Auch für Timo Pielmeier verlief das Turnier enttäuschend: Nach zwei Niederlagen zu Beginn verlor der Torhüter des ERC Ingolstadt seinen Platz an den Nürnberger Niklas Treutle. Vor seinem Urlaub, den er in Kalifornien verbringen wird, haben wir noch mit dem 28-jährigen "Pille" gesprochen.



Herr Pielmeier, Viertelfinale mit dem ERC Ingolstadt, Silbermedaille bei Olympia mit dem Nationalteam und jetzt Platz elf bei der WM: Wie fällt Ihr Saisonfazit aus?

Timo Pielmeier: Ich glaube, dass ich persönlich meine bislang beste Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga gespielt habe. Ich habe viel mit Fabian Dahlem (ERC-Torwarttrainer, d. Red. ) gearbeitet, dem ich sehr viel zu verdanken habe. Bei der WM bin ich mit zwei Spielen gestartet. Es lief leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Die ersten beiden Spiele waren nicht das Gelbe vom Ei, aber wir haben uns als Mannschaft gesteigert.


Zum Auftakt gegen Dänemark (2:3 n. P. ) haben Sie solide gespielt, gegen Norwegen (4:5 n. P. ) sahen Sie einige Male nicht so gut aus.

Pielmeier: Stimmt. So ist das in einem Turnier. Dann ist Niklas Treutle reingekommen und hat seine Chance sehr gut genutzt. Das muss man anerkennen.


Mit Platz elf hat das deutsche Team das Viertelfinale klar verpasst. Wie bewerten Sie diesen ersten Rückschlag unter Bundestrainer Marco Sturm?

Pielmeier: Klar war das Ziel, unter die Top acht zu kommen. Aber wenn man sieht, mit welch junger Mannschaft wir gespielt haben, ist das nicht selbstverständlich. In Zukunft wird man von den Talenten profitieren, die jetzt Erfahrungen gesammelt haben. Dann ist das Viertelfinale wieder das Ziel.


Beim ERC hat Kapitän John Laliberte seine Karriere beendet und steigt ins "normale" Berufsleben ein. Wie schwer wiegt sein Verlust?

Pielmeier: Einen Spieler wie John zu ersetzen ist nicht so einfach, sowohl menschlich als auch spielerisch. Ich habe fünf Jahre mit ihm zusammengespielt. Er war unheimlich wichtig für uns. Aber ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen schon auf der Suche nach einem Nachfolger sind.


Das Gespräch führte

Alexander Petri