Hochkarätig besetzt war die Runde mit Eishockey-Gestaltern beim Sonderspieltag des ERC-Stammvereins. Mit dabei waren (v.l.n.r.): Thomas Engl (?Eishockey News?), Norbert Ziesler (Vizepräsident ERCI), Jürgen Arnold (DEL-Aufsichtsratschef), Moderator Stefan König (DONAUKURIER), Franz Reindl (Präsident des DEB), Peter Kössler (Audi-Vorstandsmitglied) und Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel.
Hochkarätig besetzt war die Runde mit Eishockey-Gestaltern beim Sonderspieltag des ERC-Stammvereins. Mit dabei waren (v.l.n.r.): Thomas Engl ("Eishockey News"), Norbert Ziesler (Vizepräsident ERCI), Jürgen Arnold (DEL-Aufsichtsratschef), Moderator Stefan König (DONAUKURIER), Franz Reindl (Präsident des DEB), Peter Kössler (Audi-Vorstandsmitglied) und Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel.
Bird
Ingolstadt
Das deutsche Eishockey sieht Reindl auf einem guten Weg, nachdem die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) die Vision "Powerplay 2026" ins Leben gerufen haben, die das Deutsche Eishockey in die Weltspitze hieven soll. Eine wichtige Säule der Abmachung: Die Nachwuchsarbeit, um die es schließlich an diesem Sonderspieltag des ERC-Stammvereins gehen sollte.

Für den Ingolstädter DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold ist die Nationalmannschaft "die Lokomotive", die die Liga zieht. Für ein erfolgreiches DEB-Team brauche es gute Nachwuchsarbeit. Und die forderten die Teilnehmer der Runde gleichermaßen. "Wichtig ist, dass die Nachwuchsspieler eine faire Chance bekommen, in der DEL zu spielen", forderte Arnold, dann klappe es auch mit der Nationalmannschaft. Der Tenor der Runde: Jugendarbeit beginnt an der Basis, also in den Vereinen hinter den DEL-Mannschaften.

Aufgehorcht haben dürfte ERCI-Vizepräsident Norbert Ziesler als Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel, der selbst Präsident des Stammvereins war, verkündete: "Die dritte Eisfläche ist nicht gestorben." Auf einen Zeitraum ließ er sich nicht festnageln, stellte aber den Standort Nordwest in Aussicht, im Umfeld der Landesgartenschau, die 2020 dort stattfindet. Lösel kann sich außerdem vorstellen, die Eiszeiten auf bis zu elf Monate zu verlängern. Ziesler hatte zuvor von seinem ERCI geschwärmt, der angesichts der 1500 Mitglieder einen großen Weihnachtswunsch hat: "Mehr Eis."

Peter Kössler, Vorstandsmitglied bei Audi, sicherte dem Ingolstädter Eishockey auch in Zukunft "nachhaltige" Unterstützung zu: "Wir möchten unseren Beitrag zur Gesellschaft in der Region leisten", sagte er. Trotz Termindruck ließ es sich Stargast Franz Reindl nach dem Talk nicht nehmen, dem ERC-Nachwuchs für ein paar Minuten zuzusehen.

Fotostrecke: ERC U20 gegn Allstars
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6:6-Remis bei Alt gegen Jung

Ingolstadt (jb) Nicht einmal 30 Sekunden dauerte es, da landete die Scheibe schon im Netz: Der langjährige ERC-Spieler und Publikumsliebling Jakub Ficenec zeigte gleich zu Beginn der Partie „Panther Allstars“ gegen die U 20 des ERC Ingolstadt, dass er das Eishockeyspielen nicht verlernt hat und erzielte vor etwa 300 Zuschauern das 1:0 für die Allstars. Am Ende des Abends hieß es leistungsgerecht 6:6, nachdem die Jugend vor allem im zweiten Drittel aufdrehte und das 1:4 aus Durchgang eins in ein 5:4 verwandelte. Die Partie war ein Schaulaufen mit angezogener Handbremse und Protagonisten, die auf dem Eis sichtlich Spaß hatten. Der ERC hatte neben Ficenec auch andere Ex-Eishockey-Größen und bekannte Gesichter aus der Region gebeten, Schläger und Schlittschuhe aus dem Keller zu holen. Ex-ERC-Stürmer Sven Zywitza erzielte zwei Tore und musste kurz vor Spielende sogar in die Box: Er hatte sich eine Strafzeit wegen Hakens eingehandelt. Mittlerweile blieb die Uhr bei einer Unterbrechung auch nicht mehr stehen, da sich einigen Eishockey-Rentnern offenbar die Puste ausging. Für die Jugend trumpften vor allem Kareem und Liam Hätinen auf, die mehrmals ins Tor trafen. Am Ende des Tages gab es nur Gewinner: Der Erlös kommt dem ERC-Nachwuchs zu Gute.