Uli Hoeneß
Großer Fan der Bayern-Basketballer: Clubpräsident Uli Hoeneß.
Tobias Hase
München

Der Präsident des deutschen Meisters sagte dem Fachmagazin „BIG - Basketball in Deutschland“, dass auch ein möglicher Nachfolger an der Vereinsspitze sich für den Sport begeistern müsse, wenn er selbst mal zurücktritt. „Natürlich ist es wichtig, dass, wenn ich aufhöre, jemand gefunden wird, der vernünftigerweise nicht sagt: Basketball interessiert mich nicht. Das ist ein Entscheidungskriterium.“

Die Münchner hatten 2014 den Bundesligatitel gewonnen, von dem Erfolg in den nächsten Jahren aber nicht nachhaltig profitieren können. In der Zeit war Hoeneß wegen seiner Haftstrafe nicht an der Spitze des Vereins. Er ist zuversichtlich, dass Bayern solche Fehler nicht mehr mache und betonte, dass der ganze Verein Basketball unterstütze. „Zunächst steht das gesamte Präsidium hinter dieser Entscheidung. Das macht nicht Uli Hoeneß allein. Wir haben inzwischen ein Management, das professionell arbeitet“, unterstrich der 66-Jährige.

Mit diesem wollen die Bayern spätestens 2021, wenn der Umzug in eine neue Multifunktionsarena ansteht, „eine echte Rolle in der Euroleague spielen“, wie Hoeneß sagte. München darf als Meister und dank einer Wildcard in den nächsten drei Jahren am wichtigsten europäischen Wettbewerb teilnehmen. Hoeneß meint, dass die vom Fußball verwöhnten Fans in München nur ein oder zwei Jahre akzeptieren werden, in denen die Bayern nicht auf Augenhöhe mit den Euroleague-Spitzenclubs sind.

Um aufzuholen, deutete Hoeneß an, mehr Geld zu investieren. „Wir müssen halt versuchen, die Distanz zwischen den Gehältern in Europa zu verkleinern“, sagte er im Hinblick auf Vereine aus Russland, Spanien oder der Türkei, die deutlich höhere Spieleretats haben.