immer größer – und nach 52 Minuten war das Bollwerk überwunden: David Wolf überwand Pielmeier aus kurzer Distanz zum 1:1. Direkt danach musste Friesen wegen Hakens auf die Strafbank – und Setoguchi fälschte einen Schuss von Matthias Plachta zum 2:1 für die Adler ab (52.). Innerhalb von 53 Sekunden hatte Mannheim die Partie gedreht. Olver hätte kurz vor Schluss noch mal ausgleichen können, zielte allerdings zu hoch (59.) – auf der anderen Seite traf Kink zum 3:1 ins leere Tor, das Pielmeier zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte (60.). Damit legen die Adler in der „Best-of-Seven“-Serie vor, in der vier Siege zum Weiterkommen nötig sind. Spiel zwei steigt am Freitagabend in Mannheim (19.30 Uhr, SAP-Arena).

Trainerstimmen

Bill Stewart, Adler Mannheim:
"Wir haben hier heute ein gutes Eishockeyspiel gesehen. Vor allem die Leistung der Torhüter kann man hervorheben."

Doug Sheddon, ERC:
"Leider ist es uns nicht gelungen,  ein zweites Tor zu erzielen. Dann wäre es anders gelaufen. So haben wir das Match verloren. Aber die Serie ist ja noch nicht zu Ende."