Der neunfache Jackson

EHC München - Grizzlys Wolfsburg
Rekordchampion: Don Jackson mit neun Titeln.
Matthias Balk (dpa)
Ingolstadt
9 Meisterschaften gewann Don Jackson – einsamer DEL-Rekord. Fünfmal führte der US-Amerikaner, der als Verteidiger zwei Stanley Cups mit den Edmonton Oilers holte, die Eisbären Berlin als Chefcoach zum Titel, einmal war er Co-Trainer Pierre Pagés. Zuletzt stemmte  der 62-Jährige dreimal mit München den Pokal.  


105 Scorerpunkte (48 Tore/57 Vorlagen) in 49 Partien erzielte der Tscheche Robert Reichel in der Saison 1995/96 für die Frankfurt Lions – niemand schaffte in einer Spielzeit mehr.


3 erfolglose Finalteilnahmen (2011, 2016, 2017) mussten die Grizzlys Wolfsburg verkraften. Auch Nürnberg (1999, 2007) und Augsburg (2010) blieb trotz Endspieleinzügen nur der Titel des Vizemeisters.
 

Rekordmeister aus der Hauptstadt

Eisbären Berlin in der Eishockey-Champions League
Die Fans der Eisbären Berlin durften schon sieben Meistertitel bejubeln.
Britta Pedersen (ZB)
Ingolstadt
 10 verschiedene Meister gab es in der DEL. Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit sieben Titeln, dahinter folgt Mannheim mit sechs. Weitere Champions: EHC München (3), Köln (2), Düsseldorf, München Barons, Krefeld, Frankfurt, Hannover und Ingolstadt (je 1).
 

Gogulla macht den Deckel drauf...nach 168 Minuten


Kölner Haie - Frankfurt Lions
Marathon-Match: Über 168 Minuten war die Partie zwischen Köln und Mannheim 2008 alt, ehe Philip Gogulla diese mit seinem Treffer zum 5:4 entschied.
Felix Heyder (dpa)
Ingolstadt
168:16 Minuten dauerte das längste Spiel der DEL-Geschichte am 22. März 2008. Der Kölner Philip Gogulla entschied das Viertelfinal-Duell gegen Mannheim erst in der sechsten Verlängerung mit seinem 5:4-Siegtreffer. Bis heute ist die Partie die drittlängste weltweit. 


32 Klubs spielten bislang in der DEL. Immer dabei waren  die Adler Mannheim, Kölner Haie, Eisbären Berlin, Nürnberg Ice Tigers, Krefeld Pinguine und Augsburger Panther. Nur eine Saison hielten sich  Freiburg und Riessersee – die Maddogs München sogar nur eine halbe.
 

Tag des offenen Tores

Tore satt gab es bei Nürnbergs Sieg gegen Iserlohn im Jahr 2007.
Oliver Strisch
Ingolstadt
19 Treffer fielen am 9. September 2007 beim Duell zwischen den Iserlohn Roosters und den Nürnberg Ice Tigers. Nach 60 turbulenten Minuten siegten die Franken mit 10:9, Ahren Spylo steuerte drei Treffer zur bislang torreichsten Partie der DEL-Geschichte bei.


6 Treffer in einer DEL-Partie gelangen zwei Profis: Jiri Dopita (Eisbären Berlin) am 11. November 1994  gegen Augsburg und Mike Millar (Kassel  Huskies) am 9. Dezember 1994 gegen die Eisbären. Den Saisonrekord hält der Kölner Sergej Berezin mit 63 Toren (1995/96).


Den Rekordschnitt von  drei Punkten pro DEL-Spiel hält der ehemalige NHL-Star  Pavel Bure – allerdings war „The  Russian Rocket“ in der Lock-out-Saison 1994/95 auch nur einmal für den EV Landshut aufgelaufen.


Die Sensationssieger

Finale Kölner Haie - ERC Ingolstadt 2014
Nach Platz neun zum Ende der DEL-Hauptrunde stand für die Panther am Saisonende der sensationelle Gewinn der Meisterschaft.
Marius Becker (dpa)
Ingolstadt
Vom neunten Tabellenplatz nach der Hauptrunde stürmte der ERC Ingolstadt mit John Laliberte im Frühjahr 2014 sensationell zur deutschen Meisterschaft – nie zuvor und danach schnitt ein späterer Titelträger in der regulären Saison so schlecht ab.


3 in Deutschland geborene Profis standen in der Saison 1997/98 im Kader der Frankfurt Lions: Ersatztorhüter Thorsten Apel, Verteidiger Michael Bresagk und Stürmer Ralf Hantschke. Das Bosman-Urteil von 1995 hatte unter anderem die Ausländerbeschränkung im Profisport aufgehoben. Nachdem das Faninteresse gesunken und das Nationalteam abgestiegen war, setzte ein Umdenken ein: Inzwischen liegt die freiwillige Selbstbeschränkung der DEL-Klubs bei elf Ausländern, neun dürfen pro Spiel eingesetzt werden. 


1628 Zuschauer wollten im Schnitt die Heimspiele der Füchse Duisburg in der Saison 2007/08 sehen – der schlechteste Zuspruch der DEL-Geschichte. Die wenigsten Zuschauer überhaupt lockte die Partie Schwenningen – Eisbären Berlin am 14. März 2000 an: 400.
 

Der Zuschauerrekord

DEL Winter Game - Nürnberg Ice Tigers - Eisbären Berlin
Premiere: das erste DEl-Wintergame am 5. Januar 2013 in Nürnberg.
David Ebener (dpa)
Ingolstadt
50000 Zuschauer sahen am 5. Januar 2013 das erste DEL-Wintergame unter freiem Himmel im Nürnberger Fußballstadion zwischen den Ice Tigers und den Eisbären Berlin (4:3). Noch 5125 Fans mehr waren 2015 beim Derby zwischen der DEG und den Kölner Haien in der Düsseldorfer Arena zu Gast.


14091 Zuschauer besuchten in der Saison 2011/12 durchschnittlich die Heimspiele der Eisbären Berlin – das bedeutet DEL-Rekord. Das mit 18 700 Fans bestbesuchte Ligaspiel – mit Ausnahme der Wintergames – stieg am 19. April 2002 zwischen Köln und Mannheim.
 

Felski langt hin

Abschiedsspiel Sven Felski
1806 Strafminuten hat Sven Felski in 930 Partien kassiert.
Tim Brakemeier (dpa)
Ingolstadt
1806 Strafminuten in 930 Partien sammelte Sven Felski (Eisbären Berlin) – DEL-Rekord. In einer Saison am häufigsten auf der Strafbank (295 Minuten) saß Jason Marshall (Köln, 2006/07), in einem Spiel Stephan Daschner (59 Minuten bei Hannover vs. Straubing, 2012/13).


21 Play-off-Partien musste der ERC Ingolstadt 2014 bestreiten, ehe er Deutscher Meister war – Rekord. Die Adler Mannheim benötigten dafür 1997 nur neun K.-o.-Spiele.
 

Köppchen spielt immer

Eisbären Berlin - ERC Ingolstadt
Köppchen spielt immer: 506 Spiele am Stück absolvierte der Meisterpanther, bevor er wegen einer Rückenverletzung 2015 erstmals nach acht Jahren passen musste.
Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)
Ingolstadt
506 Spiele in Folge absolvierte der Ingolstädter Meisterpanther Patrick Köppchen von November 2007 bis November 2015 –  bis eine Rückenverletzung  die Rekordserie des „Ironman“ nach acht Jahren beendete. Dem 38-jährigen Neu-Düsseldorfer fehlen noch 23 Spiele, um als vierter Profi die Marke von 1000 zu erreichen.


170 Kilometer pro Stunde schnell war ein Schlagschuss des ehemaligen ERC-Ingolstadt-Verteidigers Jakub „Bum-Bum“ Ficenec beim Allstar-Spiel 2005 in Hamburg.
 

Der Dauerbrenner

Abschiedsspiel für Mirko Lüdemann
Mirko Lüdemann bestritt 1998 DEL-Partien.
Henning Kaiser (dpa)
Ingolstadt
DEL-Dauerbrenner: Von 1993 bis 2016 spielte Mirko Lüdemann für die Kölner Haie und ist mit 1198 Partien der Rekordmann der Liga. Auf mehr als 1000 Spiele kommen auch Daniel Kreutzer (1066) und Niki Mondt (1045).


42 Penaltys brauchten der EHC München und die Straubing Tigers, um am 21. November 2010 den Sieger zu ermitteln. Schließlich setzten sich die Niederbayern dank Eric Meloche durch. Diesen Weltrekord brachen 2016 die Frauen aus Memmingen und Bergkamen mit 54 Versuchen.
 

Die Bank von der Schanz

Die Bank von Ingolstadt: In der Saison 2003/2004 spielte ERC-Goalie Jimmy Waite zehn Mal zu null.
Ingolstadt
10 Shut-outs (Spiele ohne Gegentor) schaffte Jimmy Waite im Tor des ERC Ingolstadt in der Saison 2003/04 – bis heute unerreicht.  Am längsten ohne Gegentor blieb der Wolfsburger Goalie Felix Brückmann in der Spielzeit 2016/17 mit sensationellen 315 Minuten.
 

 

Ein echtes Kampfspiel

336 Strafminuten erprügelten sich die  Nürnberg Ice Tigers und Frankfurt Lions bei ihrem Aufeinandertreffen am 20. September 1997. 206 davon gingen auf das Konto der Lions, insgesamt mussten zehn Spieler vorzeitig zum Duschen. „Ab da hatten die anderen Teams  Angst vor uns“, sagte der Frankfurter Ilja Worobjew, heute Nationaltrainer Russlands. Die Nürnberger wiederum waren in derselben Saison ein weiteres Mal an einer Partie mit der Rekordzahl von 336 Strafminuten beteiligt: am 10. März 1998 gegen Schwenningen. 

Ring frei für 336 Strafminuten


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77 Schüsse wehrte der Düsseldorfer Torhüter Bobby Goepfert am 1. Dezember 2013 gegen die Eisbären Berlin ab – innerhalb der regulären Spielzeit absoluter Rekord. Nur einen Versuch musste der US-Amerikaner passieren lassen, die DEG siegte 2:1 nach Penaltyschießen.

18 Klubs sind seit Gründung der Liga  aus ihr wieder verschwunden – durch Pleiten, Lizenzverkäufe oder sportliche Abstiege. Ab der Saison 2020/21 soll es erstmals seit 2006 wieder eine Auf-  und Abstiegsregelung mit der DEL2  geben – damals stiegen die Straubing Tigers auf.
 

Er trifft und trifft und trifft...

EHC Red Bull München - Eisbären Berlin
Goalgetter: 325 Mal hat Michael Wolf in seiner Karriere für Iserlohn und München getroffen.
Sven Hoppe (dpa)
Ingolstadt
325 Tore hat Michael Wolf in seiner DEL-Karriere für Iserlohn und München erzielt – Zweiter in der Bestenliste ist der Nürnberger Patrick Reimer (318) vor  Daniel Kreutzer  und dem Ingolstädter Thomas Greilinger (beide 270). Die meisten Vorlagen lieferte Robert Hock (537).